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Wahl: Ein Viertel hat sich bereits entschieden

Von: P. St.
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Die Vorbereitungen laufen: Im Simmerather Rathaus sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung (im Bild: Sarah Nießen, Ulrike Schröder und Christine Lenzen v.l.) damit beschäftigt, die Stimmzettel für die einzelnen Wahlbezirke in Kisten zu packen. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Auf die Farbe kommt es bekanntlich bei jeder Wahl an, am kommenden Wahlsonntag, 25. Mai, aber haben die Farben noch eine zusätzliche Bedeutung, da die Wahlberechtigten beim Gang in die Wahlkabine zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Wahlzettel für die Europa- und Kommunalwahl gewinnen müssen.

Der Wähler bekommt von den Wahlvorständen reichhaltig Papier in die Hand gedrückt, da gilt es sich zu konzentrieren, um das Kreuzchen auch an der gewünschten Stelle zu platzieren.

Am langen Wahlsonntag steht in erster Linie die Europawahl an, die in den Niederlanden bereits gestern startete, aber in der Eifel dürfte die gleichzeitig stattfindende NRW-Kommunalwahl das weitaus größere Interesse hervorrufen, geht es doch in Monschau, Roetgen und Simmerath um die Wahl der Kommunalparlamente und in Monschau und Simmerath zusätzlich noch um die Bürgermeisterwahlen.

So erhalten die Wähler in Monschau und Simmerath auch fünf Stimmzettel (EU-Wahl, Städteregionsrat, Städteregionstag, Bürgermeister und Gemeinde/Stadtrat), während in Roetgen der gelbe Bürgermeister-Stimmzettel fehlt, weil Amtsinhaber Manfred Eis, von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, seine bis Herbst 2015 währende Wahlzeit zu nutzen. So gibt es für die Wähler in Roetgen auch nur vier Stimmzettel.

Bis feststeht, wer in die neuen Kommunalparlamente einziehen wird, dürfte es eine Zeit lang dauern, denn die Reihenfolge der Auszählung ist vorgeschrieben. Hier hat die Europawahl Vorrang, gefolgt von Städteregionsrat und Städteregionstag. Erst danach werden die Bürgermeisterwahlen und die Räte ausgezählt. Die Wahlhelfer stellen sich auf einen langen Abend ein.

Wohl nicht, um dem Kreuzchen-Stress in der Wahlkabine zu entkommen, haben in der Eifel bereits viele Bürger Gebrauch von der Briefwahl gemacht. Die Tendenz per Brief zu wählen, ist seit Jahren bereits ansteigendend. Rund ein Viertel der Wahlberechtigten haben schon ihre Stimme abgegeben. Bereits um 14 Uhr am Sonntag nehmen die Briefwahlvorstände (je drei in Monschau und Simmerath und zwei in Roetgen) ihre Arbeit auf. Die für die Kommunalwahl abgegebenen Briefwahlstimmen werden dann in die zugehörigen Wahllokale gebracht und dort ausgezählt.

Von den 6804 Wahlberechtigten in der Gemeinde Roetgen haben sich bei der Europawahl bereits 25,26 Prozent per Briefwahl entschieden, bei der Kommunalwahl sind es 24,27 Prozent Briefwähler.

In Monschau haben bislang 1766 Bürger (17,22 Prozent der Wahlberechtigten) für die Kommunalwahl per Brief ihre Stimme abgegeben und 1707 Bürger (17,92 Prozent) für die Europawahl. Die unterschiedlichen Zahlen ergeben sich, da die Zahl der Wahlberechtigten bei der Europawahl niedriger liegt, da die 16- und 17-jährigen nur bei der Kommunalwahl wählen dürfen. In Simmerath haben für die Kommunalwahl bereits 2365 Briefwähler (18,5 Prozent) ihr Kreuzchen gemacht, bei der Europawahl sind es 2325 Wähler (19,24 Prozent). Der tatsächliche prozentuale Anteil der Briefwähler ist aber deutlich höher, da sich der prozentuale Anteil auf alle Wahlberechtigten bezieht, erfahrungsgemäß aber die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl bei nur gut 70 Prozent liegt.

24 Parteien treten bei der Europawahl an; entsprechend lang ist der Stimmzettel.

Der Wahlsonntag dürfte also für alle Beteiligten eine große Herausforderung darstellen. Da hat man in den Rathäusern nichts dagegen, dass die Meinungsforschungsinstitute sich für ihre Hochrechnungen diesmal keine repräsentativen Wahlbezirke in der Nordeifel ausgesucht haben. Nur IT NRW interessiert sich für statistische Zahlen aus einem Briefwahlbezirk in Monschau.

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