Eschweiler - Abiturienten laufen schneller und essen gerne

Abiturienten laufen schneller und essen gerne

Von: Sonja Essers
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Beim Abischerz setzten sich die Abiturienten des Städtischen Gymnasiums in verschiedenen Disziplinen gegen die Lehrer durch. Foto: Sonja Essers
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Götterspeise ist nicht unbedingt bei jedermann beliebt. Das wurde beim Wettessen, das beim gestrigen Abischerz stattfand, schnell deutlich. Foto: Sonja Esser

Eschweiler. Pauken, pauken, pauken: So sah das Leben der Abiturienten des Städtischen Gymnasiums Eschweiler in den vergangenen Monaten aus. Nachdem sie ihre Abiturprüfungen hinter sich gebracht hatten, kehrten sie am Mittwoch noch einmal in die Schule zurück. Schließlich mussten sich sich nach acht Schuljahren noch von den Lehrern und Schülern verabschieden.

Und womit hätte man das besser machen können, als mit einem ganz besonderen Abischerz? „Abikropolis – Die Götter verlassen den Olymp“. Unter diesem Motto fand der Abischerz am Städtischen Gymnasium Eschweiler statt. In der dritten und vierten Unterrichtsstunde verwandelte sich der Schulhof des Nebengebäudes an der Preyerstraße in das Paradies eines jeden Schülers. Unterricht? Fehlanzeige!

In diesen beiden Stunden brauchten sich die Schüler weder Gedanken um Binomische Formeln, noch um Vokalbeln zu machen. Schließlich gab es genug Abwechslung. Der Schulalltag rückte da in den Hintergrund. Während sich die Kleinen beim Fußball, Tischtennis und auf der Hüpfburg so richtig austobten, lasen die älteren Schüler interessiert die frisch erschienene Abizeitung.

„Die ist richtig toll geworden“, meinte Abiturient Tim Greven, der hoffte, dass sich die Ausgabe gut verkauft. Schließlich hatten die Schüler nicht nur darin viel Fleiß gesteckt. Auch für ihren Abischerz hatten sie sich ein tolles Programm überlegt. Vor der Bühne wurde zu den Klängen von moderner Chartmusik fleißig getanzt. Mit Hot Dogs und Waffeln konnten sich die Schüler zwischendurch stärken.

Lange hatten die Abiturienten des Gymnasiums diesen Tag herbeigesehnt und waren vor Beginn besonders aufgeregt. Fragen wie: „Wird alles klappen?“ und „Werden Schüler und Lehrer bei den verschiedenen Spielen mitmachen?“ stellten sich als überflüssig heraus.

Nach einer Durchsage strömten immer mehr Schüler aus dem Haupt- und Nebengebäude auf den Schulhof, und auch die Lehrer ließen sich das Spektakel natürlich nicht entgehen. Schließlich waren einige von ihnen an diesem Tag sogar die Hauptpersonen, die sich in den verschiedenen Spielen gegen die Schüler beweisen mussten.

Zu Beginn des Programms stand das Götterspeise-Wettessen auf dem Programm. Schließlich sei dies die Lieblingsspeise der Götter, erklärten die Abiturienten den neugierigen Schülern, die sich zahlreich vor der Bühne versammelt hatten. Zwei Becher Götterspeise mussten Schüler und Lehrer so schnell wie möglich leeren. Jedoch löffelten sie diese nicht aus den Bechern.

Das wäre schließlich zu einfach gewesen. Erst leerten sie den Inhalt des ersten Bechers auf einem Teller aus und löffelten diesen dann. Danach war der zweite Becher an der Reihe. Dabei wurden die Teilnehmer von den Schülern lautstark angefeuert. An den Gesichtern der Teilnehmer konnte man schnell erkennen, dass diese Aufgabe gar nicht so einfach war, wie vorher angenommen. Götterspeise ist zwar die Lieblingsspeise der Götter, aber noch lange nicht der Lehrer und Schüler.

Auch die Geschwindigkeit, mit der die Teilnehmer das grüne Etwas zu sich nahmen, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Während auf der einen Seite ganz gemütlich gelöffelt wurde, war der Teller der Abiturienten in Windeseile leer. So sicherten sich diese den ersten Sieg des Tages. Einen besseren Start hätte es nicht geben können. Natürlich erhielten alle Teilnehmer eine Medaille.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann mit der nächsten Disziplin weiter. Beim so genannten Dreibeinlauf mussten Schüler und Lehrer ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen.

Zwei Runden sollten sie so schnell wie möglich hinter sich bringen. In Zweierteams traten sie an und wurden an den Beinen mit Schals und Pullovern zusammengebunden. Natürlich war auch diese Disziplin alles andere als einfach. Je schneller die Teilnehmer wurden, umso schneller gerieten sie auch aus dem Gleichgewicht. Unter lautstarker Unterstützung der Schüler am Rand waren es jedoch auch dieses Mal die Abiturienten, die sich am Ende gegen ihre Lehrer-Konkurrenz durchsetzen konnten.

Die Begeisterung über dieses tolle Programm war vor allem auf Seiten der Schüler groß, die sich noch einmal richtig auspowerten, bevor es wieder zurück in den Unterricht ging. Doch nicht nur diese Veranstaltung fand unter dem Motto „Abikropolis – Die Götter verlassen den Olymp“ statt: Beim Schüler-Schüler-Spiel, das am Städtischen Gymnasium bereits seit vielen Jahren eine beliebte Tradition ist, zeigten die Schüler einen Film. In diesem traten die beiden Stufenleiter Joachim Beilharz und Ludger Lamour als Götter auf. „Wir rechnen ihnen hoch an, dass sie das gemacht haben“, sagte Greven.

Ein besonderes Dankeschön sollte auch Hausmeister Dieter Mallmann erhalten. „Ohne ihn wäre das hier alles gar nicht möglich gewesen“, sagte Greven und fügte hinzu: „Er hat uns wirklich sehr unterstützt und uns unter die Arme gegriffen.“ Nach dem gelungenen Abischerz freuen sich die Abiturienten nun auf ihre Abschlussfeier und den Abiball, die an diesem Freitag stattfinden, ehe der „Ernst“ des Lebens beginnt...

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