Eschweiler - 57 Tage für den guten Zweck unterwegs

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57 Tage für den guten Zweck unterwegs

Von: na
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Trat täglich mehr als 85 Kilo
Trat täglich mehr als 85 Kilometer in die Pedale: Philipp Reis kehrte am Samstag von seiner 57-tägigen Benefiztour zu Gunsten krebskranker Menschen zurück. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Am 11. Juni diesen Jahres startete der Benefizradler Philipp Reis in Eschweiler seine Benefiztour zu Gunsten des Fördervereins Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler e.V.

Der passionierte Radfahrer nutzte schon immer seine meiste freie Zeit zum Radfahren. Nach seiner Pensionierung hat der gelernte Elektrotechniker seit einigen Jahren von dieser freien Zeit mehr zur Verfügung und nutzt diese vor allem auch zum Radfahren für einen guten Zweck.

Die jüngste Benefiztour dauerte insgesamt 57 Tage. Dabei trat Philipp Reis im Durchschnitt mehr als 85 km jeden Tag in die Pedale.

Sein Weg führte ihn durch Deutschland, Belgien, Frankreich, die Schweiz, Italien und Österreich. Auf dieser Strecke, die ihn über einige der höchsten Gipfel der Alpen und Dolomiten, wie beispielsweise den Col de la Bonette führte, bewältigte Reis mehr als 4900 Kilometer und überwand bergauf 53.100 Höhenmeter.

Tour durch sechs Länder

Dabei erhielt er auf seiner Tour von einigen einheimischen Leuten Spenden für sein Projekt und machte vor allem auch in Eschweiler mit einer solchen Aktion aufmerksam auf den Förderverein, der die Onkologie und die Hämatologie im Eschweiler Krankenhaus unterstützt.

Auf seinem Weg durch sechs Länder und einen großen Teil Mitteleuropas lernte er aber auch Menschen kennen, die ihn manchmal einen Teil seines langen Weges begleiteten.

Nach der Überquerung von Alpen und Dolomiten von Frankreich her, ging es durch Deutschland wieder in Richtung Heimat. Die letzten 700 Kilometer begleiteten ihn seine Frau und ein guter Freund, bevor Philipp Reis am Samstag nach beinahe zwei Monaten im Sattel seines ”Drahtesels” am Eschweiler St.- Antonius-Hospital seine Benefiztour beendete.

Nach tagelangen Regenschauern auf seiner Tour und zum Teil sengender Hitze in den Bergen, meinte es das Wetter mit dem Benefizradler auch am Samstag nicht wirklich gut. Beim Einbiegen auf das Gelände des Krankenhauses goss es wie aus Eimern.

Herzlicher Empfang

Allerdings konnte auch das Wetter der Stimmung von Philipp Reis und allen, die ihn empfingen, keinen Abbruch tun. Mit einem begeisterten „Hallo Eschweiler” fuhr Reis unter dem Zielbanner hindurch, dass auch vom Chefarzt der Onkologie, Dr. Peter Staib, gehalten wurde. Freudig wurde er von Freunden und Verwandten in die Arme geschlossen.

Wie groß die Summe der Spenden im Endeffekt sein wird, konnte noch niemand genau sagen, da eine endgültige Rechnung noch nicht aufgestellt wurde. Alleine 300 Euro hat Philipp Reis in den letzten 57 Tagen von Menschen denen er auf seinem Weg begegnet ist erhalten.

Dazu werden noch Überweisungen an das Konto des Fördervereins der Onkologie im Eschweiler Krankenhaus kommen und ein Betrag den Reis und seine Frau selber pro gefahrenem Kilometer spenden.

Für eine bessere Versorgung

Die Spenden werden dann an die onkologische und hämatologische Station des St. Antonius Hospitals, sowie an das Euregio-Brust-Zentrum und das Prostata Karzinom Zentrum gehen, um die Versorgung der krebskranken Patienten kontinuierlich zu verbessern. Dabei wird das Geld vor allem dafür verwendet, den Patienten eine Behandlung zu bieten, die über die Standartversorgung hinausgeht.

Dazu wurden in den letzten Jahren zum Beispiel Tempurmatratzen, ein neues Ultraschallgerät und andere medizinische Geräte angeschafft.

Zudem fließt ein Teil des Geldes auch in die psychosoziale Betreuung und eine möglichst persönliche Betreuung der Patienten. Wie viel Geld die Aktion von Philipp Reis letztendlich für den Förderverein gebracht hat stand zwar noch nicht fest, dafür aber das solche Projekte und die Menschen, die sie planen und ausführen gar nicht genug gewürdigt werden können.
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