Eschweiler - 20 Jahre Talbahnhof: Auch Dieter Nuhr gratuliert

20 Jahre Talbahnhof: Auch Dieter Nuhr gratuliert

Von: jlm
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Kulturwirt Walter Danz (2.v.l.) blickt mit Willi Koch (1.v.l.), Klaus Wohnaut (3.v.l.) und Bürgermeister Rudi Bertram (rechts) auf das 20-jährige Bestehen des Kulturzentrums Talbahnhof zurück. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. „Die Meisten haben uns damals sechs Monate gegeben, weil: Die machen ja was mit Kultur“, sagte Walter Danz schmunzelnd. Doch es kam anders. Am Samstagmittag feierte er mit zahlreichen Gästen das 20-jährige Bestehen des Kulturzentrums Talbahnhof.

Spaß und lachende Gesichter garantierten die Auftritte von „Hastenraths Will“ sowie dem Duo Naseweiß. „Fats Jazz Cats & Miss Melli“ gestalteten mit Jazzperlen wie „Royal Garden Blues“, „my baby just cares for me“ und „I’ve got you under my skin“ das Fest musikalisch.

Und nicht nur Walter Danz, auch Bürgermeister Rudi Bertram erinnerte sich noch genau: Mit deutlicher Skepsis sei er damals, nach dem ersten Gespräch mit Walter Danz, in sein Büro gegangen und habe gesagt: „Wir machen jetzt Kultur – aber ob das Konzept auch klappt?“ Aber es hat funktioniert, weiß er heute, „und wir hoffen, dass es noch lange funktioniert.“ Viele würden Eschweiler um den Kulturbahnhof beneiden, er spiegele das Gesicht der Stadt wider. „Das geht weiter“, meint er heute zuversichtlich.

„Was war vorher in Eschweiler? Nichts! Man musste für Kleinkunst und Kabarett weit fahren, ins Auto oder in den Zug steigen“, berichtete Peter Adrian, Vorsitzender des Kleinkunst-Fördervereins. Ein wichtiger Grund, warum der Talbahnhof in Eschweiler funktioniere, sei die „ungeheuer aktive und engagierte“ Bürgerschaft. „Lokaler Schatz an Kultur“ nannte er den Talbahnhof liebevoll. Doch ohne Freunde, Besucher, Sponsoren und den Förderverein wäre der Talbahnhof nicht so, wie er heute ist. „Jeder von ihnen hat dazu beigetragen, dass der Talbahnhof heute Geburtstag feiern kann.“ „Die Qualität einer Kulturbühne wird jetzt in Danz gemessen“, fügte er anschließend schmunzelnd hinzu. Zur Überraschung des Kulturwirts gratulierten auch verschiedenste Künstler in einer Videobotschaften. Dazu zählten Hubert vom Venn, das Wallstreet Theatre, Mark Britton und auch Dieter Nuhr.

Schließlich ergriff Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut das Wort und dankte Danz: „Der Erfolg liegt an dir und deiner Gabe, mit Menschen zu kommunizieren, an deiner Warmherzigkeit und deiner persönlichen Hingabe. Hier ist etwas mit Mut zum Risiko entstanden, das man nicht einfach kopieren und reproduzieren kann“, sagte er. Der Talbahnhof sei für ihn ein „Tempel der Kleinkunst“, ein Unikat, das auch als solches akzeptiert werde. Und das hoffentlich noch lange besteht.

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