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13 Flüchtlinge aus Kühlanhänger gerettet

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Der Fahrer des Kühlanhängers hörte Klopfgeräusche aus seinem tschechichen Kühl-Auflieger und rief die Polizei. Foto: Ralf Roeger
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13 Flüchtlinge haben in Eschweiler den Notruf gewählt, weil sie aus einem Lkw befreit werden wollten. Foto: Ralf Roeger
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Aus einem Lastwagen in Eschweiler sind am Dienstag 13 Flüchtlinge befreit worden. Foto: Ralf Roeger
Eschweiler
Flucht aus Nordafrika: Die Bundespolizei hat 13 Flüchtlinge aus einem Lastwagen in Eschweiler befreit. Foto: Rudolf Müller
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Flucht aus Nordafrika: Die Bundespolizei hat 13 Flüchtlinge aus einem Lastwagen in Eschweiler befreit. Foto: Ralf Roeger
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Die Bundespolizei hat in Eschweiler 13 Flüchtlinge aus einem Lastwagen befreit. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Endstation Eschweiler: Dass der Fahrer eines niederländischen Sattelzugs auf dem Hof einer Spedition im Industrie- und Gewerbepark Eschweiler Klopfgeräusche aus seinem tschechischen Kühl-Auflieger hörte, führte Dienstagmittag zu einem Großeinsatz von Landes- und Bundespolizei sowie Feuerwehr und Rettungskräften.

Da die Tür des Kühlanhängers mit einem Vorhängeschloss gesichert war, zu dem der Fahrer keinen Schlüssel hatte, rief er die Polizei, die die Tür gewaltsam öffnete. Hinter Paletten mit Kartons eines Energy-Drinks mit dem schönen Namen „Innocent“, zu deutsch: unschuldig, stießen die Beamten auf 13 „blinde Passagiere“ – Flüchtlinge aus dem Mittleren Osten. Männer und Frauen fast jeden Alters, darunter auch einige Kinder. Sie sollen in Frankreich in den Wagen gestiegen sein, um damit illegal nach England zu gelangen. Möglicherweise führte eine Verwechslung des Aufliege-Containers zu der Reise in die Bundesrepublik.

In Eschweiler hatten sie sich bemerkbar gemacht, weil in dem hermetisch dichten Kühlwagen die Luft knapp wurde. Zudem machte die Kälte ihnen zu schaffen: Die Luft im Container war auf 2 Grad Celsius heruntergekühlt. Wie lange die 13 Menschen in dem eisigen Anhänger ausharren mussten, ist derzeit noch offen: Noch weiß die Polizei nicht, wo in Frankreich sie den Lkw bestiegen hatten.

Nicht nur die Polizei kümmerte sich um die Flüchtlinge. Die Eschweiler Feuerwehr  war unter anderem mit zwei Notarztteams vor Ort und hatte zu drei eigenen vier weitere Rettungswagen in den Gewerbepark bestellt. Die Rettungswagen konnten ungenutzt zurückfahren: Die Notärzte bescheinigten allen Flüchtlingen gute Gesundheit.

Noch auf dem Gelände des Logistikzentrums wurden die 13 verpflegt, ehe die Bundespolizei sie in ihr neues Domizil nach Aachen brachte. Dort verfügen die Beamten im ehemaligen Hauptzollamt über neu hergerichtete, ausreichend große Räume zur vorübergehenden Unterbringung von Personengruppen. Während die Beamten die Ermittlungen nach den Hintermännern der fehlgeschlagenen Schleuser-Aktion aufnehmen, suchten sie gleichzeitig den Kontakt zum Bundesamt für Migration sowie zu Jugend- und anderen Fachämtern. Denn fest steht, so Bundespolizei-Sprecher Knut Paul: „Man kann Leute aus dieser Region nicht zurückschicken.“

Von Aachen aus werden sie in Kürze in eine der nächsten Aufnahmeeinrichtungen nach Dortmund oder Bielefeld gebracht.

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