Rurberg - Wasser an Bord: Die „Aachen“ muss aufs Trockendock

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Wasser an Bord: Die „Aachen“ muss aufs Trockendock

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Kapitän Herbert Harth (li.) half mit, das Bugrad fachgerecht zu demontieren.
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Nachdem das Bugrad aus dem Schacht gezogen worden war, trocknete ein Mitarbeiter die nassen Stellen. Dann konnte geschweißt werden. Foto: Manfred Hilgers

Rurberg. Wassereinbruch im Bug der „Aachen“: Das stellte die Mannschaft des zweitgrößten Bootes auf dem Rursee jetzt fest. Etwa 20 Liter Rurseewasser flossen pro Minute über einen Riss im Schacht des Bugsteuerrades in den vorderen Bereich des Schiffes.

„Was da los ist, wissen wir noch nicht“, sagte Geschäftsführerin Waltraud Heuken von der Rurseeschifffahrt zunächst. Wie sich später herausstellte, war eine Schweißnaht im Tunnel des Bugrades undicht geworden.

Auf jeden Fall musste die „Aachen“ aufs Trockendock nach Rurberg, wo sie mit Hilfe einer Seilzugwinde an Land gezogen wurde. „Die Saison hat kaum begonnen und der vergangene Sonntag war der beste Ausflugstag der noch jungen Saison. Wir können auf kein Schiff verzichten“, so Schiffseigner Franz-Josef Heuken, der die Reparaturmaßnahmen sorgenvoll verfolgte.

Die Gefahr, dass die „Aachen“ hätte sinken können, habe aber nie bestanden. Auch wenn in den vorderen Bereich Wasser eindringe, so würden Schotten verhindern, dass das Wasser weiter nach hinten in den Schiffsbau fließe. „Einen halben Meter Wasser hatten wir schon im Bug stehen“, erklärte Heuken. Das Wasser musste mit Lenzpumpen entfernt und der Schiffsbauch trocken gelegt werden.

Als sehr arbeitsaufwendig erwies sich der Ausbau des Bugrades. Dabei half als unverzichtbarer Fachmann Kapitän Herbert Harth. Er hat sein ganzes Leben auf dem Rursee, meist als Kapitän auf einem der Schiffe Dienst getan. Hardth kennt die Boote bis zur letzten Schraube und weiß, wie das Bugrad herausgehoben werden kann, ohne sich dabei den Kopf zu stoßen.

Erst als der Schacht, in dem das Bugrad steckt, frei war, war es möglich, die undichte Stelle zu reparieren. Dafür mussten die Monteure recht gelenkig sein, denn sie mussten sich tief in den Schacht hineinbegeben. Mit dem Bugrad wird das Schiff im Frontbereich gesteuert und ist dadurch sehr wendig. Es wird über einen starken Elektromotor betrieben. Da darf kein Wasser ran, sonst gibt es einen Kurzschluss.

Spezialisten einer Werft aus Königswinter, die auch das neue Boot für den Obersee bauen werden, haben die undichte Schweißnaht fachgerecht geschlossen. Die Werft baut einen Katamaran, der im kommenden Jahr auf dem Obersee das wesentlich kleinere Schiff „St Nikolaus“ ablösen soll.

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