Wissenschaftler staunend auf dem Flur

Von: P. St.
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Den mannshohen Globus aus Bochum wieder sicher an die Schule gebracht: Die Seismik-AG des Monschauer St. Michael-Gymnasiums. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Der Wirkungskreis der 1996 am Monschauer St. Michael-Gymnasium gegründeten Seismik-AG geht inzwischen weit über die Haag hinaus. Kürzlich war eine Abordnung zu Gast bei der 70. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft, die sich an der Ruhr-Universität in Bochum einfand.

Globus im Mittelpunkt

Im Blickpunkt des 20-minütigen Vortrages stand natürlich der überdimensionale, aus Styropor und Folie in Eigenleistung gefertigte Globus. Das fast 40 Kilogramm schwere Demonstrationsobjekt ging selbstverständlich mit ins Ruhrgebiet und nach der Rückkehr wurde es auch wieder fachgerecht im eigens dafür angeschafften Glas-Pavillon vor dem Schulgebäude verstaut, was ein gewisses logistisches Vorgehen verlangt. Aus Gründen des Brandschutzes fand der Globus draußen vor der Tür vor zwei Jahren eine feste Bleibe.

Der Vortrag in Bochum sollte über die Arbeit der AG und den Bau des mitgebrachten ca. zwei Meter hohen Seismik-Globus berichten, das „Wielandt-Pendel” im Betrieb zeigen, und live - wenn möglich - eine aus Bochum in Gang gesetzte Pendel-Auslenkung in Monschau verfolgen lassen.

Die Seismik-AG wurde an der Ruhr-Universität Bochum vom geschäftsführenden Direktor des Instituts für Geologie, Mineralogie und Geophysik Professor Dr. Wolfgang Friederich als Tagungsleiter begrüßt, ehe die Gäste aus Monschau vor über 130 Wissenschaftlern das Wort ergriffen. Nina Welters, Marvin Krings, Timo Woopen und Uli Arndt berichteten - unterstützt durch die anderen nach Bochum gereisten Mitglieder der AG - über Aufgaben und Ziele der Arbeitsgemeinschaft.

Der mannshohe Seismik-Globus, der Lehr- Seismograph, das in Monschau entwickelte Wielandt-Pendel und anderes Demonstrationsmaterial waren in einem Universitäts-LKW nach Bochum transportiert worden. Besonderen Beifall erhielten die beiden Youngsters der AG Johanna Knauf und Lisa Krott (Klasse 5b).

Der Live-Kontakt vom Vortragssaal in Bochum aus in den Seismographenkeller des Monschauer Gymnasiums zeigte dort aktuell registrierte Signale. Da der Globus nicht durch die Tür des Seminarraums passte, in dem die anderen Abteilungs-Vorträge stattfanden, war ein deutlich größerer Saal der Vortragsort. Es gab so viel Zuspruch, dass einige Zuhörer nur einen Stehplatz auf dem Flur fanden.

Nach dem Transport der Materialien in der Vorwoche des Vortrags waren am Lehr-Seismograph zwei Stahldrähte gerissen und die Pendelspitze zerbrochen. Da dies mit Bordmitteln nicht zu beheben war, fuhren Timo Woopen und Uli Arndt tags drauf mit Erlaubnis von Schulleiter Dr. Stresius erneut nach Bochum: in der mechanischen Werkstatt des Lehrstuhls für Geophysik konnte der Schaden behoben werden.

Nach dem Vortrag sammelten einige Zuhörer - vornehmlich Geophysik-Studenten - spontan für die AG: eine studentische Hilfskraft überreichte 60 Euro für die AG, als die Materialien wieder ans Monschauer Gymnasium gebracht wurden. Diese kleine Spende dürfte für ein Eis für alle reichen.
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