Weihnachtsmarkt: Tücher aus Licht über Monschaus Altstadtgassen

Von: Peter Stollenwerk
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Im neuen Licht soll der Monschauer Weihnachtsmarkt 2017 erstrahlen: Die dreieckigen Lichtnetze, die die Altstadtgassen überspannen, sollen an Tücher erinnern. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Monschau strahlt: 30.500 neue LED-Lichter sollen den 41. Monschauer Weihnachtsmarkt in ein neues Licht tauchen und dafür sorgen, dass die zuletzt wachsende Kritik von Besuchern am äußeren Erscheinungsbild des Marktes in den Schatten gestellt wird.

Die Zeit der etwas altertümlich wirkenden beleuchteten Tannenschwünge, die inzwischen auch mit Blick auf das Sicherheitssystem ein Problem darstellten, ist damit vorbei.

Die Vorbereitungen für den Monschauer Weihnachtsmarkt, der bei der Masse der Besucher immer noch eine hohe Anziehungskraft besitzt, laufen auf Hochtouren; in zehn Tagen wird der erste Besucheransturm erwartet.

Ein aufwendiges Unterfangen im Vorfeld war die Installation der neuen Beleuchtung. Insgesamt 25 Lichternetze, alle in Dreiecksform, überspannen jetzt die Gassen der historischen Altstadt, durch die sich die Besucher zum Ort des Geschehens begeben.

Je nach baulicher Situation variiert die Größe der Netze, die nicht zufällig, sondern mit Bedacht ausgewählt wurden. Die LED-Deko soll schwebende Tücher symbolisieren und damit den historischen Bogen zu Monschaus Tradition als Tuchmacherstadt spannen. Jedes der neuen Netze wurde individuell angepasst.

Diesen kreativen Ansatz brachte der Hersteller der neuen Deko-Lichtes ein. Das Unternehmen aus Bonn ist Premium-Partner von Europas Marktführer bei der Gestaltung von Beleuchtungskonzepten. Daher wurde auch die Farbe Weiß statt Grün für die Lichtnetze gewählt. Damit soll nicht nur der Bezug zu den Tüchern hergestellt werden (auch wenn man in der Dunkelheit den Unterschied kaum sieht), sondern auch vermieden werden, dass tagsüber die Licht-Dreiecke als dunkles Element auf die engen Altstadtgassen drücken würden. Einige weitere Verbesserungen für den kommenden Weihnachtsmarkt sind noch in Planung.

„Beleuchtungskonzept und Erscheinungsbild des Weihnachtsmarktes sollen nun jährlich weiterentwickelt werden“, sagt Barbara Frohnhoff von der veranstaltenden Monschau-Touristik. Sie durfte sich dabei einer großen Unterstützung der Monschauer Geschäftswelt sicher sein. 50 Betriebe, vom Ferienwohnungs-Vermieter bis zum Restaurantbesitzer, brachten sich neben einem Zuschuss der Stadt Monschau finanziell ein, um das neue Konzept zu verwirklichen, denn das Feld der Nutznießer beim Weihnachtsmarkt geht weit über den historischen Stadtkern hinaus.

Die bisherige Dekoration des Marktes sei zwar nicht der Hauptkritikpunkt von Besuchern gewesen, aber die Erneuerung der Licht-Deko sorge gleich für einen starken veränderten ersten Eindruck.

Weihnachtsmarktbesucher hatten zudem Kritik am Angebot der Buden geübt, deren Ausstattung bemängelt und sich auch über optische Störungen durch Müllaufkommen beschwert.

Kritik am Weihnachtsmarkt hatte die Monschau-Touristik zuletzt verstärkt über soziale Netzwerke, per E-Mail und persönliche Ansprache erreicht. Die Kritik der Besucher kann Barbara Frohnhoff nachvollziehen: „Auch uns selbst gefielen einige Dinge beim Weihnachtsmarkt nicht mehr“, sagt sie. Mit der Neugestaltung der Beleuchtung solle nun eine neue Entwicklung eingeleitet werden.

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