Wohnpark Greppstraße sorgt für hitzige Diskussionen

Von: heg
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Roetgen. Viel Brisanz steckte sowohl für betroffene Anlieger als auch für den Roetgener Gemeinderat in der Diskussion um zwei Bebauungspläne. Während es für das Edeka-Projekt an der Rosentalstraße schon um die erneute Offenlage ging, sollte beim Wohnpark Greppstraße erst der Weg für weitere Planungen durch einen Aufstellungsbeschluss freigemacht werden.

Auf knapp 12.000 Quadratmetern zwischen Greppstraße, Bundesstraße und Faulenbruchstraße soll die Roetgener Bauland GmbH Flächen für den Bau von Einfamilienhäusern erschließen. Die Ausweisung neuer Baugebiete in Roetgen haben sich zwar alle Fraktionen auf die Fahnen geschrieben. Entgegen dem Landestrend wird hier mit weiteren Zuzügen nicht zuletzt aufgrund der Entwicklung des RWTH-Campus in Aachen gerechnet.

Von der Schnelligkeit, mit der die Verwaltung den im April vom Bauausschuss erteilten Auftrag umgesetzt hat, waren jetzt jedoch alle überrascht. Kritisiert wurde sowohl das Vorpreschen der Roetgener Bauland GmbH in einer öffentlichen Sitzung ohne vorherige Information der Betroffenen als auch die in der vergangenen Woche im Bauausschuss erstmals vorgestellte Planung an sich.

Die meisten Probleme sahen nicht nur die ebenfalls völlig überraschten Anwohner in der großen Verdichtung. Als sehr enge Straße mit einer ohnehin schwierigen Einmündung in die B 258 sei die Greppstraße in diesem Bereich nicht geeignet, den Verkehr aus weiteren 30 bis 40 Häusern aufzunehmen. „So nicht”, hatten CDU und Grüne den Bürgern schon in der Fragestunde versichert. Die Planung widerspreche der an dieser Stelle vom Flächennutzungsplan festgelegten „aufgelockerten Bebauung”, stellten die Fraktionen einmütig fest, zogen daraus jedoch unterschiedliche Konsequenzen. Während sich SPD, FDP und UWG dafür aussprachen, mit dem Aufstellungsbeschluss einen Prüfauftrag für eine „roetgentaugliche” Planung zu erteilen, sahen CDU und Grüne zudem den Standort an sich als ungeeignet an. Er entspreche nicht der angestrebten städtebaulichen Entwicklung des Ortes „von innen nach außen”. Sie sehen noch genügend Potenzial im Zentrum, zum Beispiel durch eine Erweiterung des Wohnparks Lammerskreuz.

Gegen die Stimmen von CDU und Grünen wurde der Aufstellungsbeschluss verabschiedet.
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