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Vorhang auf für „Finale Grande”

Von: avl
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Bei der Probe für das neue Musical „Finale Grande” ist die Bühne in der Aula des Franziskus Gymnasiums voller Bewegung, Leidenschaft, Phantasie und Melodien, die unter die Haut gehen. Foto: van Londen

Vossenack. Pulsierende afrikanische Ur-Rhythmen, tranceartig und urgewaltig, eine Choreographie, inspirativ und ausdrucksstark, Schauspieler voller Leidenschaft und Können, ein Ensemble, das den Zuschauer begeistern will - wie mit einem Paukenschlag, entführen die Künstlerinnen und Künstler des neuen Musicals „Finale Grande” aus der Werkstatt des Exart-Musiktheaters Vossenack in eine farbenfrohe, fremde Welt.

Exotisch und doch ganz vertraut. Die Welt des Zirkus, wird zu einer Metapher über das Leben - mit Genussfaktor. Die Bühne in der Aula des Franziskus Gymnasiums war schon beim Probedurchlauf voller Bewegung, Leidenschaft, Phantasie und Melodien, die unter die Haut gehen.

Professionelle Produktion

Kleine und große Darsteller sprangen, hüpften, sangen in phantastischen Affen-, Löwen- und Zebrakostümen über die aufwendig gestaltete Bühne. Die gewaltigen Bühnenbilder und Kulissen, die an große Musical Produktionen erinnern, lassen den Aufwand der betrieben wurde, erahnen. Der Monschauer Künstler Kai Savelsberg legte dabei genauso Hand an, wie die Werkstatt des Aachener Stadttheaters.

„Unsere Bühnenbilder wurden mit dem gleichen Aufwand gebaut, wie für Produktionen des Aachener Stadttheaters”, erklärt Thomas Niessen, Vorsitzender des Vereins. Insgesamt mussten für Licht, Ton, Bühne und Kostüme 20.000 Euro investiert werden. „Ohne unsere Sponsoren, wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit”, bedankt sich Thomas Niessen. So hofft man neben dem finanziellen Engagement des Schul-Freundeskreises und der Franziskus-Stiftung auch noch auf das „Okay” unterschiedlichster Stiftungen und Privatsponsoren.

Verdiente Komplimente

Das Ensemble des Exart-Musiktheaters lud den Komponisten Markus Kamps (Bergstein) und den inzwischen erfolgreichen Musical-Star Marta Helmin nach Vossenack, um sich vor Ort einen Eindruck über den aktuellen Stand des neuesten Projektes machen zu können. Drei, vier Kostproben, die sich hören und sehen lassen konnten, lieferte das Ensemble ab, um gespannt die Meinung der Profis entgegen zu nehmen. „Jeder von euch ist voller Energie dabei”, lobte Marta Helmin die Künstlergruppe, aus deren Mitte heraus sie ihre Karriere startete. „Mein Kompliment”, war dann auch das Fazit des Komponisten. „Ich finde es super”, strahlte Markus Kamps, der die Lieder zum ersten Mal auf der Bühne hörte.

Neben der gefälligen Musik, die aber doch erfrischend individuell bleibt, sowie den großartigen Kostümen und Kulissen, profitiert das Stück auch von seiner Aussage. Eine Sichtweise auf das Leben und die Welt, die vom Geiste des Kloster Vossenack beseelt wird, hebt sich - wie schon so oft - wohltuend vom Allerwelts-Musical-Rummel ab. „Wer nicht weinen kann, der kann auch nicht lachen”, lautet deshalb das Credo von Regisseur Clemens Amendt. Auch diesem Anspruch wird „Finale Grande” mit Sicherheit gerecht.

Die Besucher des Musicals erwartet ein Zirkus der Gefühle, voller Slapsticks und komödiantischer wie auch dramatischer Elemente.

„Finale Grande” handelt von dem Schicksal des berühmten Piet Pepper, der ein erfolgreiches Mitglied des Varieté-Zirkus „Don Carlos” ist, jedoch auf tragische Art und Weise beruflich wie privat plötzlich vor dem Nichts steht. Ob und für wen es allerdings ein Finale Grande im Varieté-Zirkus „Don Carlos” bzw. im privaten Leben gibt, sei es in der Manege oder in der Liebe, bleibt bis zum Schluss eine offene wie spannende Frage.

Spätestens beim Schlusslied „Komm, steh auf!”, kraftvoll und mitreißend gesungen von Daniel Wiegand (Syl´n´Dan), wird klar, dass einem großen Erfolg des Musicals nichts mehr im Wege zu stehen scheint.
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