Wenn knapp 700 Männer unter sich feiern

Von: ho
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Gute Stimmung war bisher stets garantiert: „Stuhlstemmen“ zum Rhythmus der Musik entwickelte sich auf der letzten Herrensitzung zum allgemeinen Hit. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Es ist die 15. Veranstaltung dieser Art, und seitdem sie 1999 zum ersten Mal präsentiert wurde, hat sie sich zu einer scheinbar nicht enden wollenden Erfolgsgeschichte entwickelt. Im Veranstaltungskalender läuft sie für viele unter der Rubrik „Förderung des heimatlichen Kulturgutes für männliche Karnevalisten“, ist unbestritten die größte Veranstaltung auf diesem Sektor in der Region und scheint sich aufgrund ihres ungebrochenen großen Zulaufs weiterhin großer Beliebtheit zu erfreue

Die Rede ist natürlich von der Herrensitzung der Lammersdorfer Karnevalsfreunde (KFL), bei der es sich offensichtlich um einen sogenannten „Muss-Termin“ für alle feierfreudigen Männer handelt. Die nächste Auflage steht unmittelbar bevor und wird am Sonntag, 6. Januar, wie immer um 11 Uhr im Festzelt auf dem Dorfplatz beginnen.

Zum Erfolgsrezept einer Herrensitzung gehören neben den drei großen „B“ (Bier, Beine, Büttenreden) sicher noch Ballermann- und Karnevalsmusik sowie die Exklusivität einer reinen Männerveranstaltung. Dies trifft auch für die Laimischter Herrensitzung zu, die letztlich einfach Kult für ist. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass sich Jahr für Jahr mehrere hundert Männer im Festzelt auf dem Dorfplatz in fröhlicher Runde zusammenfinden.

Im vorigen Jahr waren es knapp 700 Männer, die zu Sitzungsbeginn der Aufforderung von Präsident Thomas Matheis nachkamen, sich zum Gedenken an die daheimgebliebenen Artgenossen, die „dem blonden Gift erlegen waren“, von den Sitzen zu erheben. Dies gehört ebenso zur Gaudi, wie das stets provokante T-Shirt des Präsidenten, die hübschen Beine der Tanzgruppen, das offensichtlich unersetzliche Nummerngirl und natürlich das eine oder andere Glas Bier.

Letztere tragen dann vielleicht auch mit dazu bei, dass man sich als Mann auch einmal so geben kann, wie man tief im Innersten ist, und die Herren der Schöpfung nach allgemeinen Erfahrungswerten meist schon nach knapp einer Stunde solidarisch euphorisiert hin- und herschunkeln.

Natürlich spielt in diesem Zusammenhang auch das im Angebot befindliche Programm eine Rolle. Feuerwehrmann Kresse (Klaus Bömeke) aus Köln war schon einmal bei den Laimischtern erfolgreich zu Gast und wird auf der Sitzung am 6. Januar nochmals zum Einsatz kommen.

Ein Mann vom Fach dürfte dann „Oli der Köbes“ sein (Oliver Materlik aus Langenfeld), der die schönsten Geschichten aus seinem Brauhaus „Zum lustigen Leberspüler“ und dem damit verbundenen Wahnsinn preisgibt.

Für das Auge sollten dann die „Galaxy-Dancers“ der KG Oecher Prente etwas zu bieten haben. Die Gruppe von Trainerin Janish Kiss gilt als eine der erfolgreichsten Showtanzgruppen im Aachener Karneval. Hinzu kommt, dass Darbietungen dieser Art auf Herrensitzungen stets ein Selbstläufer sind. Die Band „Hätzblatt“ aus Kreuzau ist Garant dafür, in jedem Zelt für Stimmung zu sorgen. Die Musiker um Frontmann Manfred Baur sollten damit auch im Lammersdorfer Festzelt keine Probleme haben.

Ob die auf dem Programmzettel stehende „Sängerin Cat“ nun die Herren mehr mit ihrer Stimme oder ihrem Aussehen beeindrucken wird, muss abgewartet werden. Freuen können sich die Besucher auf jeden Fall auf den Auftritt der „Ratsherren“ aus Unkel. Die nach eigenen Angaben bekannteste Blasmusikboygroup des Rheinlands hat stets ein musikalisches Feuerwerk auf Lager.

Ein knapp 150 Zentimeter großer „Temperamentsbolzen“ mit Ausstrahlung und Hammerstimme steht schließlich noch zur Disposition. Roberta sollte die Herzen der Männer wieder im Sturm erobern und spätestens mit ihrem „Simply the best“ wieder allgemeine Glückseligkeit auslösen. Es stehen noch einige Rest-Karten zur Verfügung.

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