Nordeifel - Zurückhaltung bei neuen Wasserzählern: Wirtschaftlichkeit wird geprüft

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Zurückhaltung bei neuen Wasserzählern: Wirtschaftlichkeit wird geprüft

Von: P. St.
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Nordeifel. Flügelradzähler, Ringkolbenzähler wie gehabt oder doch der neue iPERL? Der Fortschritt hat auch vor den Wasserzählern nicht Halt gemacht. Der Hersteller eines neu entwickelten elektronischen Wasserzählers klopfte jetzt auch beim Wasserversorgungszweckverband Perlenbach an, um sein neues Produkt in die Waagschale zu werfen.

Während für die Firma Sensus aus Ludwigshafen die elektronische Wasseruhr das Maß aller Dinge ist, übt sich der Nordeifeler Wasserversorger noch in Zurückhaltung.

In der konstituierenden Sitzung der nach der Kommunalwahl neu zusammengesetzten Verbandsversammlung des Perlbachverbandes nahm das Thema einen breiten Diskussionsraum ein. Der Bogen wurde gespannt von Datensicherheit bis hin zu Wirtschaftlichkeitsüberlegungen. Verbandsvorsteher Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister aus Simmerath, fand allgemeine Zustimmung mit seiner Anregung, dass die Betriebsleitung zunächst alle betriebswirtschaftlich relevanten Fragen rund um den elektronischen Wasserzähler detailliert klären möge, auch im Hinblick auf das Thema Datenschutz.

Erst dann soll darüber entschieden werden, ob im Zuge des nächsten turnusmäßigen Zählerwechsels in den Jahren 2015 und 2016 ein ausgewählter Teil des Versorgungsbereiches versuchsweise mit den neuen Zählern ausgestattet werden soll. Betriebsleiter Derk Buchsteiner erläuterte, dass im Falle eines Versuches rund 1000 elektronische Zähler gestestet werden sollen. Insgesamt verfügt das Netz des Wasserwerks Perlenbach über 18 500 Wasserzähler.

Karl-Heinz Hermanns machte im Vorfeld der Prüfung schon einmal eine Rechnung auf. Zwischen 15 und 18 Euro kostet aktuell ein herkömmlicher Zähler, der auf sechs Jahre abgeschrieben wird. Der iPERL hingegen kostet zwischen 60 und 80 Euro, so dass bei der versuchsweisen Einführung des elektronischen Zählers mit rund einer Millionen Euro Kosten zu rechnen zu sei, eine Summe, die zudem von den zur Hälfte von den acht Mitgliedskommunen des Wasserversorgungszweckverbandes zu tragen sei.

Zuvor hatte Christian Staffel als Vertreter der Herstellerfirma ausführlich die neue Zählergeneration vorgestellt, „die jeden Liter misst.“ Selbst so genannte „Schleichmengen“ , z. B. verursacht durch dauerhaft tropfende Wasserhähne, würden erfasst. Die Auslesung der Zähler erfolge automatisch über ein Funksignal, und sämtliche Verbrauchsdaten ließen sich in die Vergangenheit zurückverfolgen. Er sprach von hoher Datensicherheit, einer stärkeren Position des Wasserwerks bei Kunden-Reklamationen und geringerem Personaleinsatz, aber so Staffel abschließend: „Die Wirtschaftlichkeitsberechnung stellt sich in jedem Unternehmen anders dar“ und müsse individuell geprüft werden.“

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