Roetgen - Zweite Kindergruppe im Zwergenhaus

Zweite Kindergruppe im Zwergenhaus

Von: kf
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Freuten sich mit den Kindern über Pferd Naskur: Vorstandsmitglied Priska Urich-Nonhoff, Manfred Eis, Saskia Mertens, Reittherapeutin Ruth Schreier und Kindergartenleiterin Susanne Schwalbach. Foto: Franke

Roetgen. Am Wochenende weihte der Roetgener Waldorfkindergarten „Zwergenhaus“ mit einem großen Herbstfest eine zweite Gruppe ein. Die neue „Wichtel-Gruppe“ ist für zehn Kinder von vier Monaten bis drei Jahren ausgerichtet.

„Der Spiel– und Bastelraum ermöglicht viel Ruhe und eine geschützte Atmosphäre“, sagt Leiterin und Heilpädagogin Susanne Schwalbach. Eine neu eingestellte Sozialpädagogin, mit dem Schwerpunkt der systemischen Familienberatung und weitere Erzieherinnen beschäftigen sich nur mit den kleinen „Wichteln“. Ein neuer Schlafraum, der mit vielen kleinen goldenen Sternen verziert ist und ein neues Badezimmer wurden pünktlich zur Eröffnung fertiggestellt.

Starke Bindung aufbauen

In der „Zwergen“-Gruppe sind bereits seit der Eröffnung vor einem Jahr Kinder von drei bis sechs Jahren untergebracht. Für Susanne Schwalbach ist die Waldorfpädagogik entscheidend anders als die von anderen Kindergärten. Im „Zwergenhaus“ gebe es daher keinen Schichtdienst. Die Kinder sollen im ständigen Kontakt mit den Erziehern stehen, damit sich eine starke Bindung aufbaue.

Jede Woche gibt es für Kinder über drei Jahren einen „Waldtag“, meistens begleitet von einem Waldpädagogen. Außerdem gehen die Kinder jeden Tag zusammen in den Garten, arbeiten handwerklich und auch künstlerisch. „Die Kinder entwickeln sich hier nach eigenem Rhythmus, es gibt keinen Zwang“, sagt Susanne Schwalbach.

Essen im Rhythmus des Jahres

Auch die gesunde Ernährung kommt im Waldorfkindergarten „Zwergenhaus“ nicht zu kurz. Gemeinsam mit den Kindern bereiten die Erzieher gesunde Mahlzeiten aus biologischen Lebensmitteln zu. Dabei werden auch die wechselnden Jahreszeiten werden bedacht. Neben Geschichten, die in die jeweilige Jahreszeit passen, wird der Weizen, den der Nikolaus bringt, eingepflanzt und das daraus wachsende Ostergras gemahlen und zu Brötchen verarbeitet. Auch Kürbisse werden gezüchtet und mit den Weidenpflanzen werden Weidenhäuschen gebaut.

Priska Urich-Nonhoff und Saskia Mertens vom Vorstand zeigten sich begeistert vom Angebot des Kindergartens. Die Verbindung von Körperlichem, Seelischem und Geistigen ist besonders wichtig“, so Priska Urich-Nonhoff. Auch die Reduzierung der Spielmaterialien und die daraus resultierende Fantasie, die die Kinder einsetzen müssten, sei von großer Bedeutung, so Mertens.

Für die neue Gruppe gilt vor allem, dass die Kleinkinder in einer ruhigen Atmosphäre und eingebunden in den Alltag aufwachsen. Die weiteren Pläne sind die Verbesserung der Außenanlagen und ein Sonnensegel für den Sandkasten. Auch kleine Verstecke sollen im Garten, neben dem Weidenhäuschen, entstehen, ebenso wie ein neues Badezimmer für die „Zwergen“-Gruppe.

Reittherapeutin beim Fest

Hauptattraktion beim Herbstfest war Islandhengst Naskur. Reittherapeutin und Krankengymnastin Ruth Schreier aus Roetgen war zusammen mit Naskur zu den Kindern gekommen. „Für Kinder ist das ganz wichtig. Schmusen, kuscheln, Selbstvertrauen aufbauen, mutig sein. All das kann man mit Naskur erleben“, sagt Ruth Schreier. Einen besonderen Dank sprach Leiterin Schwalbach den Eltern aus. Ihr Engagement für den Kindergarten würde den Kindern eine wichtige Regel mit auf den Weg geben: „Wer sich einsetzt, verbessert die Welt“, so Susanne Schwalbach.

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