Weniger Müll: Dafür gibts in Monschau 118.000 Euro zurück

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Einen guten Start gab es für das neue Wiege- und Identsystem der Stadt Monschau. Die Müllmengen sanken, die Bürgern wurden Gebühren erstattet. Foto: H. Schepp

Monschau. Am 1. Mai 2009 wurde im Stadtgebiet Monschau ein Ident- und Wiegesystem bei der Hausmüllabfuhr eingeführt. Ziel war, ein verursachergerechtes Abfuhrsystem anzubieten, bei dem jeder Bürger Einfluss auf die zu zahlende Abfuhrgebühr nehmen kann, in dem er wiederverwertbare Stoffe, wie z.B. Altglas und Papier einer Wiederverwertung zuführt.

Bei dem Ident- und Wiegesystem wurde die Abfallgebühr in eine Grundgebühr und eine Zusatzgebühr gesplittet. Die zu zahlende Zusatzgebühr richtet sich nach dem zur Abfuhr bereitgestellten Gewicht des Abfalls.

Die Grundgebühr betrug in vergangen Jahr 4,85 Euro monatlich und die Zusatzgebühr 0,28 Euro/kg. Für Kleinkinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr und für inkontinente Personen wurden Windelsäcke zu vergünstigten Konditionen abgegeben. Diese Kosten wurde über den allgemeinen Haushalt finanziert.

Müllmenge sank erheblich

„Nach Abschluss des Jahres 2009 lässt sich ein positives Resümee des neuen Abfuhrsystems feststellen,” bilanziert Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Startphase. Die Gesamtmüllmenge pro Person von 116 kg pro Einwohner und Jahr (2008) konnte auf 52 Kilogramm (Durchschnittsmenge vom 1. Mai bis 31. Dezember 2009) reduziert werden. Dies zeige, dass die Bürger im Stadtgebiet Monschau eine verstärkte Abfalltrennung vorgenommen hätten.

Nach Abrechnung des neuen Wiegesystems habe sich eine Mehreinnahme in Höhe von rd. 118.000 Euro ergeben. Diese Mehreinnahmen wurden den Bürgern mit Zusendung der neuen Gebührenbescheide erstattet. Die Mehreinnahmen sei dadurch entstanden, dass die von der Stadt Monschau geschätzte und berechnete Abfallmenge von 90 Kilogramm pro Einwohner und Jahr von 78 Prozent der Anschlusspflichtigen nicht erreicht worden sei.

Im Jahr 2009 waren einschließlich der Gewerbegrundstücke rund 4500 Grundstücke an die Abfallbeseitigung angeschlossen. Hiervon erhalten nunmehr rd. 3500 Grundstückseigentümer eine Erstattung. Für das Jahr 2010 wurde die Zusatzgebühr nach dem Durchschnitt der in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember 2009 vom jeweiligen Abfallbesitzer entsorgten Abfalls berechnet.

Auch wenn für das Jahr 2010 eine Kostensteigerung bei der Gebührenberechnung erfolgen musste, sei die durchschnittliche - bei Berücksichtigung einer sortenreinen Abfalltrennung - zu zahlende Abfallbeseitigungsgebührgebühr dennoch günstiger als die bis zum 30. April 2009 erhobene Abfallbeseitigungsgebühr. Diese betrug für ein 35-l-Gefäß 122,40 Euro und für ein 50-l-Gefäß 166,62 Euro.

Die Grundgebühr 2010 beträgt 62,04 Euro, die Zusatzgebühr pro Kilo Abfall 38 Cent. In der Annahme einer Durchschnittsabfallmenge von 52 kg pro Einwohner und Jahr ergibt sich für 2010 beispielhaft nachstehende Abfallgebühr:

Bei einem Ein-Personen-Haushalt: 81,80 Euro; Zwei-Personen-Haushalt: 101,56 Euro; Drei-Personen-Haushalt: 121,32 Euro; Vier-Personen-Haushalt: 141,08 Euro.
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