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„Zuhause im Glück“: Jetzt können alle das neue Zuhause sehen

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Unter reger Beteiligung der Kesternicher Bevölkerung fand im März der Einzug der Familie Freihöfer in ihr neues Zuhause statt. Die vom Fernsehsender RTL2 produzierte Doku-Soap „Zuhause im Glück - Unser Einzug in ein neues Leben“ wird am Dienstag, 2. Dezember, zu sehen sein. Foto: P. Stollenwerk

Kesternich. Dorfgespräch in Kesternich war in diesem Frühjahr der Auftritt des Fernsehsenders RTL 2. Das Team produzierte hier mit hohem Aufwand eine weitere Folge der Doku-Soap „Zuhause im Glück“. Das Hausbau-Ensemble von „Zuhause im Glück – Unser Einzug in ein neues Leben“ machte Station bei der Familie Freihöfer in Kesternich, um bei der dringend notwendigen Renovierung des Hauses an der Bundesstraße Hand anzulegen.

Das Ergebnis können die Fernsehzuschauer nun am Dienstag, 2. Dezember, sehen. In der Folge 161 (20.15 bis 22.15 Uhr) sind Eva Brenner, John Kosmalla und ihr Handwerker-Team am Start.

An Arbeit mangelte es nicht: Im Flur des Hauses waren Löcher im Boden, und überall hingen Kabel von der Decke. Hinzu kam eine defekte Gasheizung. Das große Haus wurde bis dahin mit einem einzigen Holzofen im Erdgeschoss beheizt.

Bereits seit 2005 wird die Sendung ausgestrahlt und gehört damit zu den erfolgreichsten Formaten des Senders. Gemeinsam mit dem Fernsehteam soll jeder Hausumbau zum emotionalen Erlebnis werden – mit garantiertem Happy-End.

„Die Sendung ‚Zuhause im Glück‘ erfüllt Menschen, die an ihr Glück schon nicht mehr geglaubt haben, einen Herzenswunsch“, sagen die Macher von RTL2 und waren diesmal bei der Familie Freihöfer fündig geworden, die sich einer verzweifelten Situation befand.

Auf Schritt und Tritt begleitete das RTL-2-Team die Familie, um den Umzug ins neue Zuhause an der Bundesstraße zu dokumentieren. Mutter Astrid lebt hier mit ihren vier Töchtern Viktoria (15), Franziska (17), Rebecca (19) und Angelina (20). Der Vater (54) ist vor Jahresfrist plötzlich gestorben.

Die Situation war deprimierend und aussichtslos. Da entwickelten Viktoria und Angelina spontan die Idee, sich an „Zuhause im Glück“ zu wenden, und nachdem das RTL-2-Team sich zuvor ein Bild vor Ort gemacht hatte, fiel die Entscheidung, dass die 25-köpfige RTL-Handwerkerkolonne nach Karneval 2014 das Projekt in Kesternich in Angriff nehmen soll. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten unterlagen allerdings höchster Geheimhaltung, auch für die Familie selbst, die später dann „live“ mit Kamerabegleitung in ihr neues Zuhause einzog. Die Familie wurde zuvor komplett ausquartiert und abgeschottet und lebte für eine Woche im Hotel Eifelgold in Erkensruhr.

Ohne die Unterstützung aus dem Dorf allerdings wäre das Projekt kaum umsetzbar gewesen. Neben vielen Freunden war es vor allem die Karnevalsgesellschaft Kester Lehmschwalbe, die rund ein Dutzend Leute aus ihren Reihen als Helfer abstellte, denn schließlich musste das gesamte Haus leergeräumt und das Mobiliar an verschiedenen Plätzen im Dorf zwischengelagert werden. Auch die Gemeinde Simmerath und die Pfarrgemeinde leisteten alle erdenkliche Hilfe.

Dass man sogar im Kesternicher Rosenmontagzug der Aktion einen eigenen Wagen gewidmet hatte, unterstreicht die große Solidarität im Ort.

Anfangs noch ein wenig reserviert, später aber begeistert von der mit vielen Turbulenzen verbundenen Aktion, zeigte sich Astrid Freihöfer. Vor allem ist sie froh, dass im Zuge der Renovierung die Wohnung auch behindertengerecht ausgestattet wurde, denn Viktoria ist erblindet, und Angelina leidet am Down-Syndrom.

Auch dem RTL2-Team ist der Einsatz in Kesternich noch lange in guter Erinnerung geblieben, da man „unglaublich herzlich“ im Ort aufgenommen worden sei: „Das haben wir noch nie erlebt“, hieß es aus den Reihen des Teams.

Bildwirksam in Szene gesetzt wurde dann Mitte März der Einzug in das neue Zuhause, dem jeweiligen Höhepunkt der Sendereihe. Rund 200 Schaulustige hatten sich eingefunden, um das Spektakel hautnah zu erleben. Applaus brandete auf, als eine weiße Stretch-Limousine dann vorfuhr und die Familie Freihöfer das Bad in der Menge genoss. Die Familie umarmte Freunde und die vielen Freiwilligen aus dem Dorf, für die Handwerker gab es Geschenke. Dann erfolgte die feierlich inszenierte Schlüsselübergabe für das neue Zuhause, in das die Familie schließlich einzog.

Behindertengerecht umgebaut

Einblicke in die renovierte und behindertengerecht ausgestattete Wohnung waren den Umstehenden an diesem Tag allerdings verwehrt. Den emotionalen Moment, als Mutter und Töchter die neuen Räume betraten, behielt sich der Sender exklusiv vor. Am nächsten Dienstag können aber alle Zuschauer diese Szene miterleben. Bis dahin, so war es mit dem Sender vereinbart, durfte kein Bildmaterial über das neue Innenleben des Hauses verbreitet werden.

600 Stunden Filmmaterial aus der Eifel sind auf zwei Stunden zusammengefasst worden.

Astrid Freihöfer steht auch heute noch unter dem Eindruck der großen Renovierungsaktion. „Es war so großartig und beeindruckend, dass uns das ganze Dorf geholfen hat.“

Sie hofft nun, dass ich auch alle Beteiligten die Sendung am Dienstag anschauen, denn man habe echte Hilfe erfahren. „Das war wirklich keine Showveranstaltung.“

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