Eschweiler - 500 Familien hoffen auf eine Weihnachtskiste

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500 Familien hoffen auf eine Weihnachtskiste

Von: Daniel Gerhards
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In diesem Jahr soll jeder ein Weihnachtspakte bekommen: Karin Schmaling (r.) und Horst Berretz (2.v.r.) nehmen die Spenden am Dienstag, 17. Dezember, im Gemeindezentrum St. Michael entgegen. Foto: Daniel Gerhards

Eschweiler. Ein Weihnachtsfest ohne köstliches Mahl – für viele Menschen ist das kaum vorstellbar. Es gibt aber auch Leute, die sich selbst an hohen Feiertagen kaum die nötigsten Lebensmittel leisten können. Bei der Weihnachtspaket-Aktion der Tafeln, unserer Zeitung und des WDR sollen sie Pakete bekommen, in denen allerlei Leckereien verpackt sind.

Um alle Tafel-Kunden mit einer Lebensmittelkiste versorgen zu können, benötigen die Ehrenamtler viele Spenden. „Wir brauchen viel Unterstützung, um unseren Kundenfamilien ein gutes Festtagsessen zu ermöglichen. Wir bitten deshalb darum, Lebensmittelkisten zu spenden“, sagt Karin Schmaling, 1. Vorsitzende der Tafel. Die Tafel-Mitarbeiter nehmen die Kisten am Dienstag, 17. Dezember, von 9 bis 18 Uhr im Gemeindezentrum St. Michael, Steinstraße 88, entgegen.

Wichtig sei, dass man keine verderblichen – und natürlich auch keine abgelaufenen – Lebensmittel in die Pakete packt. „Es sollten nur haltbare Lebensmittel in die Kisten kommen. Wenn jemand frisches Fleisch für einen Festtagsbraten spenden möchte, dann ist ein Gutschein von einer Metzgerei genau das Richtige“, sagt Schmaling. Spielzeug gehöre ebenfalls nicht in die Weihnachtskisten. Eine Flasche Wein oder Sekt könne man hingegen guten Gewissens dazugeben.

Horst Berretz, 2. Vorsitzender der Tafel, hofft, dass es in diesem Jahr noch mehr Spenden als im vergangenen Jahr geben wird. „Beim letzten Mal hatten wir rund 400 Kisten. Das ist eine stolze Zahl. Aber am Ende hatten wir doch 60 bis 70 Pakete zu wenig“, sagt er. Insgesamt seien derzeit rund 500 Tafel-Kundenkarten in Eschweiler im Umlauf. Da jede Familie nur eine Karte bekommt, geht Berretz davon aus, 1500 bis 2000 Eschweiler Lebensmittel von der Tafel bekommen.

Wenn man Bedürftige zu Weihnachten mit einer Kiste voller Lebensmittel versorgen kann, dann sei das ein richtig schönes Gefühl, sagt Schmaling. Aber wenn alle Kisten verteilt sind, es aber noch Tafel-Kunden gibt, die keine bekommen haben, sei das „ein Problem“. Und dazu soll es, so hoffen Schmaling und Berretz, in diesem Jahr nicht noch einmal kommen.

„Leute sind darauf angewiesen“

Dass Aktionen wie diese und die Arbeit der Tafeln im Allgemeinen nötig sind, hält Berretz in einem „reichen Land wie Deutschland“ für eine „Schande“. „Eigentlich ist es die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass jeder satt wird“, sagt er. Aber das sei im Sozialstaat eben nicht mehr gewährleistet. Und deshalb springen die Tafeln ein. „Als wir vor 13 Jahren angefangen haben, gab es in Deutschland 200 Tafel. Heute gibt es 900. Die Leute sind auf die Lebensmittel angewiesen“, sagt Schmaling.

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