Wechsel in der Geschäftsführung: Ein reibungsloser Übergang am Rursee

Von: P. St.
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Wechsel bei der Rursee-Touristik: Als neue Geschäftsführerin tritt Astrid Juraschky die Nachfolge von Sebastian Lindt an.. Links Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermann, rechts Christoph Poschen, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Foto: P. Stollenwerk
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Anlaufpunkt für Gäste in Rurberg: Das Infocenter der Rursee-Touristik.

Rurberg. Die Rursee-Touristik befindet sich inzwischen auf einem stabilen Kurs. Im Jahre 2002 gegründet, ist die Einrichtung, die durch das Infocenter mit Nationalpark-Tor am Eiserbachdamm in Rurberg und durch den Infopunkt im Heilsteinhaus Einruhr nach außen repräsentiert wird, heute aus der touristischen Administration nicht mehr wegzudenken.

Inzwischen ist Rursee-Touristik etabliert und anerkannt. Dass der Start so erfolgreich verlief, ist sicher auch ein Verdienst von Sebastian Lindt, der acht Jahre lang zum Team gehörte und in den zurückliegenden vier Jahren Geschäftsführer der Rursee-Touristik war.

Neue Aufgabe bei „Eifel-Vital“

Nun ist für Lindt die Zeit beruflicher Veränderung gekommen. Zum 1. Februar 2013 will er in Nettersheim als Projektleiter von „Eifel-Vital“ eine neue Herausforderung annehmen. Dabei handelt es ich um ein Projekt mit dem Ziel, die Region als Gesundheitsregion touristisch nach vorne zu bringen.

In der Leitung der Rursee-Touristik aber wird es eine reibungslosen Übergang geben, denn künftig wird Astrid Juraschky die Aufgaben der Geschäftsführung übernehmen. Die ehemalige Mitarbeiterin des Aachener Planungsbüros aixplan ist seit Mai 2010 bei der Gemeindeverwaltung angestellt, und hat aus nächster Nähe die schrittweise vollzogene Professionalisierung des Tourismus in der Rursee-Region an verantwortlicher Stelle begleitet. Sie studierte in Aachen Geografie und war 12 Jahre bei aixplan beschäftigt. Das Büro entwickelte unter anderem die Idee der Nationalpark-Tore. Nach dem Wechsel ins Simmerather begleitete sie federführend das Projekt Blue Spot - Hot Spot. Dieses grenzüberschreitende Projekt „setzt sich für eine Stärkung des Jugendtourismus im Eifel-Ardennen-Raum ein. Hierbei stehen jugendtouristische Angebote an Gewässern in Eifel und Ardennen im Vordergrund, die aufgewertet und ausgebaut werden.

Rund 5,5 Miollionen Euro fließen in die Region und tragen an acht verschiedenen Standorten in Belgien, Deutschland und Luxemburg zu einer Stärkung des vorhandenen Angebotes bei: Unter anderem ist auch Bau eines Jugendferiendorfes in der Woffelsbacher Bucht Teil des Projektes. Dieses Projekt wird sie auch noch im Laufe des Jahres zuende führen, ehe Astrid Juraschky dann mit einem erhöhten Stundenanteil (etwa 40 Prozent) der Rursee-Touristik zur Verfügung steht. Dieser Aufwand wird der Gemeinde durch die Rursee-Touristik erstattet.

Damit kehrt Simmerath zur Ursprungs-Konstellation der Organisation zurück, als seinerzeit durch Margareta Ritter die Geschäftsführung ebenfalls im Rathaus lag. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns betont, dass die Konstellation „Sinn mache“, zumal der enge Austausch der Geschäftsführung mit den Mitarbeitern der Rursee-Touristik in Rurberg und Einruhr gewährleistert sei. Hier sind drei Vollzeitkräfte, zwei Teilzeitkräfte und acht Mini-Jobber beschäftigt.

„Schweren Herzens räumt Sebastian Lindt seinen Platz, zumal er eine spannende und erfolgreiche Zeit bei der Rursee-Touristik erlebte und sich noch gut daran kann, wie in einem kleinen Büro in Einruhr damals Pionierarbeit geleistet wurde. Wie hoch der Bedarf der Besucher nach einer professionellen Betreuung in der Region ist, zeigt sich in den aktuellen Zahlen des Jahres 2012, als 90.000 Besucher die beiden Einrichtungen besuchten.

Zuschuss um 30.000 Euro erhöht

„Die Leute werden jetzt abgeholt“, sieht auch Christoph Poschen, der Aufsichtsratsvorsitzende der Rursee-Touristik die Unverzichtbarkeit der Einrichtung. Außerdem sei die Rursee-Touristik längst eine Form von „klassischer Wirtschaftsförderung.“ Daher sei es auch im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen eine überfällige Entscheidung des Rates gewesen, den gemeindlichen Zuschuss an die Rursee-Touristik um 30.000 Euro auf jetzt 195.000 Euro zu erhöhen.

Durch die hohe Besucherfrequentierung erhält die Rursee-Touristik auch ein repräsentatives Spiegelbild der Gästewünsche: Die Service-Qualität, berichtet Sebastian Lindt, werde inzwischen hoch gelobt, während die Wegeinfrastruktur von den Wanderer noch als verbesserungswürdig eingestuft werde. Der Eifelsteig sei eine echte Erfolgsgeschichte und bringe der Region einen messbaren Zugewinn.

Für Astrid Juraschky lassen die nächsten Aufgabe nicht lange auf sich warten. Das Wanderorientierungssystem soll soll überarbeitet werden, der Flurheckenweg in Eicherscheid steht vor der Umsetzung, und ein Image-Video für die Gemeinde Simmerath ist in der Entstehung.

Die Erhöhung der Aufenthaltsdauer der Gäste gehört zu den Daueraufgaben, wobei Astrid Juarschky festgestellt hat, dass „auch der Tagestourismus gute Umsätze bringen kann, wenn die Qualität für den Gast stimmt“.

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