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Winter in der Eifel: Schulausfälle und steckengebliebene Busse

Von: ag/ys
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Am Donnerstag hatte der Verkehr mit ähnlichen Probleme zu kämpfen, wie dieser Lkw auf der B258 zwischen Höfen und der Talbrücke Perlenau. Foto: Peter Stollenwerk
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Für viele Schüler in der Nordeifel hatte es am Donnerstag geheißen: schulfrei! Der Unterricht musste vielerorts ausfallen, weil die Busse nicht durchkamen. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Viele Kinder sind am Donnerstag zu spät oder gar nicht zur Schule gekommen. Die Schneefälle in der Nacht und am Morgen hatten für winterliche Straßenverhältnisse gesorgt, die für die Busfahrer an einigen Stellen zum Problem wurden. In den Serpentinen auf der Bundesstraße 258 in Fahrtrichtung Monschau und auf dem Monschauer Burgring kam es im Schülerverkehr zu größeren Behinderungen.

Einige Busse konnten ihre Fahrt zunächst nicht fortsetzen. Viele Schüler machten sich zunächst zu Fuß auf den Weg zur Schule oder zurück nach Hause. Auch sorgte der plötzliche Schneefall am Morgen kurzzeitig für zahlreiche Behinderungen im Berufsverkehr. Lastwagen hingen an Steigungsstrecken fest, und mancher Autofahrer erlebte eine Rutschpartie.

An der Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau waren kurz nach 10 Uhr nur zwei Klassen komplett. Nach Auskunft des Schulleiters Peter Groten waren von sechs Klassen (die neunten Klassen befinden sich im Praktikum) nur zwei Klassen komplett. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Schüler aus den Orten Höfen, Mützenich und Kalterherberg, die nicht den Weg über die Serpentinen nehmen mussten. Die anderen Klassen seien sehr schwach besetzt gewesen, sagte Groten. Teilweise seien weniger als zehn Schüler in den betroffenen Klassen anwesend gewesen. „Die Klassen wurden nun zusammengelegt, so dass ein sinnvoller Unterricht möglich ist“.

„Maximal die Hälfte der Schülerinnen ist da“, sagte die Sekretärin der Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau, Silvia Braun. Es werde versucht, so gut wie möglich zu unterrichten, teilweise seien aber nur sehr wenige Schülerinnen in den Klassen gewesen – in einer Klasse zum Beispiel weniger als zehn Schülerinnen. Aber auch gegen 12 Uhr seien langsam noch Schülerinnen eingetrudelt. Bis auf die Silentium-Schülerinnen seien alle Schülerinnen um 12.30 Uhr nach Hause geschickt, die Silentium-Schülerinnen schließlich dann auch früher als geplant bereits um 14.45 Uhr.

Aus dem Sekretariat des St.-Michael-Gymnasiums in Monschau hieß es, der größte Teil der Schüler sei da und der Unterricht finde statt. Es fehlten aber mehr Schüler als sonst, einige seien auch verspätet gewesen oder mit den Bussen steckengeblieben. Außerdem seien bei der Schule Anrufe von Eltern eingegangen, dass ihre Kinder wieder auf dem Nachhauseweg seien.

Am Morgen waren zwischen Monschau und Imgenbroich einige Schüler zu Fuß unterwegs.

Die Busfahrer hätten aufgrund der Wetterverhältnisse ihre Fahrt in Imgenbroich am Himo oder in den Serpentinen unterbrochen. „Das entscheidet jeder Busfahrer selbst“, sagte Karlheinz Huppertz, Teilnetzmanager bei der Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein GmbH (RVE). Die Kinder hätten in den Bussen bleiben sollen, bis die Fahrbahn frei war und die Fahrt fortgesetzt werden konnte.

Die Schüler seien aber zum Teil ausgestiegen und hätten ihre Eltern verständigen wollen. Nachdem sich die Lage nach etwa einer Stunde beruhigt habe und Streufahrzeuge vorbeigekommen seien, hätten die Busse ihre Fahrt zu den Schulen fortgesetzt. Da sei aber schon ein Großteil ausgestiegen. „Wären alle in den Bussen geblieben, dann wären auch alle an den Schulen angekommen, wenn auch stark verspätet“, sagt Huppertz.

Auch in der Gemeinde Simmerath gab es Probleme mit der Schülerbeförderung. Es seien lange nicht alle Kinder zur Schule gekommen, hieß es von Seiten der Gemeinde Simmerath. Zwischen Paustenbach und Simmerath war ein Bus steckengeblieben. Deshalb mussten die Kinder aus Rollesbroich und Paustenbach von ihren Eltern zur Schule gebracht werden. Hirschrott wurde von den Schulbussen gar nicht erst angefahren.

In der Simmerather Grundschule jedoch seien trotz des Verkehrschaos alle Schüler in der Schule erschienen und der Unterricht sei normal abgelaufen. In der Grundschule Steckenborn sah das anders aus. Der Schulbus aus Rurberg sei nicht gekommen und viele Schüler aus Rurberg und Woffelsbach seien daher wieder nach Hause gegangen. Auch in der Grundschule Kesternich fehlte einige Kinder, weil der Bus aus Hirschrott ausblieb.

Die Schüler aus Simmerath und Monschau an der Sekundarschule in Simmerath seien zwar alle mit Verspätung im Unterricht erschienen, gefehlt habe aufgrund der Wetterverhältnisse aber kein Schüler. In der Förderschule in Eicherscheid kam die Hälfte der Schülerschaft aus Monschau, Roetgen, Simmerath und Hürtgenwald aufgrund verspäteter Busse nicht zum Unterricht. So fand der Unterricht teilweise nur mit drei Schülern pro Klasse statt. Im Franziskus-Gymnasium in Vossenack fehlten ebenfalls aufgrund der verspäteten Busse aus Simmerath viele Schüler, aber der Unterricht konnte weitgehend ohne Beeinträchtigungen stattfinden.

Mit Verkehrsbehinderungen hatten aber nicht nur die Busfahrer zu kämpfen. Auf der Hahner Straße hatten sich Autos festgefahren. Auf der Bundesstraße 399 bei Raffelsbrand am sogenannten Bermuda-Dreieick steckte ein Lastwagen fest. Auf der B399 an der Abzweigung ins Kalltal war ein Tranporter in den Graben gerutscht. Zwischen Höfen und der Talbrücke Perlenau war auch ein Lkw in den Graben gerutscht. Nach Auskunft der Polizei kam es an einer Tankstelle zu einem Auffahrunfall. Auf der Landesstraße 246 zwischen Strauch und Witzerath landete ein Auto im Zaun.

Auch in der Straße In den Bremen in Simmerath kam es zu einem Verkehrsunfall. In Lammersdorf soll ein Auto ein Verkehrszeichen umgefahren haben. In Kesternich auf der B266 kam es zu mindestens zwei Unfällen. Der zweite Unfall ereignete sich, weil sich nach dem ersten Unfall ein Rückstau gebildet hatte und ein Autofahrer auf diesen aufgefahren war.

Pendler auf dem Weg nach Aachen sollen diesmal aber keine größeren Schwierigkeiten gehabt haben.

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