Zahl der Brandeinsätze geht weiter zurück

Von: P. St.
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Mit vollem Einsatz im Dienst d
Mit vollem Einsatz im Dienst der Feuerwehr: Christian Förster (li.), der neue Simmerather Wehrführer und Pressesprecher Sander Lutterbach. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Insgesamt 170 Einsätze gab es für die 13 Löschgruppen in der Gemeinde Simmerath im zurückliegenden Jahr 2011. Nur noch in 39 Fällen galt es, der ureigenen Tätigkeit der Wehrleute, dem Bekämpfen von Feuer, nachzukommen; 131 Mal waren die freiwilligen Helfer bei so genannten technischen Hilfeleistungen im Einsatz.

„Die Materie wird immer komplexer”, stellt folgerichtig auch Christian Förster fest. Der 36-Jährige ist seit dem 16. Dezember 2011 neuer Wehrführer der Gemeinde Simmerath und seit 1993 in der Löschgruppe Eicherscheid aktiv.

3600 Stunden Ausbildung

Dass die Zahl der Brandeinsätze deutlich zurückgegangen ist, ist für den neuen Gemeindebrandinspektor eine bereits seit Jahren haltende Tendenz und aus seiner Sicht ein klares Ergebnis des vorbeugenden Brandschutzes, aber auch der strenger werdenden Bauvorschriften. Christian Förster: „Wir gehen in die Schulen und informieren.” Dabei sei vor allem der Einbau von Rauchmeldern ein zentrales Thema.

Zusammen 1500 Einsatzstunden leisteten die Simmerather Wehrleute im Jahr 2011, wobei der Vennbrand auf belgischem Gebiet vor genau einem Jahr der zeitintensivste Einsatz war. Förster: Das war in erster Linie eine logistische Herausforderungen für die Feuerwehr.”

Damit solche und andere Herausforderungen in der Praxis sicher bewältigt werden können, stehen immer mehr Ausbildungs- und Übungsstunden für die freiwilligen Helfer auf dem Plan.

3600 Stunden kamen da an Lehrgangsstunden und Fortbildung und Grundausbildung zusammen. Förster: „Im Vergleich zum Jahr 2000 ist das eine Steigerung um 103 Prozent.” Diese Zahl dokumentiere auch, „dass die Anforderungen an die Feuerwehrleute immer umfassender werden.” So stehe inzwischen ein Härtetest unter Hitzeeinwirkung auf dem Lehrgangsplan. „Da wird den Freiwilligen schon einiges abverlangt.”

Unter diesen veränderten Umständen zeigt sich Christian Förster froh und zufrieden, dass es in der Gemeinde Simmerath „immer noch genug Freiwillige gibt, die bereits sind, sich für die Feuerwehr in den Dienst der Allgemeinheit zustellen.” Insgesamt 338 freiwillige Feuerwehrleute stehen in der Gemeinde Simmerath zur Verfügung. Von Nachwuchs-Problemen sei man bisher verschont geblieben. Positiv wirkt sich dabei auch aus, dass Feuerwehrleute heute bis 63. Lebensjahr aktiv sein können.

Das Wichtigste für die Feuerwehr aber ist, schnell am Ort des Geschehens zu seien. Hier gibt es seitens der Landesregierung klare Vorgaben, wonach innerhalb von acht Minuten mindestens neuen Leute am Einsatzort sein müssen; innerhalb von 13 Minuten sollen es laut Vorgabe 22 Mann sein.

„In 80 Prozent der Fälle”, sagt Christian Förster, könne man diese Vorgaben erfüllen. Dies aber nur möglich, weil die Kooperation der einzelnen Löschgruppen so reibungslose funktioniere. Der Wehrführer: „Bei der Feuerwehr gibt es kein Kirchturmsdenken.” Diese gelte übrigens für alle Südkreiskommunen und dokumentiere sich auch in gemeinsamen Übungen.

Ein wesentlicher Aspekt für zuverlässige und effektive Arbeit ist für die Feuerwehr eine adäquate Ausstattung mit Fahrzeugen. „Das ist kein Wunschkonzert”, ist es für Christian Förster selbstverständlich, Einvernehmen zwischen Wünschen und Wirklichkeiten herzustellen: „Auch wir haben die kommunalen Haushalte im Blick”, sagt der Wehrführer und betont, dass man keinen Luxus verlange, „wohl aber eine für unsere Aufgaben angemessene Ausstattung.”

Über 23 Fahrzeuge verfügt die Simmerather Feuerwehr, und die neueste technische Errungenschaft befindet sich gerade in der Umsetzung: Alle Wehrleute werden mit digitalen Funkempfängern ausgestattet, was eine noch konstantere Erreichbarkeit der Wehrleute garantiert, auch wenn der klassische Sirenenalarm dadurch nicht außer Betrieb genommen wird.

Dass Simmerath nun als erste Kommune in der Städteregion mit der neuen Technik ausgestattet wird, ist sicherlich auch ein Verdienst des hohen Engagements des neuen Wehrführers und seiner Leute.
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