Zukunft der Grundschulstandorte: Verschiedene Modelle diskutieren

Von: P. St.
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Monschau. Zahlen lügen nicht: Nicht an allen drei Grundschulstandorten (einschließlich Teilstandorten) im Stadtgebiet Monschau wird es zukünftig möglich sein, dauerhaft Eingangsklassen zu bilden, auch wenn die jüngste Änderung des Schulgesetzes den Kommunen erweiterte Möglichkeiten einräumt, an einem Standort festzuhalten.

Bei der zukünftigen Entwicklung der Monschauer Grundschulen stehen die Zeichen auf Veränderung. Dies wurde auch in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses deutlich, in deren Mittelpunkt ein Antrag von CDU und Grünen stand, „in Fortwicklung der bislang beschlossenen Arbeitsgruppe eine Schulentwicklungswerkstatt“ einzurichten.

Das Bildungsbüro der Städteregion Aachen hat sich bereit erklärt, die Veranstaltung zu moderieren. In der Schulentwicklungswerkstatt sollen die Vor- und Nachteile der verschiedene Modelle dargestellt und diskutiert werden. Mögliche Modelle könnten bei einer Übergangsfrist bis zum Jahr 2018 die Beibehaltung des bisherigen Modells mit drei Grundschul-Hauptstandorten nebst Teil-Standorten sein, drei Hauptstandorte allein oder nur zwei Hauptstandorte. Auch ein einziger Gesamt-Standort wird Gegenstand der Diskussion sein.

Kleinere Schulen möglich

Die Änderung des Schulgesetzes zielt auf eine wohnortnahe Schulversorgung. Die Landesregierung hat demnach als künftige Mindestgröße für eine eigenständige Grundschule die Zahl von 92 Schülern festgelegt. Die Novellierung gibt den Kommunen neue Instrumente an die Hand, ihr Schulangebot zu gestalten und bei zurückgehenden Schülerzahlen dennoch ein möglichst ortsnahes, qualitativ hochwertiges und finanzierbares Schulangebot zu sichern.

Zum Schuljahr 2014 sind in der Stadt Monschau 87 Schulneulinge zu erwarten. In den beiden Folgejahren sinkt die Zahl auf 78 bzw. auf 65, ehe dann im Jahr 2017 (88 Schulneulinge) wieder eine Steigerung eintritt, die aber 2018 mit nur 74 Schulneulingen schon wieder gebremst wird.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung hatte der Schulausschuss bereits im Herbst 2012 die Verwaltung beauftragt, zeitnah Perspektiven für die städtischen Grundschulstandorte zu entwickeln.

An der Schulentwicklungswerkstatt sollen Schulen, Eltern, Verwaltung und Politik sowie interessierte Bürger aus dem Stadtgebiet Monschau teilnehmen.

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