Zwischen Sonne und Schneekälte: Der April in der Eifel

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„Der April, der April, der tut was er will“, ist ein bekanntes Sprichwort. Und nicht anders war es in diesem Jahr auch in der Region. Doch sobald sich die Sonne zeigte, sah man motivierte Fahrradfahrer auf der Vennbahnroute das Wetter genießen. Foto: Hoffmann

Nordeifel. Zahme Eisheilige und schlechtes Pfingstwetter: Ein kurzer Überblick zeigt im ersten Monatsdrittel noch starke Fröste und eine geschlossene Schneedecke in höchsten Lagen. Danach holte der Frühling mächtig auf und der erste Sommertag kam schon recht früh. Leider ging das Auf und Ab der Temperaturen zum Monatsende und auch jetzt Anfang Mai weiter. Es fehlt die Beständigkeit der Hochdruckgebiete des vergangenen Jahres.

Im Höhengebiet des Kreises Aachen lag die Durchschnittstemperatur trotz der Kapriolen immer noch im normalen bis leicht negativen Bereich (Kalterherberg 5,7 Grad, Simmerath 6,8 Grad und Aachen 8,1 Grad). Die Differenz zwischen den Extremwerten war im vergangenen Monat außergewöhnlich hoch. Bis zum 8. April gab es noch knackige Fröste und örtlich neue Stationsrekorde für das erste Aprildrittel.

Am 1. April wurde die niedrigste Temperatur im Rurtal bei Kalterherberg mit -11,1 Grad Lufttemperatur und -14 Grad Bodentemperatur gemessen. Über einer dünnen Schneedecke wurden auch in Höfen -9,3 abgelesen und in Aachen-Orsbeck -8,7 Grad. Im Wahlerscheider Wald lag noch bis zum 10. April eine Schneedecke (meist 1-4 cm).

Zum Ende der Kälteperiode erreichten die ersten Schwalben mit südlichen Winden unsere Eifelheimat. Ein Wetterwechsel mit frühsommerlichen Werten kündigte sich auf diese Weise an. Vom 14. bis 17. April und noch mal kurz am 24. und 25. gab es einen Vorgeschmack auf die Sommergefühle.

Mit Temperaturen von 23 Grad in Höfen und Simmerath sowie 24 bis 26 Grad im Raum Aachen lieferte der 25. April in vielen Orten des Nordkreises den ersten Sommertag. Im Vergleich zum Mittelwert der letzten 30 Jahre kam dieser Sommertag 14 Tage zu früh, erstaunlich nach diesem eisigen Frühjahrsverlauf.

Niederschlagsmangel

Beim Thema Niederschlag gab es große Kontraste aber den Niederschlagsmangel mussten alle verwalten, besonders in den Städten Aachen, Alsdorf sowie Stolberg. Die Mengen lagen im Kreisgebiet verbreitet zwischen 15 und 30 l/qm. Dies entspricht nur dreizig Prozent des Normalwertes. Zwischen Kalterherberg (38 l) und Höfen (33 l) lagen die maximalen Summen des Monats. Weniger als 20 l/qm gab es in Alsdorf-Warden mit 18 l und in Aachen-Orsbeck mit 17 l/qm. Zur Freude der Landwirte hat der Mai in den ersten Tagen dieses Regendefizit wieder ausgleichen können und glänzte mit ein paar Regenstunden.

Vom Sonnenschein her verlief der Monat ebenfalls ausgeglichen, dennoch gab es die üblichen Unterschiede im Kreisgebiet. Rund um Aachen lagen die Summen zwischen 145 Stunden (Orsbeck) und 167 Stunden (Alsdorf Deponie). Alle Orte zwischen dem Windpark Schöneseiffen, Kalterherberg und Roetgen erreichten ebenfalls gute 155-167 Stunden.

Auch die Eisheiligen haben, wenn auch nicht mit Frost, am Muttertags-Wochenende ihre Spuren hinterlassen.

Jetzt kann es doch eigentlich nur noch aufwärts gehen, aber leider soll es auch zu Pfingsten wechselhaft sein und noch kühl bleiben. Bis Freitag vor Pfingsten sollen dann noch einmal 15-20 l/qm fallen. Am Pfingstsamstag bleibt es dafür sonnig bei 16 bis 19 Grad, eine gute Gelegenheit um den Rasen noch einmal trocken schneiden zu können. Die Pfingsttage sollen durchwachsen bleiben bei kühlen Temperaturen. Am Sonntag dann in Monschau 14 Grad bei Regen und am Montag trocken bei 16 Grad.

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