Von Schmidt aus in die Welt

Von: Vom Guido Jansen
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Produziert den TV-Krimi „Der letzte Bulle”: Philipp Steffens, der in Schmidt zur Schule ging. Im Herbst nimmt er ein großes Kino-Projekt in Angriff. Foto: Guido Jansen

Schmidt/Köln. Drei Eckpunkte aus der bisherigen Karriere von Philipp Steffens: Vor 20 Jahren besuchte er die Grundschule in Nideggen-Schmidt. Vor zehn Jahren war er DJ in der Dürener Discothek Endart. Und am Montag läuft das erste große Serien-Projekt des 30-Jährigen im Fernseher.

Der Sender Sat1 zeigt an den kommenden 13 Montagen jeweils um 20.15 Uhr die neue Krimiserie „Der letzte Bulle”.

Philipp Steffens ist einer der jüngsten Produzenten Deutschlands und hat für dieses Jahr noch weitere große Pläne. Drei spannende Jahre Entwicklung, Konzeption und Dreharbeiten liegen hinter dem jungen Mann aus der Nordeifel. „Als Produzent bist du von Anfang bis zum Ende dabei”, beschreibt der Diplom-Filmproduzent seine Arbeit. „So was ist kein Sprint, sondern ein Marathon.”

Die Idee, eine Krimiserie um einen Polizisten herum aufzubauen, der nach 20 Jahren aus dem Koma erwacht und mit der politisch wie zwischenmenschlich stark veränderten Gesellschaft von heute kollidiert, stammt von Philipp Steffens.

Vor gut drei Jahren hat Sat1 sich entschieden, die Serie in Auftrag zu geben. Seitdem war der Produzent damit beschäftigt, ein Team aufzubauen, Regisseur und Schauspieler zu finden, ein Budget zu kalkulieren und darauf zu achten, dass die Kosten den Rahmen des Budgets nicht sprengen.

„Schaffst du das nicht, dann legst du den Rest möglicherweise aus eigener Tasche drauf”, berichtet der 30-Jährige von einem Fall, der ihm bisher nicht passiert ist. Nach der Produktion ist Steffens Arbeit noch nicht getan. Der spannendste Moment des gesamten Projekts überhaupt steht für den geschäftsführenden Gesellschafter der Filmproduktionsfirma Greenskyfilms mit Büros in Köln, Ludwigsburg und Los Angeles nämlich noch aus.

Am Dienstagmorgen wird er wissen, wie die Zuschauerquote für den Pilotenfilm der Serie gewesen ist. „Ich würde gerne eine zweite Staffel produzieren”, sagt der Mann aus Schmidt mit einem Lächeln auf den Lippen. Wohl wissend, dass die Quote darüber entscheiden wird. Stimmt die Zuschauerzahl für den neuen Krimi, der sich heute abend mit dem Dauer-Quoten-Renner „Wer wird Millionär” messen muss, dann hat Steffens für die zweite Staffel weniger Arbeit. Idee und Konzept stehen bereits, einen Sender muss der Produzent auch nicht mehr finden, das Team ist bereits eingespielt.

Unabhängig von einer zweiten Staffel „Der letzte Bulle” arbeitet Steffens derzeit an einem anderen großen Projekt. Diesmal geht es um Kino, großes Kino. „The Miso Soup” heißt das Projekt, das im Herbst in Angriff genommen wird. Regisseur ist Wim Wenders, der unter anderem wegen seiner Filme „Der Himmel über Berlin” und „Buena Vista Social Club” international bekannt ist. Als Hauptdarsteller wurde Willem Dafoe (Spider Man, Body of Evidence) verpflichtet.

Die Zusammenarbeit mit Wenders ist nicht Philipp Steffens erste Kino-Arbeit. Derzeit läuft der Film „Au revoir Taipei”, der im Februar auf Deutschlands größten Filmfestspielen, der Berlinale, große Beachtung gefunden hat, in den Kinos auf Taiwan. Für die Produktion war Greenskyfilms verantwortlich. „Der Film soll auch bei uns in die Kinos kommen”, erzählt Steffens. Einen genauen Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht.

So international die Arbeit von Philipp Steffens auch sein mag: Einen wichtigen Schritt hat er in und um das heimische Schmidt herum gemacht. „Vassko - Irgendwo im Nirgendwo” heißt die Diplom-Arbeit, die der heute 30-Jährige Ende 2005 produziert hat. Der Kurzfilm, mit dem Steffens und andere Kommilitonen der Filmakademie Baden-Würtemberg in Ludwigsburg ihr Studium abgeschlossen haben, wurde schon auf VOX und beim NDR gezeigt.
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