Eschweiler - 82 Millionen Tassen Kaffee für Indestädter

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82 Millionen Tassen Kaffee für Indestädter

Von: Rudolf Müller
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Prost, Kaffee! Zwischen den Lippen jeder Indestädterin und jedes Indestädters verschwinden laut Statistik jedes Jahr 1460 Tassen Kaffee, macht 160 Liter. Foto: stock & people
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Sorgt mit dafür, dass die Indestädter ihre 82 Millionen Tassen Kaffee jährlich genießen können: Armin Müller. Foto: Rudolf Müller
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Kaffeefilter der ganz persönlichen Art: Hinter diesen Schnurrbarthaaren verschwinden laut Statistik jedes Jahr 1460 Tassen Kaffee, macht 160 Liter. Foto: Müller

Eschweiler. Die dunkle Brühe ist beliebter als Mineralwasser und Bier. Knapp 160 Liter Kaffee trinkt jeder Deutsche – ob Säugling oder Greis – im Schnitt pro Jahr. Mineralwasser bringt es auf 135 Liter, Bier auf 112. Kein Wunder, dass dem würzigen Muntermacher der Nation ein eigener Feiertag gebührt. Der ist heute: der siebte deutsche „Tag des Kaffees“.

1460 Tassen davon trinkt jeder Bundesbürger jährlich im Schnitt. Gewonnen aus 6,5 kg Rohkaffee. Macht für Eschweiler stolze 346 Tonnen Rohkaffee. Und 81.760.000 Tassen – knapp 82 Millionen Tassen also. Zum Vergleich: Die Finnen – wer hätte das Gedacht – trinken fast dreimal so viel Kaffee. Und die Türken nur zehn Prozent des deutschen Verbrauchs.

Einer, der dafür sorgt, dass die Indestädter nicht auf ihr braunes Lebenselexier verzichten müssen, ist Armin Müller. Der 46-jährige Dürwisser wartet Kaffeemaschinen. Also: Vollautomaten – nicht die Pad- oder Kapselmaschinen. „Da lohnt sich keine Reparatur“, sagt Müller. Gute Vollautomaten kosten ab 400 Euro, richtig gute, technisch aufwändige – keine Topmodelle – um die 800 bis 900 Euro.

Und davon gibt‘s reichlich in Eschweilers Büros und Küchen: 20 bis 30 Exemplare hat Armin Müller Monat für Monat zur Reparatur. Wie überall gilt auch hier: Der Nutzungsgrad bestimmt die Reparaturanfälligkeit der Lifestyle-Geräte, die nicht nur Kaffee, sondern auch Spezialitäten wie Latte Macchiato, Cappuccino und Espresso zaubern können. Armin Müller gehört der Zunft der „Kaffeemaschinen-Macher“ an, wie auf seiner Internet-Seite zu lesen ist. „Es ist schon ein Unterschied, ob man eine Waschmaschine repariert oder eine Kaffeemaschine“, sieht auch er sich ein wenig vom Glanz einer Szene bestrahlt, in der Beaus wie die Werbe-Ikone George Clooney geschmacklich den Ton angeben.

Hat der Kaffeemaschinen-Experte denn selbst auch Ahnung von Kaffee? „Nicht die Bohne“, sagt Müller. „Ich weiß, dass der Geschmack abhängig ist von Kaffeeart, Mahlgrad, Temperatur und Druck. Aber das ist es auch schon.“ Zu Hause, so verrät er, hat er eine ganz simple Filtermaschine stehen. Die kann Kaffee. Und sonst nichts. „Ich trinke zwar Kaffee. Aber ich bin kein Genießer. Die vielen Möglichkeiten, die Kaffeevollautomaten bieten, würden sich bei mir nicht lohnen. Die sind was für Genießer, die die Abwechslung lieben.“

Müllers sind treu: ihrer Maschine und ihrer Kaffeemarke. An die zehn Tassen trinkt das Ehepaar über den Tag verteilt – guter bundesdeutscher Durchschnitt. Ob purer Genuss oder schlichte Gewohnheit – „Kaffee muss sein!“, sagt Müller. „Ohne geht‘s einfach nicht.“

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