Imgenbroich - Wasserverband Perlenbach auf Sparkurs

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Wasserverband Perlenbach auf Sparkurs

Von: hes
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Abschied und Neuanfang beim Perlenbachverband: Leo Herpers (rechts mit Frau Karin) tritt nach 35 Jahren Wasserwerk in den Ruhestand, Derk Buchsteiner (2. v. li.) ist nun alleiniger Werkleiter. Verbandsvorsteherin Margareta Ritter und Axel Buch als Vorsitzender Verbandsversammlung wünschten beiden alles Gute für die Zukunft. Foto: Heiner Schepp

Imgenbroich. Eine große Bescherung gab es nicht für die über 50.000 Kunden des Perlenbach-Wasserverbandes, der am Tag vor Heiligabend die letzte Versammlung des Jahres abhielt. Immerhin aber konnte die Verbandsversammlung kleine Erfolgsmeldungen verkünden oder auf den Weg bringen.

Die Kosten für einen neuen Hauswasseranschluss sinken von 1600 auf 1500 Euro, das Wasserwerk steht insgesamt auf soliden Füßen, und auch der Wasserpreis von 1,50 Euro/Kubikmeter muss - zumindest vorerst - nicht angehoben werden.

Voraussetzung für einen stabilen Wasserpreis ist allerdings, dass das nun beschlossene Sparkonzept auch greift und der Wasserverbrauch nicht weiter zurückgeht. Das hat er in den vergangenen Jahren regelmäßig getan, da die Verbraucher immer sparsamer werden und auch die Technik auf Wassersparen ausgerichtet ist.

Von einst nehr als 50 Kubikmeter Wasserverbrauch pro Kopf nähert sich der Verbrauch der 40-Kubikmeter-Marke, für 2010 kalkuliert der Perlbachverband noch mit 43,91 Kubikmeter. „Die Preisentwicklung steht und fällt mit dem Kauf- bzw. Verbrauchsverhalten unserer Kunden. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Verbrauch im kommenden Jahr nicht wieder um 40.000 Kubikmeter fällt”, sagte Werkleiter Derk Buchsteiner. Nicht kalkuliert wird überdies 2010 mit dem Großabnehmer Schwimmhalle Monschau, da das neue Vennbad bekanntlich erst 2011 wiedereröffnen wird.

Teil des Sparkonzepts, das die Verbandsversammlung nun ohne Gegenstimme und weitere Diskussion verabschiedete, sind auch Veränderungen in der Personalstruktur. Bereits im Spätsommer stimmte die alte Verbandsversammlung zu, vier Mitarbeitern über 60 Jahre mit einer Abfindung einen vorzeitigen Ruhestand schmackhaft zu machen. Nach „einigem Gesprächsbedarf” zwischen Betriebsleitung, Verbandsspitze und Personalrat stimmte man nun zu, einen weiteren „altgedienten” Perlenbach-Mitarbeiter über Altersteilzeit vorzeitig in den Ruhestand zu versetzen.

Durch die nun zu zahlenden Abfindungen wirkt sich diese Maßnahme zwar für kommendes Jahr noch negativ aus, doch bis zum Jahr 2013 wird ein Spareffekt von 417.398 Euro erzielt.

Im Betriebsausschuss Ende November noch diskutiert, war eine weitere grundlegende Änderung in der Personalspitze des Wasserwerks in der letzten Sitzung des Jahres kein umstrittenes Thema mehr: Vom 1. Januar 2010 an hat der - nach dem Ausscheiden von Leo Herpers neue alleinige - Betriebsleiter Derk Buchsteiner zwei Vertreter: Frank Stollenwerk als stellvertretenden kaufmännischen Betriebsleiter und Gerhard Schmitz als stellvertretenden technischen Betriebsleiter. Die neue „Doppel-Vertretung” gilt zunächst für zwei Jahre; mit dieser Regelung konnte sich auch der Personalrat anfreunden.

Reduzierte Ausgaben sind in einem Sparkonzept das eine - neue Einnahmequellen das andere. Und deshalb ist auch der Wasserversorgungszweckverband Perlenbach derzeit bemüht, neue Aufgabengebiete aufzutun, die mit dem Know-How der Mitarbeiter und der Ausrüstung des Werks bewerkstelligt werden könnten.

Eine Idee brachte in der Verbandsversammlung Siegfried Lauscher ins Spiel, der auf die in allen Kommunen anstehende Überprüfung der Kanalhausanschlüsse verwies: „Das wäre sicherlich auch ein machbares Betätigungsfeld für uns”, so das SPD-Verbandsmitglied aus Rurberg. Derk Buchsteiner kündigte an, den „sehr interessanten Vorschlag” zu prüfen. In der Haushaltsplanung aber könne dies zunächst noch keine Rolle spielen, riet Verbandsvorsteherin Margareta Ritter, „zunächst mit den vorhandenen Zahlen seriös zu kalkulieren”.

Diese Kalkulation für 2010, der die Verbandsversammlung ohne Gegenstimme zustimmte, schließt aus den vorgenannten Gründen mit einem Fehlbedarf von 250000 Euro - auch, weil die Defizite der vergangenen Jahre als Hypothek ins neue Jahr mitgenommen werden müssen. Derk Buchsteiner, der von der Verbandsversammlung ebenso einstimmig zum neuen alleinigen Werkleiter gewählt wurde, zeigte sich dennoch „hoffnungsfroh” und versprach: „Meine ganze Kraft und die aller meiner Mitarbeiter wird dem Abarbeiten dieser Defizite gelten!”
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