Winterschäden: „Motocross-Strecke“ wird wieder Radweg

Von: jpm
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Der Fahrradtourismus spielt in der Nordeifel eine immer wichtigere Rolle. Dennoch sind die offiziellen Radwege nach dem Winter nicht alle als solche nutzbar. Foto: J. Mönch (2), P. Stollenwerk
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Auf dem Rurufer-Radweg zwischen Reichenstein und Kalterherberg steht stellenweise knöcheltief das Wasser. Foto: J. Mönch (2), P. Stollenwerk
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Hier verweisen Schilder auf bereits stattfindende Bauarbeiten. Die sollen diese Woche auch tatsächlich beginnen. Foto: J. Mönch (2), P. Stollenwerk

Nordeifel. Eigentlich legt der Mensch sich Hobbys zu, um einen Ausgleich zu Arbeit und Alltagsstress zu finden. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn die Freizeitgestaltung einem regelmäßig die Petersilien erhagelt. Bei einem Leser unserer Zeitung aus Imgenbroich war es vergangene Woche so weit.

„Egal, ob ich im Allgäu Urlaub gemacht habe oder am Bodensee: Überall wird die touristische Infrastruktur besser instand gehalten als hier bei uns“, schimpfte der Imgenbroicher.

Seinen Namen möchte der Mann lieber nicht in dern Zeitung lesen, wohl aber sein Anliegen: Zum Motocross-Fahren seien viele – explizit als solche ausgewiesene – Radwege im Monschauer Land womöglich. Aber eben schlechterdings nicht zum Radfahren.

Andernorts verleiden ihm Pferdeäpfel regelmäßig den Spaß an seinen beinahe täglichen Radtouren. Und an mancher Stelle sei die Streckenführung nicht gut durchdacht und könne durch einfache Eingriffe optimiert werden.

Ein Beispiel hierfür sieht er im Bereich Konzen: Unweit des Ortsausgangs Richtung Aachen hört dort rechter Hand der Bundesstraße der Radweg plötzlich auf. „Warum wird man nicht durch die Seitenstraßen Richtung Hatzevenn auf den Vennbahn-Radweg geleitet? Ein Schild würde genügen“, glaubt der Imgenbroicher.

So wären Fahrradfahrer, insbesondere Familien, nicht gezwungen, nach dem Ende des Radwegs die Bundesstraße zu nutzen. Der vorgeschlagene Umweg beläuft sich (radelnderweise) auf höchstens fünf Minuten.

Schon aufwendigere Eingriffe sind hingegen zwischen Dreistegen und Kalterherberg notwendig. Vermutlich der Land- oder der Forstwirtschaft zuzuordnende Fahrzeuge haben dort stellenweise knöcheltief ihre Spuren hinterlassen. Auch ist offensichtlich nicht dafür gesorgt, dass Regenwasser vernünftig abfließen kann.

Auch nach mehreren Tagen Trockenheit steht das Wasser in den unschönen und wenig fahrradfahrerfreundlichen Vertiefungen und fault mit allerlei Laubsorten vor sich hin. Teile des Radwegs sind zwar mit Baustellenschildern versehen. Bauarbeiter oder Fortschritte aber sind nicht zu erkennen – bislang jedenfalls nicht.

Diese Woche noch, teilt Holger Benend von der Pressestelle der Städteregion auf Anfrage mit, sollen auf einem ersten Abschnitt die Bauarbeiten am Rurufer-Radweg starten – und zwar zwischen Dreistegen und Reichenstein.

Eine Teerschicht dürfe dort zwar nicht aufgetragen werden. Wohl aber Entwässerungsrohre gelegt sowie die Oberfläche der Wege aufgeraut und mit einer Schicht Splitt versehen werden. Benend: „Das Wasser kann durch den Split absickern.“ Dass dies nicht schon früher geschehen ist, habe mit der Erkrankung eines Baggerfahrers zu tun.

Im direkten Anschluss, voraussichtlich um Mitte Mai herum, geschehe das gleiche dann zwischen Reichenstein und Kalterherberg. Kostenpunkt für die gesamte Maßnahme: Rund eine halbe Million Euro. Eingriffe an weiteren Radwegen seien von Seiten der Städteregion zurzeit nicht geplant.

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