Eschweiler - Anneliese Mertes will in der Insolvenz weiter wachsen

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Anneliese Mertes will in der Insolvenz weiter wachsen

Von: tob
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Wie geht es mit der Anneliese
Wie geht es mit der Anneliese Mertes GmbH weiter? Die Insolvenz ist angemeldet, dennoch glaubt die Geschäftsführung an eine positive Entwicklung. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Die Anneliese Mertes GmbH hat Insolvenz angemeldet. Dennoch sieht Geschäftsführer Thomas Mertes diesen Schritt als Chance für die Zukunft. Mitarbeiter sollen nach ersten Informationen nicht entlassen werden.

Die Firma produziert Backbleche, Backformen, Antihaftbeschichtungen und Transportgeräte für größere und industrielle Backbetriebe.

Bereits am vorigen Donnerstag hat die Firma beim Amtsgericht Aachen Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Am Montag wurde die Belegschaft unterrichtet.

140 Mitarbeiter zählt das Unternehmen derzeit. Thomas Mertes sagt, dass das auch so bleiben soll. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier pflichtet dem Geschäftsführer der Anneliese Mertes GmbH bei. Das Unternehmen sei gesund.

Aber warum kommt es dann überhaupt zu einer Insolvenz? Die Firma habe in den Jahren 2008 bis 2010 bei einem Umsatz von zwölf Millionen Euro Gewinne erwirtschaftet. 2011 habe es dann eine folgenschwere Fehlentscheidung gegeben, sagt Thomas Mertes.

Die Anneliese Mertes GmbH habe sich auf einen langjährigen Vertriebspartner verlassen und sei auf Kosten sitzengeblieben. Die Verluste im Jahr 2011 beziffert Thomas Mertes auf „einen hohen sechsstelligen Betrag”. Als hausgemachtes Problem bezeichnet Dr. Andreas Ringstmeier den Grund der Insolvenz. Und der sei zu beheben. Beziehungsweise sei er bereits behoben.

Die Gehälter der Angestellten sind nach Aussage der Geschäftsführung für die nächsten drei Monate gesichert. Dann soll der Betrieb saniert sein, sagt Ringstmeier. Die Frage auch vieler Mitarbeiter, ob das so schnell möglich sei, bejaht er, da die Probleme größtenteils bereits abgestellt seien.

Zudem liege der Auftragsbestand 60 Prozent höher als im Vorjahr, die Gespräche mit Kunden und Lieferanten seien positiv angelaufen, betont Mertes. Ein Lob an die Mitarbeiter spricht er auch aus: „Wir haben ein tolles Team.” Bei der Versammlung habe er an seine Mitarbeiter appelliert, nicht zu kündigen, da er davon überzeugt sei, dass die Anneliese Mertes GmbH eine Zukunft habe.

In der Insolvenz werde das Unternehmen sogar drei neue Mitarbeiter einstellen, sagt Thomas Mertes und ergänzt: „Wir wollen in der Insolvenz wachsen.” Im kommenden Monat wird die Firma auch wie geplant an einer Bäckereifachausstellung in München teilnehmen.

Einen Betriebsrat hat die Anneliese Mertes GmbH nicht. Die Schwesterfirma Toolbox betreffe die Insolvenz der Anneliese Mertes GmbH nicht, betont Mertes. Die Anfänge der Anneliese Mertes GmbH reichen bis ins Jahr 1959 zurück.

Seit dem Jahr 1995 Uhr gibt es die Firma am heutigen Standort „In der Krause”, 2002 erfolgte der komplette Umzug in das Gewerbegebiet.
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