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Afrika stellt sich Eschweiler tanzend und singend vor

Von: Michael Cremer
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Erstmals soll im August ein Af
Erstmals soll im August ein Afrika-Festival auf dem Drieschplatz über die Bühne gehen. Unser Bild zeigt Bürgermeister Rudi Bertram beim Kulturfest der Togolesen in der Kinzweiler Festhalle. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. An drei Tagen im August wird der Drieschplatz zur Bühne für das erste afrikanische Kulturfestival in Eschweiler. Mit Livemusik, einem großen Markt, mit Modenschau, afrikanischen Spezialitäten, Workshops und einem Programm für Kinder wollen die Veranstalter afrikanische Kultur näher bringen und erlebbar machen.

Veranstalter ist der gemeinnützige Verein Cameroon Multicultural Association e.V. (CMA), der das Festival in Zusammenarbeit mit dem Eschweiler Kulturmanager Max Krieger plant. „Dieses Festival passt zu Eschweiler”, sagt Krieger. Dem stimmt Terence Seydou zu. Der Vorsitzende der CMA bezeichnet Eschweiler, das seit Jahren Flagge gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zeige, als ideal für eine solche Veranstaltung, an der auch andere Städte in der Region Interesse gezeigt hätten. Mit dem Festival, das vom 19. bis 21. August stattfinden soll, schreibt Terence Seydou eine Idee fort, die seit Jahren im Raum Reutlingen/Tübingen erfolgreich umgesetzt wird. Die Afrika-Festivals sind dort zu einer festen Größe geworden, die Jahr für Jahr tausende Besucher anziehen.

Genau dies, das „Afrika Festival Eschweiler”, AFE, zu etablieren, erhoffen sich Krieger, Seydou und Projektleiterin Susan Tatah, die über ihre Erfahrungen mit den Veranstaltungen in Baden-Württemberg berichtet und erläutert, wie die Festival-Idee entstanden ist. „Wir spürten, dass es ein großes Informationsdefizit über Afrika gibt und suchten nach einem Weg, verschiedene Kulturen zusammenzuführen”, sagt sie. Ihren Lebenstraum hat sie einmal so formuliert: „Ich hoffe auf eine lebendige und vielfältige Welt, eine Welt mit Reichtum, die geprägt ist von Liebe und gegenseitigem Respekt, in der Achtung statt Misstrauen herrscht und in der die Hautfarbe keine Rolle spielt.”

Die Konzeption des Festivals, das in dieser Form wohl einzigartig ist in der Region, haben Max Krieger und Terence Seydou bereits dem Integrationsrat vorgestellt, wo sie sehr gut angekommen ist. Insofern hegen beide die Hoffnung, dass sich der Integrationsrat beim Festival mit einbringt, denn es soll grundsätzlich jedem offen stehen. Ein Anmeldeformular findet sich auf der Homepage des Vereins CMA: http://www.afrikafest.net unter dem Punkt „Aussteller”.

Wegen seiner zentralen Lage und seiner Größe ist der Drieschplatz bestens geeignet für das Festival, dessen Schirmherr Bürgermeister Rudi Bertram ist. Herzstück wird eine kleine Zeltstadt sein, ein Basar, auf dem Kunsthandwerk, Textilien, Musikinstrumente, Masken, Schmuck und vieles mehr angeboten werden. Auch afrikanische Haarflechtkunst wird hier demonstriert. Viele Aussteller werden zudem die afrikanische Küche vorstellen, so dass der Spaziergang durch das Dorf zu einem Erlebnis für die Sinne werden wird.

Der Afrikamarkt ist als wesentlicher Teil des Festivals am Freitag und Samstag von 10 bis 23 Uhr und am Sonntag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Das Programm für Kinder und Jugendliche umfasst Tänze, Spiele, Märchen, Akrobatik, Basteln, Schminken und, und, und. Workshops vermitteln die Kunst des Trommelns und des Tanzes. Überhaupt spielen Tanz und Livemusik eine große Rolle beim Afrikafestival, denn: „Afrika tanzt sein Leben”, sagt Terence Seydou. Deswegen wird es auf der großen Aktionsbühne, aber auch im Biergarten immer wieder Konzerte und Vorführungen geben, die afrikanische Lebensfreude vermitteln.

Wichtig ist dem veranstaltenden Verein, der für die gesamte Finanzierung des AFE verantwortlich ist, auch der überkonfessionelle Gottesdient, der am Festivalsonntag ab 10 Uhr gefeiert wird und jedem offen steht. Insgesamt hoffen Max Krieger und Terence Seydou, dass das 1. Afrikafestival in Eschweiler nur der Anfang ist und künftig einen festen Platz im Veranstaltungskalender an der Inde findet.
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