Nordeifel - Winterdienste gelassen: Keine Angst vor dem großen Schnee

Winterdienste gelassen: Keine Angst vor dem großen Schnee

Von: Ernst Schneiders
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Was bringt der Winter am Wochenende? Bisher gab es in der Eifel keine größeren Probleme mit der Schneeräumung auf den Straßen. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstag bereits eine Vorwarnung herausgegeben. Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee sollen ab Freitagabend in der Region aus allen Wolken fallen. Ein stürmischer Nord-Nordost-Wind soll zusätzlich für Schneeverwehungen sorgen, was zu beträchtlichen Verkehrsbehinderungen führen dürfte.

Wetterpapst Jörg Kachelmann hingegen sieht nicht das große Winterchaos aufziehen, auch wenn Tief „Daisy” ohne Zweifel das Potenzial dazu habe. Tatsache ist, dass „Daisy” vom Mittelmeer auf dem Weg nach Polen ist.

Nicht genau fest steht die Route. Der Süden und der Osten Deutschlands werden reichlich abbekommen. Und ob der West mittendrin statt nur dabei ist, hängt davon ab, wie rasch sich „Daisy” nach Osten wendet.

Wie dem auch sei, der winterharte Nordeifeler lässt die Dinge gelassen auf sich zukommen. Ein Beispiel dafür ist Bruno Schreiber vom Bauhof der Stadt Monschau: „Der Schnee kommt schon allein von oben, und was unter ankommt, damit werden wir fertig.”

Streusalz liege noch reichlich auf Halde und heute werden zudem 100 Tonnen Nachschub erwartet, „damit kommen wir gut übers Wochenende”. Bruno Schreiber: „Auch wenn es dick kommt, wir fahren hier ganz normalen Betrieb. Hier bricht nicht die Hektik aus.”

Das gilt auch für die Gemeinde Roetgen, wie Michael Schlamann vom Bauamt versichert. Das Streusalz werde allmählich knapp wie anderswo auch, werde aber wohl noch reichen, und der Räumdienst sei an ein Unternehmen abgegeben worden. Schlamann: „Die Truppe steht Gewehr bei Fuß.”

„Bangemachen gilt nicht” ist auch im Simmerather Rathaus die Devise, wo Ulrike Lange-Wiemers, Referentin des Bürgermeisters und neue Öffentlichkeitsarbeiterin der Gemeinde, die avisierten 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee als „überschaubar” bezeichnet. Zwar werde das Streusalz etwas knapp, nurmehr 15 Tonnen seien im Silo, doch werde man mit der vorhandenen Menge sparsam umgehen und nur noch die Gefällestrecken abstreuen und die Strecken, auf denen Linien- und Schulbusse fahren.

Wann genau es Nachschub gibt, wusste Lange-Wiemers nicht zu sagen: „Das Problem ist, dass der Winter nicht nur in den Mittelgebirgen eingekehrt ist, sondern bundesweit, auch in Landstrichen, in denen es sonst keinen Winter gibt.” Das habe dann zu Engpässen bei den Lieferanten geführt.

Mit den fünf Fremdfirmen und den sechs großen und mehreren kleinen eigenen Fahrzeuge fühle sich die Gemeinde gut gewappnet, um der angedrohten Schneemassen Herr zu werden. Ulrike Lange-Wiemers: „Wenn viel Schnee fällt geht es ohnehin weniger ums Streuen als vielmehr ums Räumen.”

„Keine Extratouren” plant auch Klaus Dollmann vom Landesbetrieb Straßenbau in Rollesbroich, der für die Bundes- und Land- und Kreisstraßen zuständig ist. „Mehr als unser Maximum können wir nicht fahren”, betont der Leiter der Straßenmeisterei. Es stünden maximal acht Fahrzeuge zur Verfügung und die seien von heute Abend bis Sonntagabend im Einsatz. Streusalz sei reichlich vorhanden, verweist Dollmann auf die gute Lagerhaltung. Von Engpässen spüren seine Dienststelle nichts, was daran liege, dass beizeiten hinreichende Mengen nachbestellt worden seien.

„Mit dem reinen Schneefall werden wir fertig”, versichert Dollmann. was ihm etwas Sorge bereitet ist der stürmische Wind aus Nord-Nordost, der zu erheblichen Schneeverwehungen und damit zu größeren Verkehrsbehinderungen führen könnten - wenn es den so kommt.

Die größten Probleme dürften dabei die „Flachländer” bekommen, weil für Autofahrer aus diesen Regionen Winter in dieser Intensität bisweilen ein Novum sei. Der Eifeler hingegen wisse mit solchen extremen Wettersituationen umzugehen und bleibe zumeist völlig gelassen.
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