Weihnachtsmarkt eröffnet: Monschau rundum märchenhaft

Von: egl
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Katrin Geilenkirchen hat mit viel Verständnis für die europäischen Märchentraditionen und Liebe zum Detail individuelle Figuren entwickelt, die im Aukloster Monschau die alten Märchen lebendig werden lassen.

Monschau. Etwas ganz Besonderes hatten sich die Organisatoren für die Eröffnung des Monschauer Weihnachtsmarktes 2010 einfallen lassen: Am Aukloster wurde das Märchen „Frau Holle” staunenden Kindern präsentiert.

Die jeweils freitags stattfindenden Aufführungen bilden zusammen mit der Märchenausstellung im Kreuzgang einen märchenhaften Rahmen für das Weihnachtsmarktgeschehen.

Winterliche Bedingungen

Bei winterlichen Temperaturen und schneeweißen Dächern wurde am Aukloster der Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet, eine angenehme Pflicht, die sich der Ortsvorsteher der Altstadt, Georg Kaulen, nicht nehmen ließ. Er freue sich auch in diesem Jahr auf viele Besucher, die die einmalige Atmosphäre des Monschauer Weihnachtsmarkts genießen wollen.

Bianca Lanio von der Monschau Touristik schloss sich seinen Worten an und dankte in diesem Zusammenhang den helfenden „(Weihnachts-)Engeln” Anja Sauren und Ivanka Lauscher, die sich mit großem Engagement und Organisationstalent für ein Gelingen des Weihnachtsevents eingesetzt hätten.

Sie übergab das Mikrofon der Frau, auf die die versammelten Zuschauer - und unter ihnen vor allem die zahlreichen Kinder - sehnlichst gewartet hatten: Anne Pröpper, die - wie es sich für eine richtige Märchenerzählerin gehört - mit einem großen und schweren Buch auf einem Schaukelstuhl saß und das Märchen von Frau Holle zum Besten gab.

Während ihrer Lesung erschienen am Dachfenster dann tatsächlich Frau Holle (Helga Janke-Offermann) und die zwei Mädchen, die in ihrem Dienste die Kissen ausschlagen mussten, so dass die Federn wie Schneeflocken auf das Publikum niederrieselten.

Seit Sommer hatte sich die Idee einer Märchen-Aufführung zur Weihnachtszeit immer weiter entwickelt. „Zuerst haben wir versucht, Kontakt zu Theatergruppen herzustellen”, erzählt Anja Sauren von der MonTour, „aber das war wenig erfolgreich. Die Damen vom Katholischen Frauen- und Mütterverein haben dagegen sofort zugesagt und mit Begeisterung mitgearbeitet.”

Begeisterung und Spielfreude war allen Beteiligten auch deutlich anzumerken. Die ganz großen Besuchermengen waren zwar noch nicht erschienen, „aber das muss ja auch erst einmal bekannt werden”, weiß Bianca Lanio, „immerhin handelt es sich dabei um einen neuen Programmpunkt, der sich erst einmal etablieren muss” - und ausgebaut werden soll. Jeden Freitag um 17 Uhr wird „Märchentante” Anne Pröpper nun im Schaukelstuhl sitzen und Frau Holle lebendig darbieten.

Figuren werden lebendig

Gleich nebenan, im Aukloster selbst, erwartet den Besucher noch mehr Märchenhaftes: In einem Rundgang kann man zahlreiche Szenen bekannter Märchen mit lebensgroßen Figuren in liebevoll ausgearbeiteten Kostümen bestaunen und sich in eine andere Welt versetzen lassen. Katrin Geilenkirchen hat mit viel Verständnis für die europäischen Märchentraditionen und Liebe zum Detail individuelle Figuren entwickelt, die die alten Märchen lebendig werden lassen.

Dabei hat die Künstlerin vor allem in der Gestaltung der Gesichter einen eigenständigen und unverwechselbaren Stil entwickelt. Ihre Märchenfiguren sind eben nicht nur schön und reizend, sondern haben einen Einschlag ins Karikatureske: Herb und krass, dabei für uns nicht immer angenehm, „weil wir auch unsere eigenen Charakterzüge in ihnen wiederfinden können”, erklärt die geborene Mecklenburgerin, „können wir aus ihnen Neid, Missgunst, Gefahr oder auch bezaubernde Unschuld herauslesen!”

Im Monschauer Aukloster war sie schon mehrmals während der Weihnachtszeit. „Mein Traum ist ein fester Ort für ein Märchenmuseum”, erzählt sie, „ein Konzept dafür liegt bereits vor.” Wenn sie einen geeigneten Platz für ihre vielen Exponate fände, dann wäre Monschau für sie ein „favorisierter Ort”.

Der Monschauer Weihnachtsmarkt, da sind sich Organisatoren und Beteiligte sicher, hat mehr zu bieten als das, was man von vielen solcher Märkte kennt. Mehr und mehr wird deutlich, dass ein ganz individuelles Profil erstellt werden soll.

Da gibt es Frau Holle, die Märchenausstellung, da sind die wunderbaren Turmbläser der Musikvereinigung Montjoie, die von der Terrasse des Café Kaulard alle Besucher in Weihnachtsstimmung bringen - der Weinhachtsmarkt in Monschaus Altstadt ist rundum ein märchenhaftes Erlebnis.
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