Lammersdorf - Windeln werden von der Fachkraft gewechselt

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Windeln werden von der Fachkraft gewechselt

Von: np
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Die jungen Damen haben im „Babysitter-Kurs” auch gelernt, wie man Babys richtig wickelt und ihnen die Flasche gibt. Zu den Kurs-Themen gehörten auch Spielpädagogik und Erste Hilfe am Kind. Zweite von rechts: Maria Lennartz, Leiterin des Familienzentrums St. Johannes in Lammersdorf. Foto: N. Palm

Lammersdorf. Das Baby weint und schreit herzerweichend. Das kann wohl, wie jede Mutter weiß, mehrere Gründe haben: Im Kind sitzt ein Bäuerchen oder ein Pups quer. Noch schlimmer: Das Baby hat Hunger oder die Windel ist voll.

Oder hat es gar Fieber und ist krank? All dies kann passieren, wenn die Mutter außer Haus ist (etwa im Theater oder zum Tanz) und ein Babysitter passt auf das Kind auf. Babysitter mit sind gefragt Qualifikation.

Die jungen Damen, 13 bis 20 Jahren alt, wissen Bescheid. Sie haben gelernt, dem Kind eine saubere „Hose zu machen”, ihm ein Fläschchen zu geben und dabei auf die richtige Trink-Temperatur zu achten. Gelernt haben sie das und mehr im Katholischen Familienzentrum St. Johannes in Lammersdorf.

Das Familienzentrum ist weit mehr als „nur” ein Kindergarten mit Übermittagsbetreuung, es ist gleichsam auch ein Bildungszentrum, das sein Angebot speziell auf Eltern und Kinder ausrichtet. Zum reichhaltigen Angebot gehören Kurse, Gesprächsrunden, Elterntreffs, Feste (wie das „Suppenfest” am 1. Oktober), Ferienmaßnahmen für Schulkinder und Eltern-Training. Leiterin Maria Lennartz: „Familien zu unterstützen, bleibt ein zentraler Auftrag, und es erscheint richtig und sinnvoll, junge Menschen mit solchen Angeboten zu erreichen und in sie und damit auch gleichzeitig in die Zukunft von Familien zu investieren.”

Qualifizierte Betreuung

Wenn Eltern, die abends ausgehen wollen, einen qualifizierten Babysittersuchen, das Familienzentrum St. Johannes weiß Rat und bietet Hilfe (und Adressen). Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz hatte das Familienzentrum einen Babysitterkurs angeboten. 13 Teilnehmerinnen haben an drei Tagen jeweils acht Stunden lang gelernt und praktisch geübt, was notwendig ist, um ein guter und sicherer Babysitter zu sein.

Maria Lennartz fasst das Ergebnis zusammen: Die Mädchen und Frauen haben sich viel Wissen angeeignet und Sinn für Verantwortung im Umgang mit Babys, Kleinkindern und Kindern entwickelt. „Es hat uns viel Spaß gemacht”, sagt eine der jungen Damen: „Wir fühlen uns jetzt nach dem Kurs viel sicherer im Umgang mit den Babys.”

Themen des Kurses waren die Entwicklung des Kindes, Säuglingspflege und Ernährung, Spielpädagogik, Krankheit und Unfallprävention, Erste Hilfe am Kind und die Rechte und Pflichten eines Babysitters. Wichtig für die Mädchen und jungen Frauen ist auch dies: Die Eltern können sich sicherer fühlen, wenn sie ihr Kind einer Babysitterin mit Zertifikat anvertrauen. „Und wenn das Kind nachts aufwacht, die Eltern wissen, da ist jemand, dem sie vertrauen können, da ist jemand für die Kinder da.”

Die jungen Damen, so war im Gespräch mit ihnen weiterhin zu erfahren, betreuen als Babysitterin Kinder im Alter von ein paar Wochen bis zu acht Jahren. So manches Mädchen betreut über Jahre hinweg stets dasselbe Kind. Als Babysitterin, das verschweigen die Mädchen nicht, kann man das Taschengeld aufbessern.

„Steckbriefe” erarbeiten

Die „Babysitterinnen mit Zertifikat” sind nun dabei, ihre „Steckbriefe” auszuarbeiten. Mit Hilfe dieser „Steckbriefe” werden die sie dann auf der nächsten Elternversammlung vorgestellt, was dann eine Art Jobbörse für „Babysitterinnen” werden kann.

Demnächst im Angebot des Familienzentrums St. Johannes in Lammersdorf: ein Baby-Kurs für Großeltern, für frisch gebackene und für gestandene Omas und Opas mit Enkelkindern bis zu zwei Jahren. Geleitet wird der Kurs im Herbst von der Hebamme Susanne Czerny.
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