Roetgen - Witzige Rezepturen: Hubert vom Venn startet sein Soloprogramm

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Witzige Rezepturen: Hubert vom Venn startet sein Soloprogramm

Von: ale
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Kuriose Geschichten über sein
Kuriose Geschichten über seine Landsleute, gemixt mit traditionellen Rezepturen, bot Hubert von Venn seinen Gästen in Venns Theater. Foto: Anneliese Lauscher

Roetgen. Im kleinen feinen „Venns Theater” in Roetgen hatte sich am Mittwoch ein überschaubarer Kreis von Theaterfreunden eingefunden, die den Auftakt von Hubert vom Venns Solotournee nicht verpassen wollten; der Kabarettist bescherte ihnen einen amüsanten Abend mit „Eifel, Herd und O Venn”.

Eigentlich sollte es eine „Lesung” sein, ließ Hubert seine Gäste wissen, aber das liege ihm nicht, einfach nur da zu sitzen und aus einem Buch vorzulesen. So stand er immer wieder auf, um mit trefflicher Gestik und Mimik seine Geschichten zu untermalen, die von der Eifel und ihren merkwürdigen Bewohnern handeln. Wie sie einander begrüßen, sich gegenseitig trösten, wenn einer „et ärm Diehr” hat, oder auch sich beschimpfen.

Mit guter Beobachtungsgabe und witziger Ausdrucksweise schildert Hubert vom Venn die Eigenheiten seiner Mitmenschen. Rezepte für Eifeler Spezialitäten gibt er gern weiter, er kann einen vorzüglichen Trevvel zubereiten oder auch eine raffinierte Rotkohlsuppe - sagt er jedenfalls. Und schon drängt sich wieder eine Geschichte über Essgewohnheiten und kleine Malheure in seinen Vortrag; er erzählt verschmitzt und spannend, und die „Neu-Eifeler” in Roetgen haben offensichtlich ihre Freude beim Zuhören.

Aus seinem neuen „Heimatbuch”, das kuriose Geschichten liebevoll ausmalend erzählt, hatte er „Belgische Schweine - deutsche Schweine” ausgewählt, eine wundervolle Grenzgeschichte, die beweist, dass die Eifeler mit Schlitzohrigkeit und Bauernschläue meistens das Allerbeste aus einer unvorhergesehenen Situation zu machen verstehen.

Dann hielt es ihn wieder nicht auf seinem Stuhl, er parodierte aus dem Vereinsgeschehen eine Jahreshauptversammlung mit lauter wichtigen Tagesordnungspunkten. Kopfschüttelnd und lachend guckten die Gäste ihm zu; und auch bei einem Eifeler Totenkaffee kann es recht lustig zugehen!

Wie ihm die Premiere als Messdiener missglückte, das verursachte Lachsalven, und lang anhaltender, rhythmischer Applaus lockte eine Zugabe hervor. „Wir sind aus Eschweiler gekommen, weil wir „die Zwei aus der Eifel” seit Jahren kennen”, berichtete eine Zuschauerin, „nun waren wir neugierig, wie er alleine auftritt. Wir sind begeistert und wünschen ihm Glück.”

Am kommenden Montag, 7. Mai, tritt Hubert vom Venn im „KOMM” in Düren auf.
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