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Zieht das Dorfarchiv in die Grenzlandhallen?

Von: Helga Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Im Jugendheim der Grenzlandjugend in der Offermannstraße (rechtes Gebäude) möchte auch der Roetgener Heimat- und Geschichtsverein Platz für sein Archiv finden. Foto: H. Giesen
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Von den Verpflichtungen zur Pflege und Unterhaltung des „Haus Loven“ an der Offermannstraße möchte sich die Grenzlandjugend zurückziehen und nur noch als Nutzer auftreten.

Roetgen. Schon seit längerem ist der Roetgener Heimat- und Geschichtsverein (HeuGeVe) auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten zur Unterbringung eines Dorfarchivs. Langfristig ist dabei an den Erwerb eines alten Hauses gedacht, bis dahin wird eine kurz- bis mittelfristige Lösung für den Aufbau gesucht. Diese zeichnet sich jetzt ab durch das Angebot der Grenzlandjugend, ihr Jugendheim in der Offermannstraße mit zu nutzen. Auf einer Mitgliederversammlung sollten die HeuGeVe-Mitglieder jetzt die Weichen dafür stellen.

Er hoffe, dass es nun zu einem vernünftigen Ergebnis in dieser langwierigen Angelegenheit komme, erklärte Vorsitzender Dieter Fischer bei der Begrüßung im Eifel-Grill-Haus. Sein Stellvertreter Franz Schroeder zeigte sich etwas enttäuscht, dass trotz der Tragweite der zu fassenden Beschlüsse kaum mehr Teilnehmer gekommen waren als zu den regelmäßigen monatlichen Treffen. Diese diskutierten jedoch den vom Vorstand vorgelegten Sachverhalt sehr engagiert.

Geschäftsführer Rolf Wilden ließ noch einmal kurz die bisherige Entwicklung Revue passieren. Schon seit 2011 ist der HeuGeVe auf der Suche nach Räumen, 2013 hat er sich auch an die Gemeinde gewandt mit der Bitte, das Projekt „Dorfarchiv“ zu unterstützen. Das Angebot der Verwaltung, einen Kellerraum in der alten Schule an der Kapelle zur Verfügung zu stellen, scheiterte an den zu hohen Investitionen für die notwendige Renovierung. Auch alle weiteren Bemühungen verliefen im Sande.

Vor diesem Hintergrund fand der Vorschlag, den der Vorsitzende der Grenzlandjugend, Oliver Schlamp vom Hofe, im Dezember dem HeuGeVe machte, großes Interesse. Eigentümerin der sogenannten „Grenzlandhallen“, einer aus zwei Gebäuden einer ehemaligen Weberei bestehenden Immobilie in der Offermannstraße, ist die Städteregion, die sie zur Durchführung von Jugendarbeit der Grenzlandjugend überlassen hat. In Roetgen ist das Jugendheim besser als „Haus Loven“ bekannt, benannt nach dem Gründer der Grenzlandjugend, Rektor Karl Loven.

Mit der Überlassung sind einige Verpflichtungen zur Pflege und Unterhaltung von Haus und Grundstück verbunden, aus denen sich die Grenzlandjugend gern zurückziehen möchte. Sie ist daher an einer Übernahme durch einen anderen Verein interessiert und möchte nur noch als Nutzer auftreten.

Bei einer Besichtigung des Hauses überzeugte sich der HeuGeVe-Vorstand davon, dass für seine Zwecke gut geeignete Räumlichkeiten mit einem ausreichenden Platzangebot vorhanden sind. Als weiterer Mitnutzer habe sich auch der Eifelverein interessiert gezeigt, erklärte Rolf Wilden.

„Vertrag noch weit entfernt“

„Wir sind noch weit von einem Vertragsabschluss entfernt“, betonte Franz Schroeder, unter anderem stehe auch ein Gespräch mit der Städteregion noch aus. Da eine Übernahme aber mit erheblichen Anforderungen an den Verein nicht nur finanzieller Art, sondern auch an die Arbeitsbereitschaft der Mitglieder verbunden ist, wolle der Vorstand sein weiteres Vorgehen von deren Votum anhängig machen.

Zur Wahl standen deshalb drei Möglichkeiten. Der Vorschlag, keine weiteren Anstrengungen in Sachen Grenzlandhallen zu unternehmen, sondern Alternativen zu suchen, fand dabei gar keine Zustimmung. Die Feststellung des Vorstands nach der Besichtigung, das sei genau das Angebot, nach dem man schon lange gesucht habe, hatte die Mitglieder überzeugt. Die Übernahme nur gemeinsam mit einem weiteren Beteiligten, zum Beispiel dem Eifelverein, befürworteten etwa zwei Drittel der Anwesenden, die anderen wollten die Sache lieber allein durchziehen, auch wenn dies höhere Belastungen mit sich bringen würde. Die Grenzlandjugend bliebe in jedem Fall Mitnutzer.

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