„Weltpreis 2012”: Café International unter den ersten Zehn

Von: ck
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Seit über einem Jahr kochen und essen im Rahmen der Treffen des Café International in Imgenbroich einmal monatlich Migrantinnen und Migranten gemeinsam mit Einheimischen. Foto: Carmer Krämer

Imgenbroich. Zur Vorspeise die in den arabischen Ländern typischen Meze, als Hauptspeise vietnamesische Frühlingsrollen oder ein indisches Currygericht und zum Nachtisch süße türkische Baklava - jedes Mal steht im Imgenbroicher Pfarrheim etwas anderes auf dem Speiseplan.

Wer es international mag, ist hier genau richtig: Seit über einem Jahr kochen und essen im Rahmen der Treffen des Café International einmal monatlich Migrantinnen und Migranten gemeinsam mit Einheimischen. Für alle Beteiligten bietet sich dadurch die Möglichkeit, voneinander und über fremde Kulturen zu lernen.

Anstoß für die Aktion „Alle an einem Tisch”, waren die Speisen, die die Cafébesucher ohnehin zu den wöchentlichen Treffen mitbrachten. Nun ermöglicht das monatliche Kochen einen regelmäßigen Austausch der deutschen Esskultur mit dem jeweiligen Heimatland der Migranten und vermittelt überdies einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.

Die Zutaten, die hier verwendet werden, stammen schließlich größtenteils von der Monschauer Tafel und sind fair gehandelte Produkte, wie beispielsweise Gewürze, Öl, Reis Nudeln und Zucker.

Jetzt hat das Café International am Wettbewerb des Diözesanrates „um Weltpreis 2012” teilgenommen und ist mit diesem Projekt unter den ersten Zehn gelandet. „Beim gemeinsamen Kochen achten wir sehr darauf, dass wir eine gesunde, oft vegetarische Mahlzeit - wenn Fleisch, dann meist Biofleisch - kochen und dass keine Fertigprodukte verarbeitet werden”, so Inge Theißen, Leiterin des Café International. Außerdem wird bei den gemeinsamen Kochaktionen großer Wert auf Mülltrennung und Kompostierung gelegt, was die Migranten häufig erst erlernen müssen.

„Jeden Monat meldet sich ein Vertreter eines Landes freiwillig, um für alle zu kochen und damit eine Originalspezialiät aus dem Heimatland vorzustellen”, erklärt Inge Theißen das Projekt. „Zwei bis vier Personen kochen dann circa drei Stunden lang bis zu 30 Portionen, die anschließend gemeinsam gegessen werden.”

Auch zu besonderen Anlässen sind die internationalen Kochkünste gefragt: Bei Betriebsfesten des Weltladens Mützenich, Neujahrsfeiern der Monschauer Tafel oder auch auf dem Wirtschaftstag verwöhnt das Café International die Besucher mit seinen Leckereien. „Mittlerweile können wir Spezialitäten aus 15 Ländern, wie beispielsweise der Türkei, Polen, Sri Lanka oder auch Bosnien anbieten”, berichtet die Leiterin des Cafés. Sie hofft, dass noch mehr deutsche Mitbürger auf diese Aktion aufmerksam werden und das Café International besuchen.
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