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Wetterexperte Friedrich: Die „Schneebombe“ zündet am Freitag

Von: hes
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Der Winter kommt: Ab Donnerstag soll es sich in der Eifel kräftig abkühlen... Foto: Uwe Zucchi/dpa
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...sagt Bodo Friedrich, Chef von Eifelwetter.de.

Eifel. Die ersten Einschätzungen kamen schon letztes Wochenende, mittlerweile hat sich der Trend verfestigt: Ab Donnerstag soll’s richtig Winter werden, vor allem in der Eifel. Wann genau und wo wird denn aus dem grauen Trübsal das schönere Weiß. Wir sprachen mit Bodo Friedrich, dem Betreiber der privaten Wetterseite Eifelwetter.de.

Friedrich: Die erwartete „Schneebombe“ zündet voraussichtlich wohl eher in der Nacht zum Freitag und am Freitag selbst! Denn die Luft, die uns im Rücken von Tief Dieter am Donnerstag erreicht, ist noch zu mild, als dass sie „geführigen Schnee“ produzieren könnte. Und dennoch müssen wir uns am Donnerstag in der Eifeler Hochlage bei Temperaturen um +1 Grad auf fünf bis zehn Zentimeter Schnee einstellen, dessen Konsistenz aber „nass“ ist. In der Tallage muss man sich bei +4 Grad mit Schneeregen oder der rein flüssigen Phase begnügen.

Wird es denn im Bereich Nordeifel – also Altkreis Monschau – Unterschiede geben, was die Intensität und erwarteten Schneemengen bzw. höhen angeht?

Friedrich: Die höhenkalte Luft mischt sich am Freitag bis in die Niederungen herunter, so dass es auch in den Tallagen des Rursees bis hinaus nach Heimbach schneien wird. Wie ergiebig, müssen wir abwarten. Ich denke, dass wir uns dort mit etwa 10 Zentimeter Schnee begnügen müssen, während sich die Schneeauflage im Bergland innerhalb von 24 Stunden auf 20 Zentimeter und mehr summiert.

In den Vorhersagen ist gerne die Rede vom Nordstau der Eifel oder der Mittelgebirge, wo der Niederschlag besonders stark ausfällt. Wo genau verläuft diese Linie?

Friedrich: Der ostbelgische und Eifeler Höhenrücken verläuft grob gesagt von Südwest nach Nordost. Der Niederschlag staut sich dort mit westlichen Winden und hat alle Zeit der Welt, sich da „auszutoben“. 1600 Liter/qm Niederschlag im Jahr oben im Hohen Venn sprechen eine deutliche Sprache, wo hingegen im Lee zum Beispiel schon in der Gemeinde Simmerath „nur noch“ 800 Liter/qm anstehen. Kommt der Niederschlag hingegen aus Nordwest, profitieren alle Höhengemeinden vom Stauniederschlag und die Bewohner der Voreifel schauen bewundernd auf die winterlich-weißen Kuppen des Eifeler Hochlandes.

Und mit welchen Schneehöhen rechnen Sie bis Sonntagabend?

Friedrich: Bis Sonntagabend summieren sich die Schneehöhen in der Eifel auf 20 bis 30 Zentimeter.

Noch ein kleiner Blick etwas weiter voraus. Wenn der Winter denn da ist – ist er diesmal etwas ausdauernder als die letzten Jahre oder ist der Spuk in einer Woche wieder vorbei?

Friedrich: Ja, es sieht ganz danach aus, dass sich nach dem „Schneespektakel“ atlantischer Hochdruck in der Region breitmacht. Kommt es so - und vieles spricht dafür – bekommen wir in der Eifel winterliches Bilderbuchwetter! Bei leichtem Dauerfrost scheint oftmals die Sonne und lockt zu erholsamen Spaziergängen oder auch zu einer Skilanglauftour.

Die Wetterseite von Bodo Friedrich: www.eifelwetter.de.

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