Nordeifel - Zweiter Streetworker in der Nordeifel setzt Arbeit fort

Zweiter Streetworker in der Nordeifel setzt Arbeit fort

Von: Lars Odenkirchen
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Nordeifel. Was die Jugendarbeit angeht, sind sich die drei Eifelkommunen Simmerath, Roetgen und Monschau einig: Der zweite Streetworker, der seit dem 1. September des letzten Jahres beschäftigt wird, leistet enorm wichtige Arbeit. Dies gab man auch dem städteregionalen Kinder- und Jugendhilfeausschuss zu verstehen.

„Die zweite Fachkraft ist seit nunmehr einem Jahr im Südkreis im Einsatz und hat dort das Vertrauen der jungen Menschen gewonnen, konkrete Angebote durchgeführt und durch Beratungsgespräche Hilfen vermitteln können”, hieß es in der Vorlage zur jüngsten Ausschusssitzung.

Daraus, so der Wunsch der drei Kommunen, sollen nun Konsequenzen gezogen werden: Die vorerst bis zum 1. September des kommenden Jahres befristete Stelle soll unbefristet besetzt werden, so der Vorschlag. Dem konnte sich der Ausschuss anschließen: Einstimmig wurde beschlossen, dass die Verwaltung die Einrichtung einer zweiten Planstelle dem Städteregionstag zum Beschluss für die Haushalts- und Personalplanung 2011 vorlegen soll.

Geld wird aber nicht nur für den zweiten Streetworker in die Hand genommen: Auch zwei weitere Projekte sollen bezuschusst werden, so die einstimmige Entscheidung des Jugendhilfeausschusses, die jedoch bis zum Haushaltsbeschluss durch den Städteregionstag noch unter Vorbehalt steht.

Regionsumlage „Jugendhilfe”

Positiv wertete der Ausschuss etwa die Kooperation der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche mit den Grundschulen Höfen und Konzen, die bereits von der Städteregion bezuschusst wird. Schon seit dem vergangenen Winter war eine Ausweitung dieser Kooperation mit weiteren Grundschulen im Gespräch, die aber zunächst wegen der angespannten Haushaltslage nicht weiter verfolgt werden konnte.

Gelder aus der Regionsumlage „Jugendhilfe” machen es nun aber doch möglich, weitere Schulen in die Kooperation einzubeziehen. Geplant ist, ab dem kommenden Jahr auch die Grundschule Imgenbroich mit ins Projekt zu nehmen, die ohnehin künftig mit der Grundschule Konzen gemeinsam von einer Schulleitung geführt werden wird.

Zudem werden in der Gemeinde Simmerath die Grundschulen Steckenborn und Lammersdorf in das Projekt einbezogen.

Für die Schulen in Mützenich, Kalterherberg, Kesternich und Roetgen wurde aus verschiedenen Gründen zunächst kein Bedarf gesehen. Bis zu 10000 Euro wird die zusätzliche Förderung, die vom Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossen wurde, jährlich kosten.

Nachfolge für Bischof-Vogt-Haus?

Einen Zuschuss will der Ausschuss auch der Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau gewähren, die seit neun Jahren eine Mitarbeiterin im Sozial- und Erziehungsdienst beschäftigt. Bisher wurde die Stelle allein vom Förderverein der Schule finanziert, der die Kosten nun aber nicht mehr alleine tragen kann. Rund die Hälfte der jährlich anfallenden 12.000 Euro sollen aus Mitteln der Jugendhilfe bezuschusst werden. Auch diesem Beschlussvorschlag stimmte der Ausschuss zu.

Möglich wurde der Zuschuss zum Realschul- wie zum Grundschulprojekt auch durch eingesparte Mittel nach der Schließung des Bischof-Vogt-Hauses.

Ob dieses einen Nachfolger bekommen wird, ist bislang noch ungewiss: Das Jugendamt fragte zwar beim Katholischen Kirchengemeindeverband (KGV) Monschau an, ob dieser ein Nachfolgeprojekt als Träger unterstützen würde. Der KGV sagte jedoch zunächst ab.

Nun will das Jugendamt prüfen, wie die Möglichkeiten stehen, selbst ein Projekt als Träger zu übernehmen.
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