Zeugnis der Reife für den Doppeljahrgang

Von: mon
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Glücklich über eine gute Leistung: Der Abitur-Doppeljahrgang am Monschauer St. Michael-Gymnasium wurde in festlichem Rahmen (unser Bild zeigt die Abgangsklasse G8) von der Schule verabschiedet. Foto: H. Schepp

Monschau. „Erfahrungsreich, aufregend und vielseitig war meine Zeit hier“, berichtete die 19-jährige Yasmin Schmitz aus Simmerath, „und schön“ fügt sie hinzu. Wie die 94 anderen Schülerinnen und Schüler der Abgangsklasse G9 des Monschauer St. Michael-Gymnasiums fieberte sie am vergangenen Freitagnachmittag der feierlichen Zeugnisübergabe entgegen, ebenso wie die Mitschüler der Abgangsklasse G8 am folgenden Tag.

Nun beginne ein „neuer Lebensabschnitt“ und „man weiß nicht, was einen erwartet“, so die Schülerin. Nun heißt es warten, warten auf eine Zulassung und sich überraschen lassen, wo es einen hin verschlägt. „Ich bin aufgeregt“. Insgesamt wurden am Wochenende 166 Abschluss-Schüler auf der Haag entlassen.

Geteilte Feier

Wegen des Doppeljahrgangs war die Abschlussfeier am Monschauer Gymnasium in zwei Etappen mit weitgehend identischem Ablauf organisiert worden. Sowohl am Freitag als auch im Samstag begannen die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Aukirche in Monschau.

Die Zeugnisausgabe fand am Ende der offiziellen Entlassfeiern in der Aula des Städtischen St.-Michael-Gymnasiums statt, im Beisein von Eltern, Lehrern und den Vertretern von Stadt und Rat der Kommunen Monschau, Simmerath und Roetgen.

Nach einer herzlichen Begrüßungsansprache durch den stellvertretenden Schulleiter Dr. Gotzen übernahm Bürgermeisterin Margareta Ritter das Wort und sprach auch Namen ihrer Kollegen ihre Glückwünsche aus. Dank ging dabei nicht nur an Lehrer und Schüler, sondern auch an die Eltern, die sowohl mit „Fürsorge“, als auch mit „Druck und Strenge“, die Schüler durch die Schulzeit begleitet hätten.

Nach einer musikalischen Einlage mit „Read all about it“ von Emeli Sandé , gesungen von Vivian Dohlen und am Klavier begleitet durch Sebastian Bechtel, folgte der Redebeitrag der vier Stufenleiter. Wider Erwarten erschienen diese aber nicht festlich gekleidet und mit einer Rede im Gepäck, sondern in Bademeisterkluft mit einer Parodie auf die gemeinsam bewältigte Zeit der Jahrgangsstufen G8 und G9, des so umstrittenen Doppeljahrgangs, wo alle in ein Becken geschmissen worden seien, das so manches Mal einem „Haifischbecken“ geglichen habe. „Da gab es die Linksschwimmer“ und jene die sich per GPS durch das Becken manövrierten, die Tieftaucher und die Nachtschwimmer. Aber, alle hätten letztlich die Berechtigung für das freie Schwimmen erlangt“. Jetzt gelt es, „vom Pool ins offene Meer zu schwimmen“, so die vier Bademeister.

Mit einem Rückblick auf die Schulzeit durch die Jahrgangsstufenleiter Hannah Klinkhammer, Max Pulwey, Max Köstner, und Marcel Coenen ging das Programm weiter. Mit „gemischten Gefühlen“ seien sie in die Oberstufe gegangen, hätten aber nach „anfänglichen Problemen“ und Schwierigkeiten im Prozess des Zusammenwachsens der Jahrgänge die Zeit gemeistert, nicht zuletzt durch die vielen gemeinsamen Reisen und Projektwochen, der Mottowoche und zuletzt mit den vier „super gelaufenen“ Abifeiern. Ein großes Dankeschön in Form eines Präsentes ging dann an die Stufenleiter.

Bevor Schulleiter Dr. Lothar Stresius das Wort übernahm spielte das „Musiktalent“ Sebastian Bechtel, so die Moderatorin Martha Wendt, eine Eigenkomposition am Klavier.

Mit einem Rückblick auf den Doppeljahrgang, der zu einer „lebhaften Diskussion in der Öffentlichkeit“ beigetragen habe und mit dem oft das Wort „Turbogymnasium“ in einem Atemzug genannt worden sei, den „Kampf um einen guten Numerus Clausus, bei dem es auf „jede Stelle hinter dem Komma ankommt“ und dem Thema „Rückmeldung von Noten“ fasste Dr. Stresius die gemeinsame Zeit noch einmal zusammen.

Das Fazit aber kann sich sehen lassen. Von 95 Schülerinnen und Schülern haben 31 eine Eins vor dem Komma, davon zwei Schüler sogar eine Null hinter der Eins. „Das war eine sehr leistungsstarke Jahrgangsstufe“, resümierte der Schulleiter und wünschte seinen Schülern, dass sie es „weiter so“ in ihrem Leben hielten.

In Kalterherberg gefeiert

Dann endlich erfolgte die Zeugnisvergabe durch Dr. Stresius. „Ich bin zufrieden mit meinem Zeugnis“, so Alexander Langen, der erst im August erfährt, wo es ihn hin verschlagen wird, um Maschinenbau zu studieren, nach Aachen, Köln oder anderswo.

Neben dem eigentlichen Abschlusszeugnis erhielten Fabian Theißen, Sebastian Löbl, Marcel Meyer, Simon Frantzen und Johannes eine Auszeichnung im Fach Physik zuerkannt.

Nach dem offiziellen Teil ging es dann gemeinsam in die Vereinshalle nach Kalterherberg, wo kräftig gefeiert wurde, am Freitag zu einem Sektempfang und Essen und am Samstagabend zu einer großen Feier, um das Zeugnis der Reife gebührend zu feiern und zu begießen.

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