Simmerath - Windkraftzone im Lammersdorfer Wald

Windkraftzone im Lammersdorfer Wald

Von: ho
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Weiteres Potential für Windkraftanlagen befindet sich im Lammersdorfer Wald. Foto: Hoffmann

Simmerath. Ob nun alle Mitglieder des Planungsausschusses das fast zweieinhalb Zentimeter dicke Papierbündel mit Beschlussvorlagen vor der letzten Sitzung des Gremiums intensiv durchgelesen haben, sei dahin gestellt. Allein die vorgestellte Potenzialstudie zur Zulassung weiterer Flächen für die Windkraftnutzung umfasste 75 Seiten und war somit durchaus als Nachtlektüre geeignet.

In der überarbeiteten Windkraftpotentialstudie wurden zunächst akribisch alle Flächen in der Gemeinde Simmerath ermittelt, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben als Windkraftkonzentrationszonen nicht geeignet sind. Zu diesen sogenannten Tabu-Flächen gehören beispielsweise Siedlungs- und Schutzgebiete und die hierzu erforderlichen Abstandsflächen. Zum Schluss verblieben acht mögliche Standorte (Potentialflächen), von denen nach erfolgter Restriktionsanalyse letztlich eine uneingeschränkt für die Windkraftnutzung zur Verfügung stehen soll.

Hierbei handelt es sich um ein 195 Hektar großes Areal südöstlich der B 399 im Lammersdorfer Wald, an das ein bereits bestehender Windpark (Domäne) mit neun Windrädern grenzt. Das etwas größere ins Auge gefasste Areal (206 Hektar) auf der anderen Straßenseite der B 399 ist zwar auch für die Windenergie geeignet, liegt aber in der Trinkwasserzone der Dreilägerbachtalsperre. Da diese Fläche auch als Standort für den gegebenenfalls im Zusammenhang mit dem Oberbecken des Pumpspeicherwerkes (PSW) zu verlagernden Windpark Strauch-Michelshof vorgehalten werden soll, wurde von Seiten der Verwaltung vorgeschlagen, zunächst nur die Bereiche außerhalb der Wasserschutzgebietszone II als Windkraftkonzentrationszone auszuweisen. Das sind gerade einmal 17 Hektar.

Aus der Studie geht hervor, dass aufgrund der vorhandenen Tabuflächen keine geeigneten Areale zur Ausweisung weiterer Windkraftpotentialflächen bestehen.

Weiterhin befasste sich der Planungsausschuss mit Änderung des Bebauungsplanes im Bereich der sogenannten kleinen Hauptstraße, wo nach derzeitiger Rechtslage einschränkende Festsetzungen zur Dachgestaltung der zweigeschossigen Bebauung vorgegeben sind. Im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Sparkassengebäudes soll diese Beschränkung aufgehoben werden, so dass künftig entlang der Straße auch Flachdächer zulässig sind. Das wird das Ortsbild im Zentralbereich mit seinen zweigeschossigen Gebäuden mit Satteldächern ohne Zweifel verändern, soll aber den Charakter des Zentralortes stärker zu Geltung bringen.

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