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Zum Einkauf durch den Kreisverkehr

Von: hes
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So „friedlich” liegt die Kreuzung von Humboldtstraße (horizontal) und In den Bremen (vertikal, mit Verschwenkung links) nur sonntags da, vor allem samstags haben Autofahrer, die aus der untergeordneten Humboldtstraße kommen, so ihre Probleme beim Abbiegen. Ein Kreisverkehr soll Abhilfe schaffen. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. Baumarkt und Elektronikhandel, Lebensmitteldiscounter, Frisör und Getränkemarkt - wer im Simmerather Gewerbegebiet seine Erledigungen tätigt, muss früher oder später über die Kreuzung Humboldtstraße/In den Bremen. So lange man auf der vorfahrtsberechtigten Straße in den Bremen fährt, stellt die Schnittstelle noch kein großes Problem dar.

Mindestens genauso viele Fahrzeuge befahren jedoch die Humboldtstraße und haben vor allem zu Hauptstoßzeiten so ihre Probleme beim Abbiegen auf besagter Kreuzung.

Doch die Lösung ist nahe, am Dienstagabend brachte der Strukturausschuss der Gemeinde Simmerath den Bau eines Kreisverkehrs an dieser viel befahrenen Kreuzung auf den Weg.

Beschlossen wurden ferner einige kleinere, den Verkehr ordnende Maßnahmen im Simmerather Gewerbegebiet sowie - vorerst - die Beibehaltung der Rechts-vor-Links-Regelung auf der Robert-Koch-Straße.

Grundlage der Debatte im Strukturausschuss war das Ergebnis einer Besichtigung der Verkehrskommission des Landesbetriebs Straßen NRW. Dieser hatte sich, so berichtete Bürgermeister Hubert Breuer, „sehr viel Zeit genommen, um den Verkehr im Gewerbegebiet zu beobachten und zu analysieren”.

Ein Ergebnis, das allerdings im Strukturausschuss teils kontrovers gesehen wurde: Die bestehende Rechts-vor-Links-Regelung auf der Robert-Koch-Straße (vom Zebrastreifen am Krankenhaus bis zum Imbiss „Geheimtipp”) sei optimal, weil sie den Verkehr sichtbar beruhige.

Das sah CDU-Sprecher Christoph Poschen etwas anders: „Rechts vor Links ist hier eine heikle Sache, vor allem wenn der Verkehr auf dieser Straße nach Fertigstellung des Kraremann-Karrees noch zunehmen wird.” Franz-Josef Hammelstein teilte die Meinung des Landesbetriebs: „Rechts vor Links zwingt die Autofahrer hier zu besonderer Vorsicht”, so der SPD-Sprecher im Strukturausschuss.

80.000 Euro Gesamtkosten

Einigkeit herrschte dagegen in Sachen Kreisverkehr. „Das ist die richtige Regelung für einen sehr kritischen Punkt”, berichtete Christoph Poschen vor allem von den Problemen, an Samstagen vormittags diese Kreuzung zu queren. „Hoffentlich bleiben die Gesamtkosten im veranschlagten Rahmen von 80.000 Euro”, meinte Franz-Josef Hammelstein angesichts der doch recht aufwändigen Baumaßnahme. Immerhin muss hier das Gelände angeglichen werden, da die Kreuzung im Gefälle liegt, der Kreisverkehr aber eben sein wird.

Auch die SPD befürwortet den Kreisverkehrsplatz aber ansonsten uneingeschränkt. Das tat auch Claus Brust (UWG), hob aber mahnend den Zeigefinger: „Man sollte beim Bau vor allem auch an größere Fahrzeuge denken. Nicht dass wir am Ende noch so einen Kreisverkehr bekommen wie die beiden vorhandenen in Simmerath, wo jeder Lkw seine Probleme hat.”

„Enttäuscht von der Vorlage” zeigte sich Hermann-Josef Bongard (FDP), da sei „nichts Großes herausgekommen”, vermisste er eine Detailplanung und Antworten auf Fragen, die er vor Monaten zum Thema „Verkehr im Gewerbegebiet” gestellt habe. „Wir sind hier im Strukturausschuss; mit den Einzelheiten zum Kreisverkehrsplatz wird sich der Bauausschuss zu gegebener Zeit beschäftigen”, wies Bürgermeister Breuer die Kritik zurück.

Man werde nun zunächst die Fertigstellung des Kraremann-Karrees abwarten und die dann neue Verkehrssituation erneut mit der Verkehrskommission erörtern, zog Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns das Fazit.

Die Kosten für Planung und Bau eines Kreisverkehrs mit acht Meter Radius sollen im Haushalt 2010 eingestellt werden, zuvor wird sich aber der Bau- und Denkmalausschuss noch mit den baulichen Details des dritten Simmerather Kreisverkehrs befassen.
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