Nordeifel - Weiterer Anstieg der Gebühren soll gestoppt werden

Weiterer Anstieg der Gebühren soll gestoppt werden

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Nordeifel. Die Kanalgebühren in den drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath sind immer noch unerträglich hoch. Die Südkreiskommunen gehören zu den 25 Städten und Gemeinden landesweit mit den höchsten Gebührensätzen.

Die Abwassergebührenhilfe, von der neben Monschau und Simmerath auch im kommenden Jahr Roetgen wieder profitiert, betrug im Jahr 2005 insgesamt nur zwei Millionen Euro. Im Jahr 2008 konnte dieser Betrag auf vier Millionen Euro verdoppelt werden.

Nachdem der Haushaltsentwurf für 2010 durch die Landesregierung im Sommer vorgelegt wurde, startete CDU-Abgeordneter Axel Wirtz eine weitere Initiative, mit dem Ziel, die Abwassergebührenhilfe nochmals zu erhöhen.

Er konnte sich in den Gremien der CDU durchsetzen und eine Erhöhung von vier auf sechs Millionen Euro erreichen, die jetzt durch die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP beschlossen wurde.

Damit fließen insgesamt 842511 Euro Abwassergebührenhilfe in die Nordeifel: Simmerath erhält 385.563 Euro, Monschau 285.003 Euro. Roetgen erhält erstmals seit vielen Jahren überhaupt wieder Förderung aus diesem Topf, nämlich 171.945 Euro.

„Wir haben Wort gehalten”, lässt MdL Axel Wirtz wissen. Neben diesen direkten Fördermitteln werde es auch durch das Umweltministerium weiterhin zusätzliche Unterstützung geben, „die sich mittel- und langfristig gebührenmindernd auswirken wird.”

Im Bereich der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath bestehen bekanntlich erhebliche Probleme mit Fremdwassereinträgen, und zwar gleichermaßen im öffentlichen und im privaten Bereich.

Teilweise kommt an den Kläranlagen das Dreifache des Schmutzwassers an, als es nach den Frischwasserbezügen und den versiegelten Flächen sein dürfte. Dies verursacht extrem hohe Reinigungskosten, die nicht anfallen würden, wenn die Fremdwassereinträge vermieden würden. Hier wurde nach mehrfachen Gesprächen mit Umweltminister Uhlenberg, Staatssekretär Dr. Schink und zwischen dem Ministerium und Bürgermeisterin Ritter und Bürgermeister Hermanns, auch erhebliche Förderung zugesagt.

Auch Regierungspräsident Lindlar hat seine Unterstützung erklärt. Ziel ist es, die Probleme in der Örtlichkeit zunächst zu ermitteln, um dann in weiteren Schritten in den kommenden Jahren mit Hilfe des Landes die Kanalsanierungen durchzuführen.

2010 ist zunächst ein Fremdwasserbeseitigungskonzept für Konzen bei einer 80-prozentigen Förderung vorgesehen, Imgenbroich und Mützenich sollen folgen.

In Lammersdorf wurde bereits ein großer Teil Kanalnetzes durch ein vom Land NRW gefördertes Pilotprojekt saniert; die Schmutzwasserfracht konnte in erheblichem Maße reduziert werden. Das Pilotprojekt soll hier fortgesetzt werden und dann später auch für Teile der Ortslage Simmerath angewendet werden.
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