Nordeifel - Wasserpreis wird 2010 nicht steigen

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Wasserpreis wird 2010 nicht steigen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. Die Eifeler sparen Wasser. Technische Innovationen, verändertes Umweltbewusstsein und auch hohe Abwassergebühren verringern den Wasserverbrauch.

Außerdem ist dem Wasserversorgungszweckverband Perlenbach mit der Monschauer Schwimmhalle ein Großabnehmer weggebrochen, und es werden immer weniger neue Hausanschlüsse gelegt (bis Jahresende werden es 90 sein, 135 waren eingeplant).

Zum Jahresende rechnet der Wasserverband mit einem Fehlbetrag von 440.000 Euro, das sind 311.000 mehr als geplant. Die Einnahmen waren geringer und die Ausgaben - unter anderem wegen Zahlungen aufgrund von Auflösungsverträgen mit vier Arbeitnehmern - höher als erwartet.

Die Aussichten sind - aus wirtschaftlicher Sicht - düster. Derzeit liegt der Wasserverbrauch bei 120 Kubikmetern im Drei-Personen-Haushalt, die Tendenz ist fallend. In anderen Regionen Deutschlands, beispielsweise in Sachsen, konnte er schon auf 90 Kubikmeter reduziert werden.

Bei einem Defizit gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, die Einnahmen werden erhöht oder die Ausgaben reduziert. „Die Reduzierung von Ausgaben wird jedoch nicht möglich sein”, betont Monschaus Bürgermeisterin und neue Verbandsvorsitzende Margareta Ritter.

Erhöhung als letztes Mittel

Die Einnahmen können beispielsweise über einen höheren Wasserpreis gesteigert werden. Aber die will wohl niemand - vor allem nicht die Abnehmer. Auch die Mitglieder des Betriebsausschusses sehen in einer Preiserhöhung nur die allerletzte Lösung.

„Wenn die Verbandsversammlung zustimmt, ist eine Wasserpreiserhöhung für das nächste Jahr ausgeschlossen”, betont Derk Buchsteiner, technischer Leiter des Verbandes. Für 2011 werde dann entsprechend der Absatz- und Umsatzentwicklung neu entschieden.

Alternativen müssen her. Der Handlungsbedarf ist dringend. „Die Gemeinde Simmerath hat bereits mehrmals vorgeschlagen, zur Stärkung des Verbandes einige Aufgaben der Kommunen auf den Verband zu übertragen. So können Synergieeffekte genutzt werden. Das rechnet sich für die Kommunen und der Verband hat zusätzliche Einnahmen”, betonte der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Und auch Ritter weiß: „Die Erschließung zusätzlicher Aufgaben wird nötig sein. Die Kooperation sollten wir zügig vorantreiben.”

Und was will die Werksleitung tun? „Auf jeden Fall werden wir an jeden Vorgang den spitzen Bleistift anlegen. Es gilt, sich zu konsolidieren”, betont Buchsteiner.

Vor allem im Hinblick auf eine Kostenreduzierung wurde eine mögliche Veränderung in der Betriebssatzung kontrovers diskutiert. Die neue Satzung sieht vor, dass es im Werk nur noch einen Betriebsleiter gibt und zwei Abwesenheitsvertreter - einen aus dem technischen und einem aus dem kaufmännischen Bereich.

„Vor einiger Zeit wurden aus finanziellen Gründen vier Stellen abgebaut. Der Wirtschaftsplan für 2010 sieht einen Fehlbedarf von einer viertel Millionen Euro vor. Warum werden dennoch zwei Stellvertreter vorgesehen?”, kritisierte Roetgens Bürgermeister Manfred Eis.

Doch die Kostenfrage, die mit dieser Satzungsänderung in späteren Jahren einhergehen könnte, konnte im öffentlichen Teil nicht erschöpfend beantwortet werden. Weil es in diesem Zusammenhang noch nicht-öffentliche Aspekte zu diskutieren galt, wurde die Diskussion erst im nicht-öffentlichen Teil fortgesetzt. Eine endgültige Entscheidung wird in der Verbandsversammlung am 23. Dezember getroffen.
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