Zehnjähriges Jubiläum: Geschenkband für den Nationalpark

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NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn und Staatssekretär Thomas Griese (li.) entpackten vor gut zehn Jahren, am 11. Januar 2004, das Geschenk von und für die Region: den Nationalpark Eifel. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Gemünd. 110 Kilometer gebrauchtes Geschenkband hatten viele Helfer gesammelt, zusammengeknüpft und Anfang Januar 2004 um die Grenzen des neuen Nationalparks Eifel gespannt. Dieses Geschenk an die Region wurde am 11. Januar 2004 ausgepackt, indem das Band in Gemünd durchschnitten und der Nationalpark Eifel im Beisein vieler Gäste und bei einer großen Feier eröffnet wurde.

Mit 38 Prozent der Fläche im Prozessschutz ist das rund 11.000 Hektar große Gebiet mit dem Ziel gestartet, 30 Jahre später mindestens drei Viertel der Fläche sich selbst zu überlassen.

Viele Ereignisse haben die bisherige Entwicklung des Nationalparks begleitet und geprägt. So hatten die Menschen aus der Region im Rahmen eines Wettbewerbs 720 Vorschläge für das Logo des Nationalparks eingereicht, aus denen mehrere Tausend Eifeler das ausgewählt haben, welches heute aus der Region nicht mehr wegzudenken ist.

In Kooperation und enger Abstimmung mit zahlreichen Partnern wurde der Wegeplan entwickelt und Anfang 2006 der langjährige Truppenübungsplatz auf der Dreiborner Hochfläche für Besucher geöffnet und in das Nationalparkmanagement integriert.

Mehr als 60 Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Restaurants haben ihre Betriebe nachhaltig und regional aufgestellt und ihre Angebote auf Nationalpark-Gäste spezialisiert. 60 Schulen arbeiten intensiv daran, den Nationalpark im Unterricht, bei Projekten und Exkursionen zum Thema zu machen. Über 190 Interessierte haben sich zu zertifizierten Natur- und Landschaftsführern ausbilden lassen und engagieren sich als Waldführer ehrenamtlich, indem sie Gruppen auf ganz individuellen Exkursionen Einblicke in den Nationalpark vermitteln.

Dank Unterstützung zahlreicher Verbände und Experten aus dem Sektor Barrierefreiheit können auch Menschen mit Behinderung eine Vielfalt an Naturerlebnis-Angeboten wahrnehmen. Das Engagement zahlreicher Beteiligter für einen Schutz der natürlichen Nacht und des sternenreichen Nachthimmels im Nationalpark und seiner Region war in diesem Jahr von Erfolg gekrönt – seit Februar 2014 ist der Nationalpark Eifel erster Sternenpark Deutschlands.

Verwaltung und Förderverein des Nationalparks möchten das zehnjährige Bestehen der ersten Nationalpark in NRW zum Anlass nehmen, der Bevölkerung „Danke“ zu sagen und die Ereignisse der vergangenen zehn Jahre Revue passieren zu lassen. Gefeiert am 30. und 31. August im Kurhaus Gemünd und seinen Außenanlagen. Für den Samstag ist von 10 bis 18 Uhr ein Fachthementag geplant, wo Forscher spannende Ergebnisse ihrer Untersuchungen der Tier- und Pflanzenwelt kurzweilig und allgemeinverständlich vorstellen. Am Abend bietet das Bonner Springmaus-Ensemble ein spezielles Improvisationstheater.

Der Sonntag, 31. August, startet von 11.30 bis13.30 Uhr mit einem großen Festakt im Kurhaus. Neben Reden von NRW-Umweltminister Johannes Remmel und Professor Hartmut Vogtmann, Präsident des Deutschen Naturschutzrings, werden in von Manni Lang moderierten Talkrunden besondere Nationalpark-Akteure ihren Blick auf die Vergangenheit und Zukunft des Nationalparks werfen. Ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein mit einem Nationalpark-Markt, geführten Wanderungen, Musik mit den „Drums & Pipes Dreiborn“ und den „Eifelperlen“, Kinderprogramm mit Bogenschießen, Kletterwand und Kinderschminken begleiten die Feierlichkeiten während des gesamten Tages. Für das leibliche Wohl sorgen ortsansässige Gastronomen sowie eine Grillstation mit Spanferkel und Wildschwein.

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