Wahlverhalten der Eltern ist die unbekannte Größe

Von: P. St.
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Die Grundschulen in der Stadt Monschau müssen enger zusammenrücken: Beim Infoabend in Mützenich gab es eine lebhafte Diskussion. Foto: P. Stollenwerk

Mützenich. „Ich kann Sie leider nicht beruhigen”, so hat das Fazit von Gertrud Faymonville, Schulleiterin der Grundschule Mützenich, am Ende des Infoabends zur Neuordnung der Grundschulen in der Stadt Monschau gelautet.

Diese wird ab dem Schuljahr 2011/12 Wirklichkeit, wobei im kommenden Schuljahr als Testphase bereits die neuen Strukturen in der Praxis Anwendung finden.

Nach Veranstaltungen der Stadt Monschau als Schulträger in Höfen und Imgenbroich fanden sich jetzt rund 80 interessierte Eltern im Schützenhaus Mützenich ein, um Informationen aus erster Hand über die Zukunft des Schulstandortes Mützenich zu halten, ebenso aber auch über die Pläne für Kalterherberg.

Aufgrund der Vorberatungen im Arbeitskreis ist vorgesehen, dass die Schule Kalterherberg ihre Eigenständigkeit abgibt und an Mützenich künftigen Hauptstandort angegliedert wird. Die Kinder werden weiter in Kalterherberg unterrichtet, wenn auch auch ohne eigene Schulleitung.

Über die verschiedenen Möglichkeiten der Kooperation und damit verbundene organisatorischen Änderungen entwickelte sich schon bald eine lebhafte Debatte - ein Zeichen dafür, dass die Betroffenen bei dieser weitreichenden Entscheidung mit in der Verantwortung genommen werden möchten.

Zuvor hatten Hermann Mertens als stellvertretender Verwaltungschef und Andrea Compes von der Schulverwaltung aufgrund der Geburten-Statistik unmissverständlich deutlich gemacht, dass die bisherigen fünf eigenständigen Schulstandorte auf Dauer nicht mehr zu halten sind. Bis zum Jahr 2015 werde die Schülerzahl um 57 Prozent zurückgehen; ab 2015 sind nach jetzigem Stand der Dinge nur noch 71 Schulneulinge im gesamten Stadtgebiet Monschau zu erwarten (2005 waren es noch doppelt so viel).

Im Schuljahr 2011/12 bleibt in Kalterherberg der Einschulungsjahrgang mit 13 Schülern deutlich unter der vom Land geforderten Mindest-Klassenstärke von 18 Schülern, die auch Bemessungsgrundlage für die Lehrerzuweisung ist. Kritisch wird die Situation aber auch in Mützenich, wo im gleichen Schuljahr mit 18 Schülern die Mindeststärke noch so gerade erreicht wird. Andrea Compes: „Wenn wir für Mützenich nichts tun, ist auch dieser Standort in zwei Jahren gefährdert.”

In den Vorberatungen sei aber von Seiten der politisch Verantwortlichen trotz dieser problematischen Entwicklung die „einhellige Meinung” geäußert worden, die bisherigen fünf Schul-Standorte zu erhalten, machte Hermann Mertens deutlich, der aber auch einräumte, dass man allein auf der Basis von Prognosen berate, denn das Wahlverhalten der Eltern, die nach dem Schulgesetz nicht mehr an die Schulbezirksgrenzen gebunden sind, sei nicht einzuschätzen.
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