„Wir werden die Menschen begeistern”

Von: Jutta Geese
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Baesweiler. Die SPD will mit Eva-Maria Voigt-Küppers (Würselen) und Stefan Kämmerling (Eschweiler) am 9. Mai nächsten Jahres die beiden Landtagswahlkreise im früheren Kreisgebiet zurückerobern.

Voigt-Küppers, die im Nordkreis antreten wird, setzte sich bei der Kreiswahlkonferenz in Baesweiler gegen Bruno Barth und Heinrich Plum durch, Kämmerling war der einzige Kandidat für den Wahlkreis, der Eschweiler und Stolberg sowie Monschau, Roetgen und Simmerath umfasst.

„Ich erwarte, dass sich die gesamte Partei hinter unsere Kandidaten stellt”, rief Parteichef Martin Schulz den Delegierten zu, „denn wir wollen beide Wahlkreise zurückgewinnen.” Die SPD sei allerdings in einer schwierigen Lage nach „der schweren Niederlage bei der Bundestagswahl”.

Aber das, was die schwarz-gelbe Bundesregierung derzeit abliefere, zeige, dass die SPD gebraucht werde. „Und in Düsseldorf regiert dieselbe Mehrheit wie in Berlin. Wir müssen deutlich machen, wie wir es sozialer und gerechter machen würden”, forderte Schulz. In Nordrhein-Westfalen und im Bund. Denn wenn die schwarz-gelbe Mehrheit in Düsseldorf abgelöst werde, verliere Schwarz-Gelb die Mehrheit im Bundesrat und „dann können wir sie im Bund stoppen - dafür lohnt es sich zu kämpfen.”

Und die SPD hat laut Schulz gute Argumente, um die Wähler zu gewinnen, ob in der Bildungs-, der Sozial- oder der Finanzpolitik. Die derzeitige Landesregierung ruiniere die kommunalen Haushalte, drücke den Kommunen immer mehr Aufgaben auf, ohne ihnen die nötigen Finanzmittel zu geben. Das werde eine SPD-geführte Landesregierung ändern. Die SPD stehe zudem für eine Bildungspolitik mit Beitragsfreiheit von der Kita bis zur Uni, denn Bildung sei der Schlüssel zu sozialer Gerechtigkeit. „Und wer es beim ersten Anlauf nicht schafft, braucht eine zweite Chance. Und wer es auch dann nicht schafft, eine dritte. Keine junge Frau, kein junger Mann darf in diesem Land abgeschrieben werden.”

Die SPD müsse wieder auf die Menschen zugehen, die nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben, forderte Schulz. Das habe man in den vergangenen Jahren vernachlässigt, räumte er ein. „Aber die, um die sich keiner kümmert, brauchen uns, und wir brauchen sie. Sie müssen aber das Gefühl haben, dass wir es ehrlich meinen und nicht nur ihre Stimme bekommen wollen.” Die SPD werde „die Menschen begeistern, wenn wir zur Grundtugend zurückkehren: dass wir das, was wir sagen, auch tun”. Dazu gehöre, nichts zu versprechen, was man nicht halten könne: „Wir können sagen, wir bemühen uns, dass unser Programm Wirklichkeit wird. Und wir können versprechen, dass wir dafür kämpfen werden.”
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