In dieser Jazzband kann jeder mitmachen

(ran) 28.09.2009, 14:38

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Eschweiler. Straßenjazz á la New Orleans ist der Aufhänger, ein sozialer Aspekt der Hintergrund. Denn die momentan zwölf Mitglieder der «Renew Brass Band» wollen im kommenden Jahr vor allem Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten durch Musik eine Perspektive bieten.


Bereits seit August proben Ideengeber und Bandleader Fats von Gerolstein, Marc Boltz (beide Trompete), Stief Behnke, Max Krieger (beide Posaune), Feri Néhmet, Hajo Stumm (beide Tenor-Saxophon), Wolfgang Krieger, Horst Schmidt (beide Tuba), Thomas Graff (Waldhorn), Dr. Horst Bodden (Banjo), Fred Lumma (Snare Drum) und Jannis Argiriou (Bass Drum) Stücke wie «Lord Lord», «The Saints», «Mama don«t allow no Jazz» und «Just a closer walk».

Im Frühjahr wollen die Bandmitglieder ihr Projekt, unterstützt durch das Jugendamt und die mobile Jugendarbeit der Stadt Eschweiler, in den einzelnen Ortsteilen der Indestadt vorstellen und Jugendliche zum Mitmachen animieren.

Vorbild aus New Orleans

Vorbild der Eschweiler Jazzer ist die Initiative von Tuba Fats, einem Jazzmusiker aus New Orleans, dem es, motiviert durch seinen Lehrer Danny Barker, gelang, zahlreiche gefährdete Jugendliche seiner Heimatstadt durch Beteiligung an seiner Jazz- & Brass-Band «The Chosen Few» von der Straße zu holen. «Diese Idee bringen wir im Sinne der durch das Hilfswerk St. Augustine & AWK International entstandenen Verbindungen zwischen New Orleans und Eschweiler auch in unserer Stadt auf den Weg», erklärt Dr. Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein.

Der Bandgründer hat eine bunte Truppe aus erfahrenen Musikern und Neulingen um sich geschart. So hat Jannis Argiriou laut eigener Aussage bisher lediglich musikalische Versuche an der Blockflöte unternommen. Und auch Hajo Stumm ist erst seit zwei Jahren am Tenor-Saxophon aktiv. «Doch gerade die Kombination von erfahrenen und relativ unerfahrenen Musikern sorgt für eine gegenseitige Befruchtung», betont der Lehrer.

Horst Schmidt ist zwar schon seit längerer Zeit in verschiedenen Bandformationen am Ball, die Tuba bläst er allerdings erst seit einem Dreivierteljahr. «Die Motivation, ein solches Instrument in einer Band zu spielen, ist natürlich größer als dies als Solist zu tun», versichert er. «Erfahrene Musiker bieten Anfängern die Chance, sich in einer Band zu integrieren», fasst Marc Boltz zusammen. Und Fats von Gerolstein ergänzt: «Gelernt wird durch das Spielen selbst.»
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