Monschau - Weiteres Weihnachtsmarkt-Wochenende in Monschau: Antrag abgelehnt

Weiteres Weihnachtsmarkt-Wochenende in Monschau: Antrag abgelehnt

Von: hes
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Aus der Sicht der Altstadtbewohner ist der Monschauer Weihnachtsmarkt nicht nur idyllisch. Vier Wochen lang herrscht Rummel vor der Haustür. Foto: P. Stollenwer/H.Schepp
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Und für das eigene Auto müssen Stellflächen außerhalb ausgewiesen werden, damit man überhaupt in die Stadt kommt. Foto: P. Stollenwerk/H.Schepp

Monschau. Das Votum war am Ende deutlich: Von 15 stimmberechtigten Mitgliedern im Monschauer Wirtschaftsausschuss sprachen sich nur zwei für den Antrag der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer (AMU) aus, den Weihnachtsmarkt in der Altstadt zu verlängern.

In diesem Jahr wird es also kein vorgeschaltetes fünftes Wochenende geben; gleichwohl wird die Debatte um erweiterte Öffnungszeiten des vorweihnachtlichen Events in Monschau weitergehen.

Zwei Altstädter benannten zunächst noch einmal das Für und Wider eines zusätzlichen Weihnachtsmarktwochenendes, das wegen des Totensonntags zumindest in diesem Jahr ohnehin auf Freitag und Samstag beschränkt worden wäre: Der Weihnachtsmarkt sei ein Jobgarant und wichtiger Wirtschaftsfaktor für Gastronomie und Handel, begründete Achim Pröpper für die AMU den Antrag auf dauerhafte Ausweitung des Marktes. Ortsvorsteher Georg Kaulen aber hatte von der Bürgerversammlung zu diesem Thema am 9. Juli das Stimmungsbild mitgenommen, dass die Bürger ein weiteres Wochenende mit Lärm- und Geruchsbelästigung, mit Müll, Erbrochenem und Urin in jeder Ecke und mit Parkplatznot für die Altstadtbewohner „einfach nicht wollen“. Dabei bezog Kaulen ausdrücklich auch die Haag mit ein, wo aufgrund der P+R-Parkplätze für den Buspendelverkehr ebenfalls solcherlei Belästigungen zu ertragen seien.

Er habe aber auch den Eindruck gewonnen, schloss der Ortsvorsteher, dass die Bürger nicht abgeneigt wären, einer Erweiterung zuzustimmen, wenn Dinge geändert werden“. Dies war auch der Tenor im Ausschuss. „Wir sollten die Türen offen lassen für weitere Gespräche zwischen Ausstellern, Unternehmern, Bewohnern und Veranstalter. Dabei muss die Frage lauten: „Wie können wir den Weihnachtsmarkt so gestalten, dass er auf höhere Akzeptanz bei den Einwohnern stößt. „Wir müssen die Dinge abstellen, die die Bürger ärgern“, sagte Benno Palm (CDU), und Bernd Kreutz (SPD) riet, problematische Sachen wie das Parken auf der Haag zu überdenken. „Wir sollten uns aber die Zeit nehmen, mit der Bevölkerung das Gespräch über eine Erweiterung fortzusetzen, denn der Weihnachtsmarkt ist neben dem Monschauer Senf der beste Werbeträger Monschaus.“

Ausdrücklich als Geschäftsführerin der Monschau Touristik bezeichnete Margareta Ritter ein fünftes Wochenende als wünschenswert, da sich dann auch die fixen Kosten mehr rentieren würden. Ein fünftes Wochenende sei für die Montour überdies weitaus einfacher umzusetzen als, wie von einigen angeregt, ein neues Event im Januar oder Februar zu generieren, die ja eigentlich die Ruhemonate nach dem Weihnachtsrummel sein sollen, so Ritter.

Wolfgang Weber (FDP) sprach aus Sicht eines Altstadtbewohners: „Es leben noch Menschen in Monschau. Noch. Und wenn die Mehrzahl dieser Menschen das nicht möchte, dann sollte die Politik das akzeptieren.“

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