Lammersdorf - Vollsperrung und Umleitung ab Montag am Lammersdorfer Berg

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Vollsperrung und Umleitung ab Montag am Lammersdorfer Berg

Von: Karl-Heinz Hoffmann und Heiner Schepp
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Wer ab Montag aus Richtung Düren oder Aachen zum Rursee möchte, der wird bis Ende August über Konzen Foto: K. Hoffmann

Lammersdorf. Die Ortsansässigen, der Ausflugsverkehr und auch die Pendler müssen sich ab dem kommenden Montag ab Lammersdorf auf eine neue Streckenführung in der Eifel einstellen. Die lange angekündigte Sanierung der Bundesstraße 266 im Bereich der Bergstraße (Lammersdorfer Berg) steht dann an und wird fast bis Ende der Sommerferien für erhebliche Verkehrsbehinderungen in der Eifelregion sorgen.

In einer Gemeinschaftsaktion der Gemeinde Simmerath und des Landesbetriebs Straßenbau erfolgen dabei bis zum Abzweig zur L12 eine Sanierung der Kanalisation und eine Sanierung der Fahrbahndecke der vielbefahrenen Bundesstraße.

Die Baumaßnahmen haben eine Vollsperrung der B 266 vom 16. Juli bis voraussichtlich zum 23. August zur Folge. Entsprechende Umleitungen für den über- und innerörtlichen Verkehr wurden diese Woche von der bauausführenden Firma ausgeschildert, wie Simmeraths Ordnungsamtsleiter Bruno Wilden unserer Zeitung am Mittwoch berichtete. Auf 16 Tafeln von Fringshaus bis Rollesbroich und von Imgenbroich bis Kesternich wird Ortskundigen wie Ortsfremden empfohlen, wie sie die Sperrung des Nadelöhrs am besten umfahren.

Ortskundige, die von Lammersdorf in Richtung Simmerath möchten, werden in dieser Zeit bevorzugt über Paustenbach und Bickerath (K19) bis Simmerath geleitet statt via Lammersdorfer Straße (L12). Den Weg über Paustenbach empfiehlt Bruno Wilden auch Verkehrsteilnehmern, die nach Rollesbroich möchten: „Am naheliegendsten wäre sicherlich der Weg über die Lönsstraße (K20), aber über diese schmale Straße können wir nicht den gesamten Umleitungsverkehr schicken. Außerdem verläuft hier die Ausweichstrecke für den Öffentlichen Nahverkehr“, erläutert Wilden.

Aufgrund der geringen Breite der Lönsstraße, die keine zwei Busse oder größeren Fahrzeuge nebeneinander erlaubt, wird daher auch für die gesamte Dauer der Baumaßnahme in Höhe Schullandheim eine Ampel aufgestellt. Bruno Wilden: „Wegen der Länge der Strecke wird die Wartezeit an der Ampel viereinhalb Minuten betragen. Deshalb sollten auch Autofahrer, die von Lammersdorf nach Rollesbroich wollen, lieber gleich über die K19 fahren – oder viel Geduld haben.“

Zum Thema Nahverkehr teilte die Gemeinde Simmerath noch mit, dass die beiden Haltestellen Kirche und THW in Lammersdorf weiter angefahren werden.

Noch größere Umleitungsstrecken muss der überörtliche Verkehr ab Montag in Kauf nehmen. So werden beispielsweise Auto- oder Motorradfahrer, die aus Richtung Aachen/Roetgen kommen und zum Rursee oder nach Simmerath wollen, schon an Fringshaus auf die Vollsperrung hingewiesen und über Konzen/Blumgasse nach Simmerath umgeleitet. Dies gilt beispielsweise auch für den großen Besucheransturm zum Rurseefest (27./28. Juli) und Wochenendausflügler, die ins Rurtal möchten. Der Rursee-Besucherverkehr aus Richtung Düren wird in der gesamten Zeit der Vollsperrung vorzugsweise den Weg durch das kurvenreiche Kalltal und Rollesbroich nehmen statt über Lammersdorf. Für den Schwerlastverkehr ist die L160 (Dürener Straße) aber nicht geeignet.

Ärgerlich für Pendler und Geschäfte

Nicht nur Lammersdorfs Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein befürchtete bereits im vorigen Jahr im Zusammenhang mit der unausweichlichen Vollsperrung der Bergstraße „ein kleines Chaos-Szenario“, von dem auch einige Lammersdorfer Geschäfte und Betriebe betroffen sind. Zwar dürfte Lammersdorf nicht, wie vom Ortsvorsteher befürchtet, „über Monate von der Außenwelt abgeschnitten sein“, doch wird im Ort wie bereits im letzten Jahr viel Geduld gefragt sein. „Ich weiß, dass diese Sperrung Einschränkungen und Ärger bringt, insbesondere für Pendler und anliegende Geschäftsleute. Ich bitte aber um Verständnis und bin sicher, dass die Behinderungen in den Sommerferien besser zu verkraften sind als im Rest des Jahres “, so Hammelstein.

Nachdem Ende vergangener Woche im oberen Teil der Bergstraße/Kirchstraße eine Wasserleitung nebst zehn Hausanschlüssen erneuert wurde, soll die Fortsetzung dieser Baumaßnahme auf der anderen Straßenseite nach den Betriebsferien der ausführenden Firma fortgesetzt werden. Vom 1. bis 29. August erfolgen schließlich noch Straßenbauarbeiten Auf dem Wollerscheid, womit die Baustellentätigkeiten in Lammersdorf vermutlich aber noch nicht abgeschlossen sind.

Schließlich steht da auch noch der lang angekündigte Ausbau des Glasfasernetzes an. Nachdem vor einigen Wochen als erstes Hoffnungszeichen schon einmal an der Ravelroute Ecke Wiehweg die garagengroße Vermittlungsstelle (Pop-Station) aufgestellt wurde, hat der Telekommunikations- und Netzanbieter Deutsche Glasfaser aus Borken den Beginn der Ausbauarbeiten des Breitband-Glasfasernetzes zuletzt gegen Ende der zweiten Jahreshälfte angekündigt. Das wäre dann, falls nicht erneut eine Verzögerung erfolgt, im gleichen Zeitraum, in dem die anderen Straßenbaumaßnahmen erfolgen.

Neue „Blitze“ vor der Schule

Wie Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein in seinem jüngsten Bürgerbrief mitteilt, steht in Lammersdorf im Übrigen eine weitere Neuerung im örtlichen Straßenverkehr an: Vor der Kalltalschule wird die alte Geschwindigkeitsmessanlage durch einen neuen „Traffi-Tower“ (wie an Fringshaus) ersetzt, bei dem nicht mehr erkennbar ist, in welche Richtung geblitzt wird.

 

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