„4-Seasons-Rock”: Breiten musikalischen Bogen gespannt

Von: vr
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Wollen neben Covern vor allem
Wollen neben Covern vor allem mit eigenen Songs durchstarten: die jungen Musiker der Alternative-Rockband „Jestwood”, die beim „4-Seasons-Rock” im Jugendzentrum St. Peter und Paul eine gelungene Premiere feierten. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Die Bühne aufgebaut, die hauseigene PA-Anlage voll aufgedreht und die Rolläden in der unmittelbaren Nachbarschaft heruntergezogen, alle drei Monate wiederholt sich dieses Szenario in der Peter-Paul-Straße.

So auch vergangenen Freitag, was bedeutete, dass das Jugendzentrum von St. Peter und Paul wieder zum „4-Seasons-Rock” geladen hatte, dem wichtigsten Forum für Eschweiler Nachwuchsbands. Dort präsentierten sich mit „Jestwood” und „Crying Eyes” zwei junge Bands, die den Bogen von Rock, Alternative bis hin zu Metal spannten und rund 150 Jugendliche begeisterten.

„Jestwood”, zu deutsch „Lustholz”, bezieht seinen Bandnamen laut Drummer Julius Cremer einer RTL-Reportage, doch mit „Superstars” oder ähnlichen Casting-Geschichten haben die fünf jungen Musiker nichts am Hut. Anfang März holten Bassist Eric Martin, Drummer Julius Cremer und Gitarrist/Keyboarder Julian Keller mit Julius Neumann einen neuen Lead-Gitarristen und mit Romina Fons eine Frontfrau in ihre Band und stellten „Jestwood” musikalisch breiter auf, so dass vor allem die „Evanescence”-Cover „Bring me to life” und „My immortal” trotz kurzer Probenzeit bereits ausgereift klingen. Mit ihnen im Gepäck und Red Hot Chili Peppers´ „Dani California” sowie „Californication” stürmte die neue Formation am Freitag die Bühne des Jugendzentrums. Linkin´ Parks „Numb”, Oasis´ „Wonderwall” und Bon Jovis „It´s my life” komplettierte das Coverprogramm von „Jestwood”, die allerdings mit ihrem ersten eigenen Song „Any-thing around ya” Mitte des Monats ins Studio gehen möchten.

Wesentlich lauter und härter ging es bei der zweiten Band des Abends zu: „Crying Eyes” machte keine Kompromisse und zündete auf der Bühne des Jugendzentrums ein Feuerwerk nach dem anderen. Zum wummernden Rhythmus von Drummer Max und Bassist Chris ließ Gitarrist Nando seinen Riffs freien Lauf.

Den schweißtreibendsten Job aber schien Sänger Tobi zu erledigen mit seiner eindrucksvollen Metal-Stimme, die den Bäumen im Garten des Jugendzentrums, wo der „4-Seasons-Rock” ursprünglich hätte stattfinden sollen, wohl sämtliche Blätter weg gebrüllt hätte. Die Formation aus Schülern der beiden Indestadt-Gymnasien sorgte jedenfalls mit ihrem kurzen, aber intensiven Auftritt für beste Stimmung im Jugendzentrum und vergaß nicht, ihren Eltern für die regelmäßigen Chauffeurdienste nach Schevenhütte zum Probenraum zu danken.

Dank galt am Freitag vor allem wieder Frank Berndt und Nicole Böwe mit ihrem ehrenamtlichen Team, die dafür sorgen, dass sich der „4-Seasons-Rock” in St. Peter und Paul endgültig in der Folge von „Rock am Pool” als wichtigstes Forum für junge Eschweiler Nachwuchsbands etabliert hat.
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