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Architektonische Kunst aus geometrischen Formen

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Das Quadrat steht in er Ausstellung von Petra Ottkowski und Heinz Bergrath im Mittelpunkt.

Eschweiler. „Raum durch Licht und Forum” ist eine Ausstellung von Petra Ottkowski (Malerei) und Heinz Bergrath (Skulpturen) überschrieben, die ab Sonntag, 20. März, in der Städtischen Kunstsammlung des Eschweiler Kunstvereins im Talbahnhof zu sehen ist. V

ernissage ist um 11 Uhr; einführende Worte spricht Dr. Dagmar Preising (Suermondt-Ludwig-Museum Aachen).

Das Quadrat spielt in den Arbeiten von Heinz Bergrath und Petra Ottkowski eine große Rolle als zu Grunde liegendes Ordnungsprinzip. Die Stahlskulpturen von Heinz Bergrath entwickeln sich aus der Fläche durch Einschnitte und Verkantung innerhalb einer geometrischen Grundform. Entsprechend seiner Herkunft aus der Architektur definieren seine Arbeiten aus abgewinkelten Teilflächen und deren Bezug zueinander Innenräume und Figuren als gekantete Strukturen und Außenräume durch aufbrechende und raumgreifende Gestik der aufgegliederten Flächen.

Alle Arbeiten gehen von der Grundform Quadrat oder dessen Vervielfachung aus. Die sparsamen Einschnitte in die Stahlplatten erfolgen nur in dem Maße wie sie zur Verformung aus dem zweidimensionalen Zustand der liegenden instabilen Platte in eine dreidimensionale standfähige Raumstruktur erforderlich sind. Diese minimalistische Bearbeitung bewirkt eine komprimierte Geschlossenheit der angestrebten Form.

Frühe Arbeiten wie Büsten, Köpfe und schreitende Figuren entwickeln sich aus einem einzigen Quadrat als in sich geschlossene Einheiten unter Reduktion der äußeren Einwirkung und Veränderung.

Spätere Arbeiten vervielfachen das Quadrat als Reihung und zeigen Architekturfragmente und verschachtelte Raumstrukturen durch Zerlegen und Aufbrechen der Grundform in Teilquadrate (Skyline-Trilogien). Neuere Arbeiten entwickeln sich immer noch aus der quadratischen Grundform durch Steigerung der Dimensionen und wirken wie erstarrte Momentaufnahmen einer Bewegung oder Geste im Raum (Liegende Figuren und Flügelpaar). Bei allen Arbeiten bleibt das Quadrat als Ordnungsprinzip erhalten, aus dem alle Inhalte und Formen der Skulpturen durch Ausweitung und Verformung der Teilflächen entwickelt werden. In den Bildern der Arno-Rink-Meisterschülerin Petra Ottkowski taucht der Betrachter in die Weit tektonischer Formen.

Die Künstlerin arbeitet mit einem Figurenrepertoire von Objekten, die an didaktische Figuren aus alten Geometrielehrbüchern erinnern, an denen Licht- und Schattenkonstruktionen exemplarisch vorgestellt und geübt werden konnten. Sie verwandelt diese, als „Schattenobjekte” konzipierte Körper, in Lichtobjekte. In der Serie „Leuchttreppen” verändern sich die einfachen, dreistufigen Treppen in selbst leuchtende Körper, was den klaren Formen poetische Qualität verleiht.

In der kleinformatigen Serie „Schattenboxen” werden elementare Licht-Schatten-Situationen anhand von Kisten untersucht, in deren Öffnungen Schatten werfende Drähte gespannt sind - in Form geometrischer Grundformen wie Rauten, Kreise, Vielecke. Aber auch Bandornamente und Mäanderformen tauchen auf, signethafte Formen, Papierstücke in Gestalt von Wimpeln und einfache stereometrische Körper, die für eine Umlenkung und Aufbrechung der Schlagschatten sorgen.

Die Kisten haben meist keine Wandstärke, auch keine illusionistischen Details wie Knicke, Aufkleber oder typografische Details, was ihren mathematischen Charakter verstärkt und Raum für Assoziationen schafft. Es könnte sich auch um Modellarchitekturen oder leere, kleine Bühnen handeln. Oft sind nur Ausschnitte von Kisten zu sehen, so dass sich die gegenständlichen Formen zum abstrakten Muster wandeln. Die sich verselbständigenden Schlagschatten der Ornamente verstärken den Abstraktionsprozess und laden zum Lösen geometrischer Rätsel ein.

Die Werke sind bis einschließlich Sonntag, 3. April, jeweils freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr, und sonntags von 11 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr, zu sehen.
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