Eschweiler - 600 Indestädter tragen Sportabzeichen

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600 Indestädter tragen Sportabzeichen

Von: jrd
Letzte Aktualisierung:
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Viele junge Sportler sicherten sich gleich ein Autogramm von Olympiasieger Torsten May.

Eschweiler. In der Aula der Realschule Patternhof hat es sich mal wieder gezeigt: In Eschweiler ist der Name Programm. „Immer in Bewegung” lautet nicht nur das Motto der Stadt - ihre Bürger sind es auch.

Knapp 600 Absolventen waren bei der Verleihung des Deutschen Sportabzeichens eindrucksvoller Beweis.

Moderator Dr. Christoph Herzog, Johannes Gastreich, Vorstandssprecher der Raiffeisenbank, und Charly Biernat, ehemaliger Leichtathlet und Übungsleiter bei der LSG, führten ihr Publikum durch ein dreiteiliges Programm: Zwar wurde die 1000er Marke verpasst, doch auch knapp 600 Absolventen sind eine Zahl, die sich sehen lassen kann und die auch besonders gute Organisation erfordert.

Erst die Grundschüler aus Dürwiß, Weisweiler, Kinzweiler, Röthgen sowie von Barbara- und Don-Bosco-Schule, im Anschluss die Gymnasiasten von Liebfrauenschule und Städtischem Gymnasium und schließlich Vereinsmitglieder von Germania Dürwiß, der Gruppe Müller, dem Turnverein, der Sportgemeinschaft und dem Behindertensport bekamen Urkunde und Anstecknadel.

Fast jede Altersstufe war vertreten, was deutlich zeigt: Das Sportabzeichen ist eine Auszeichnung für den Breitensport. Dabei gab es sogar drei Jubilare zu ehren: Wiltrud Schumann legte ihr Sportabzeichen zum 25. Mal ab, Uwe Kasten zum 30.und Helmut Comus zum 45. Mal.

Das Beispiel dieser „alten Hasen” verdeutlicht es: Die Zusammenarbeit von Jung und Alt ist von unschätzbarem Wert, wenn die Erfolgsstory Sportabzeichen das bleiben soll, was sie ist: Wenn Schüler, Lehrer, Betreuer und Vereinsvorstände sich gemeinsam engagieren, dann bleiben sie eben auch in Zukunft alle in Bewegung.

Dass Sport wirklich für jeden einzelnen wichtig ist, betonten Gastreich und Herzog. Mit Sport meistere man die Anforderungen des Lebens besser, sind sie sich einig: „Im Sportverein lernt man Disziplin und mit anderen Leuten umzugehen.” Und Bürgermeister Bertram fügte noch hinzu: „Sport lohnt sich, ist schön, und ihr werdet Freunde fürs Leben finden.” Gerade den Kindern legten alle drei deshalb besonders ans Herz, beim Sport zu bleiben - und hatten gleich noch jemanden mitgebracht, der genau das verkörpert.

War letztes Jahr noch ein Olympiazweite in Peking, Sascha Klein, zu Gast gewesen, so setzten die Veranstalter, allen voran Charly Biernat, dieses Jahr noch eins drauf. 1991 Weltmeister, 1992 Olympiasieger und 1999 Europameister - Boxer Torsten May hat so ziemlich alles erreicht, was ein Sportler erreichen kann, und so konnte er im Interview mit Biernat aus einem spannenden und höchst erfolgreichen Sportlerleben berichten.

Angefangen beim Sportinternat, das er mit Axel Schulz und Henry Maske besuchte, über Olympia und zahlreiche andere Meisterschaften bis hin zu seinem eigenen Boxclub in Köln, in dem er mittlerweile selbst Training anbietet.

Um einmal eine typische Trainingseinheit zu demonstrieren, und da er natürlich um den Bewegungsdrang seines Publikums wusste, holte er sich ein paar der Kinder direkt auf die Bühne, und los ging ein Boxtraining im Schnelldurchlauf: Aufwärtshaken, Seitwärtshaken und Boxerlauf standen auf dem Programm, mit dem May vor allem eins zeigen wollte: Boxen, vor allem das Fitnessboxen, ist abwechslungsreiches Ganzkörpertraining - und eben nicht nur „Draufhauen”.

Mit so gut aufgewärmten Muskeln ließ es sich dann im Anschluss das eigene Abzeichen gleich noch besser in Empfang nehmen. Ein Mädchen kam dazu in voller Mariechenmontur, bevor es gleich weiter ging zur Norddeutschen Meisterschaft im Gardetanz, während eine andere noch den Trainingsanzug vom Fußballspiel am Vormittag trug.

Vielleicht klappt es ja dann im nächsten Jahr auch mit den 1000 Eschweiler Sportabzeichen. Denn zumindest am Sportsgeist mangelt es offensichtlich nicht.
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