Wasserwerk wehrt sich gegen „eklatante Rufschädigung“

Von: P. St.
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Laut Perlenbachverband floss in die Perlenbachtalsperre beim Regen am 7. September kein verschmutztes Wasser. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Jahrelang hat Wilfried Soddemann auch als Früh-Pensionär das Wasserwerk Perlenbach wegen der angeblich nicht ausreichenden Reinigungsleistung seiner Trinkwasseraufbereitungsanlage mit heftiger Kritik, forschen Behauptungen und provokativen Äußerungen befeuert. Jetzt hat der Leitende Regierungsbaudirektor a. D. offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht.

Der Perlenbachverband geht juristisch gegen den 58-Jährigen vor, der bis 2005 Leiter des Staatlichen Umweltamtes Aachen war und anschließend vorzeitig aus dem Dienst entlassen wurde, und will dem streitbaren Ex-Amtsleiter über ein Anwaltsbüro zügeln. Soddemann, so heißt es in einem Schreiben der beauftragten Monschauer Kanzlei, habe bei seiner Kampagne gegen das Wasserwerk Perlenbach „nachweislich unwahre Behauptungen“ verbreitet. Dies komme einer „eklatanten Ruf- und Geschäftsschädigung“ gleich. Ferner werden Schadenersatzansprüche angemeldet.

Soddemann hatte zuletzt behauptet, dass bei einem Starkregen am 7. September „frisches, infektiöses Abwasser“ über ein Regenrückhaltebecken in die Perlenbachtalsperre gelangt sei. Soddemann hatte sich dabei auf Informationen eines Mitarbeiters des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) berufen. Der WVER hat inzwischen durch seinen Vorstand bestätigt, das der von Soddemann geschilderte Vorgang nicht den Tatsachen entspricht.

Das Anwaltsbüro stellt für seine Aufwendungen Soddemann nicht nur 730 Euro in Rechnung sondern verlangt vor allem bis zum 9. Dezember 2013 die Unterzeichnung einer beigefügten Widerrufs- und Unterlassungsverpflichtungserklärung gegenüber dem Perlenbachverband, andernfalls erfolgten gerichtliche Schritte.

Wilfried Soddemann hat bereits reagiert und das die Anwaltskanzlei wissen lassen, dass seine an die Öffentlichkeit erfolgte Mitteilung über die Abwassereinleitung auf der Information des zuständigen WVER-Mitarbeiters basiert habe.

Inzwischen aber habe der WVER-Vorstand die Darstellung „korrigiert“. Daran, so Soddemann, zweifele er nicht und „werde auch nichts anderes mehr verlautbaren. Damit ist die Angelegenheit für mich erledigt“. Mit dem Gruß „Frohe Weihnachten“ und der Ankündigung, das er „nichts bezahlen und die übermittelten Erklärung auch nicht unterzeichnen“ werde, schließt Soddemann.

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